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Bogen schnitzender Amor (Fragment)

François Duquesnoyvor 1629

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Über die Entstehung des Bildwerks informiert der mit dem Künstler befreundete Maler und Künstlerbiograf Joachim von Sandrart. In der Lebensbeschreibung des für seine Kindergestalten berühmten Bildhauers berichtet er, dass Duquesnoy, der zuvor vor allem in Ton und Wachs gearbeitet hatte, mit dieser Figur seine Meisterschaft in der Bearbeitung des Marmors unter Beweis stellen wollte. Der Amor fand zwar viel Beachtung, dennoch fand die Figur lange Zeit keinen Käufer. Sandrart konnte sie schließlich an den Amsterdamer Kaufmann Lucas van Uffen vermitteln. Nach dessen Tod wurde der Amor vom Rat der Stadt Amsterdam angekauft und der Prinzessin Amalie von Oranien geschenkt, welche die Figur in ihrem Zier- und Lustgarten in Den Haag aufstellen ließ. Aus ihrem Besitz gelangte sie nach Brandenburg und ist 1689 im Inventar der kurfürstlich-brandenburgischen Kunstkammer nachweisbar. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Marmorfigur starke Beschädigungen, so dass sie nur noch als Fragment erhalten ist.

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