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Bohrkopf

UnbekanntAmenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton, 18. Dynastie

Neues Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Neues Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Bei der Steinbearbeitung kamen neben Werkzeugen wie Hammer, Säge und Meißel auch verschiedene Arten von Bohrern zum Einsatz. In der Regel wurden sie zur Weiterverarbeitung von Basaltblöcken und zur Aushöhlung von Steingefäßen genutzt. Ein Bohrer bestand aus einem Antriebsmechanismus und einer Triebstange, an welcher entweder ein steinerner Bohrkopf oder ein kupferner Zylinder angebracht sein konnte. Bei der Gefäßherstellung wurde zunächst die äußere Form herausgearbeitet, bevor der kupferne Röhrenbohrer die zylindrische Aushöhlung vornahm. Anschließend konnten die Steingefäßhersteller den entstandenen Hohlraum nach Bedarf mit einem Bohrkopf aus Feuerstein oder Quarzit vergrößern. Während dieses Aushöhlungsvorgangs wurde ein Schleifmaterial zur schnelleren Ausarbeitung des Steingefäßes hinzugefügt. Die auffälligen Riefen an den Bohrkernen sprechen für ein Schleifmittel wie Quarzsand, welches mit kleinen Quarzkristallen angereichert war. Nachdem die Steingefäße fertiggestellt wurden, blieben häufig, wie im Haus P 47.2 zu sehen, die benutzten Bohrkerne zurück.
Aus: Hackbeil, C., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 362 (Kat.-Nr. 142).

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  • Titel: Bohrkopf
  • Ersteller: Unbekannt
  • Datierung: Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton, 18. Dynastie, Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
  • Herkunft: Schenkung James Simon, 1920
  • Typ: Bohrer
  • Material: Kristalliner Kalkstein
  • Sammlung: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung | Neues Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Inv. Nr.: ÄM 21189
  • ISIL Nr.: DE-MUS-015418
  • Fundort: P 47.02 (Ägypten / Mittelägypten / Amarna / P 47 / P 47.01-03 (Anwesen))
  • Externer Link: Neues Museum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Foto © Ägyptisches Museum und Papyrussammlung | Ägyptisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Sandra Steiß

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