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Eine junge Dame sitzt in häuslichem Ambiente auf einem Stuhl und hebt ein Glas Wein, als wolle sie auf uns trinken. Ein Herr scheint sie dazu aufzumuntern, das alkoholische Getränk zu sich zu nehmen. Ein zweiter Begleiter schläft in der hinteren Ecke des Raumes. Sollte er ursprünglich als Anstandsdame für den Besuch dienen? Das Sujet der Szene erscheint mehrdeutig. Vermeer lässt es offen, ob das Mädchen verführt wird oder ob sie die Situation kontrolliert.
Das Gemälde weist viele Ähnlichkeiten mit "Das Glas Wein" in Berlin auf. Die Abmessungen der Leinwände sind identisch, in Braunschweig als Hochformat eingesetzt. Es scheint, dass Vermeer in der Braunschweiger Fassung seine frühere Komposition des Berliner Bildes geändert und verbessert hat. Der Fokus liegt nun eindeutig auf dem jungen Mädchen, das den Betrachter gezielt anspricht. Die Atmosphäre weichen Tageslichts wird verstärkt, Vermeer arbeitet hier mit einem sehr glatten Malgrund. Die leuchtende Farbgebung konzentriert sich auf die Grundfarben Rot, Blau und Gelb, gipfelnd im zinnoberroten modischen Kleid des Mädchens. Vermeer zeigt auf brillante Weise das Spiel von Licht und (bunten) Schatten, wobei er auch ausgiebigen Gebrauch von dem teuren Ultramarinblau-Pigment macht, sogar für die Untermalung großer Teile seines Gemäldes.

Details

  • Titel: Das Mädchen mit dem Weinglas
  • Ersteller: Johannes Vermeer van Delft
  • Datierung: 1658/1659
  • Abmessungen: w67 x h78 cm
  • Herkunft: Herzog Anton Ulrich-Museum
  • Typ: Gemälde

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