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Chemise

Oldenburger Land, Deutschlandum 1810

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Hochtailliertes, langes Damenkleid mit relativ tief ausgeschnittenem, viereckigem Dekolleté und kurzen Puffärmeln. Die fußfreie und sich nach hinten zu verlängernde Chemise fließt vorderseitig faltenfrei am Körper herab, während sie in der Rückenpartie – in Taillenhöhe – fein gefältet ist. Dekorative Tüllapplikationen, gepaart mit vegetabilem Dekor in weißer und silberner Stickerei oberhalb des Rocksaums sowie am Halsausschnitt verleihen der schlichten Kleidersilhouette eine elegante Note. Die leichten, fließenden, bevorzugt in heller Baumwolle gefertigten
Chemisen (so bezeichnet aufgrund ihres hemdartigen Schnitts) wurden mit
Unterröcken, einem Unterkleid oder einem fleischfarbigen Trikot
getragen. Die neue, leichte Kleidung wurde gegen Ende des 18.
Jahrhunderts in England kreiert und orientierte sich an antiken
Vorbildern (Mode à la grecque). Anstelle von Künstlichkeit in Form von
Korsett und Reifrock traten nun die im Zuge der Aufklärung und der
Wiederentdeckung der klassischen Antike propagierten Ideale von
Einfachheit, Bequemlichkeit und Natürlichkeit.

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  • Titel: Chemise
  • Ersteller: Oldenburger Land, Deutschland
  • Datierung: um 1810
  • Entstehungsort: Oldenburger Land, Deutschland
  • Typ: Kleid
  • Originalquelle: http://www.landesmuseum-ol.de/
  • Rechte: Niedersächsisches Landesmuseum Oldenburg
  • Material: Feiner, weißer Baumwollbatist mit Weiß- und Silberstickerei, geklöppelte Tüllapplikationen, unter der Brust weißes Seidenband, umsäumt mit cremefarbenem Seidenatlas.

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