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Die kleine Flasche wurde der Frühchristlich-Byzantinischen Sammlung (heute Museum für Byzantinische Kunst) im Jahr 1927 geschenkt. Mit ihrem runden, flachen Körper und dem kurzen Hals mit leicht ausladender Mündung erinnert sie in ihrer Form an zahlreiche, oft aus Blei angefertigte Pilgerampullen mit biblischen Szenen aus Palästina. Die Darstellung auf der Vorder- und Rückseite der Ampulle ist gleich. In der Mitte steht eine Frau mit langer, gegürteter Tunika mit erhobenen Armen. Zu ihren Seiten hocken zwei Gestalten vor Palmen. Sie greifen nach dem Gewand der Frau. Über dieser Szene befindet sich eine durch schlichte Linien abgesetzte Folge griechischer Buchstaben, die keinen Sinn ergeben. Dies ist nicht ungewöhnlich und darauf zurückzuführen, dass Inschriften beim Herstellen der Model oft falsch kopiert wurden. Problematisch bleibt jedoch die Darstellung. Wolfgang Fritz Volbach klassifizierte sie als heidnisch, bietet jedoch keine Deutung der Szene. Sie scheint ohne Parallele zu sein. Das Bildmotiv lässt sich weder mit biblischen Szenen noch mit Themen aus der klassischen Mythologie in Einklang bringen. Deshalb ist man geneigt, die Ampulle als Fälschung anzusehen.

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  • Titel: Ampulle
  • Ersteller: Unbekannt
  • Datierung: 5./7. Jahrhundert
  • Typ: Ampulle
  • Sammlung: Byzantinische Sammlung | Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Objekterwerb: am 27.9.1927 von Herrn Aaron, New York geschenkt
  • Inv.-Nr.: 9449
  • ISIL-Nr.: DE-MUS-815614
  • Externer Link: Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Foto: © Byzantinische Sammlung | Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Antje Voigt

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