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Blick auf das Meer bei L'Estaque

Paul Cézannec. 1898

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Das Gemälde „Blick auf das Meer bei L’Estaque“ zeigt alle Errungenschaften, die Cézanne zum „Vater der Moderne“ werden ließen: mit geometrischen Formen und einzeln gesetzten Pinselstrichen und –schraffuren schuf er eine Landschaft, deren Elemente sich hauptsächlich farblich, nicht jedoch stofflich voneinander absetzen. Cézanne löste die Konturen fast vollständig auf, genauso wie die Zentral- und Farbperspektive. Der Betrachterstandpunkt befindet sich auf einer felsigen Anhöhe mit Bäumen. Das Dickicht aus Blättern und Geäst gibt nur teilweise den Blick auf das bei Künstlern beliebte Fischerdorf bei Marseille frei. Dahinter liegt das Meer und in einem schmalen Streifen darüber erst der helle Himmel. Cézanne führte alle Gegenstände auf ihre Grundformen zurück und interessierte sich für die Vielansichtigkeit von Objekten. Er forderte: „Die Dinge müssen tanzen“. Tatsächlich meint man auf dem Gemälde den vorderen Felsen aus mehreren Perspektiven wahrzunehmen und die Blätter von der oberen glänzenden und der unteren matten Seite zu sehen, als ob der Wind durch die Baumwipfel rauschte. Mit solchen Mitteln hob Cézanne die traditionellen Bildmuster auf. Er rezipierte impressionistische Seh- und Malweisen und antizipierte kubistische Verfahren der Darstellung.

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