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Auf dem Kanapee

Wilhelm Trübner1872

Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin

Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin

In diesem genialen Jugendbild des Münchner Malers kommen verschiedenste Einflüsse in einem überzeugenden Meisterwerk zusammen. Die hochkultivierte Maltechnik der Leibl-Schule und das holländische Beispiel sind erkennbar. Vermutlich war auch die dänische Biedermeiermalerei vorbildlich. Wahrhaft modern an diesem Bild ist die Betonung der Bildfläche. So breitet sich das Kleid der Frau wie ein dunkler Fleck aus, um den herum Farben und Ornamente in eine dekorative Harmonie gebracht sind. Das ausdruckslose Gesicht der Dargestellten besitzt kein größeres optisches Gewicht als Hände und Butterbrot. Diese frontale Nahsicht, die Direktheit der Betrachtungsweise, konnte der junge Trübner an Leibl studieren, von dem er ein ähnliches Bildnis gerade erworben hatte, und an Courbet, der 1869 in München erstmals seine Bilder ausstellte und Leibl und seine Freunde tief beeindruckte.

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Details

  • Titel: Auf dem Kanapee
  • Ersteller: Wilhelm Trübner
  • Datierung: 1872
  • Abmessungen: w45.0 x h52.0 cm
  • Typ: Gemälde
  • Technik und Material: Öl auf Leinwand
  • Sammlung: Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
  • Künstlerdaten: 1851-02-03/1917-12-21
  • Künstlerbiographie: Wilhelm Trübner was a German realist painter and belonged to the circle around Wilhelm Leibl. He first trained to become a goldsmith before meeting Anselm Feuerbach and taking up studying painting in Karlsruhe under Fedor Dietz. Later on he entered the Academy of Arts in Munich, where he was greatly influenced by the artworks of Leibl and Gustave Courbet. During journeys to Italy, the Netherlands, Belgium and Paris he was impressed by various artists, such as by Manet. Together with Carl Schuch and Hans Thoma, Trübner was part of the Leibl circle, a group of painters who followed Wilhelm Leibl’s unsentimental realism. In 1901 he joined the early Berlin Secession. Two years later he became professor at the Academy of Arts in Karlsruhe, a post he occupied for over ten years. Trübner was of the opinion that the painting itself transmits beauty, not the theme it depicts. He wrote down this idea in publications on art theory in 1892 and 1898. A well known example of his work is his equestrian portrait from 1800.
  • Künstler Sterbeort: Karlsruhe, Deutschland
  • Künstler Geburtsort: Heidelberg, Deutschland
  • Inv.-Nr.: A I 645
  • ISIL-Nr.: DE-MUS-815114
  • Externer Link: Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyrights: Text: © Prestel Verlag / Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Photo: © b p k - Photo Agency / Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Jörg P. Anders

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