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Der heilige Augustinus im Gespräch mit der heiligen Monika

Hans von Kulmbachum 1519

Kunsthalle Bremen

Kunsthalle Bremen

Die Federzeichnung von Hans von Kulmbach, eigentlich Hans Suess, entstand als ein Entwurf für ein noch heute erhaltenes, 1519 datiertes Fenster im Hallenchor von St. Sebald in Nürnberg. Sie zeigt den Heiligen Augustinus als Bischof, zu seinen Füßen ein Kind, sowie dessen Mutter, die Heilige Monika, die Augustinus kurz vor ihrem Tod zum Christentum bekehrt hatte. Der Löffel in der Hand des Kindes, der symbolisch für die Unmöglichkeit steht, ein Meer auszuschöpfen, unterstreicht, wie schwierig ihre Bekehrung war. Das Gespräch der beiden frühchristlichen Heiligen findet in einer offenen Säulenhalle der Renaissance statt. Genauso leicht und modern sind die die Natürlichkeit der Figuren hervorhebenden Federstriche und Pinsellavierungen. Diese lassen die Zeichnung in das zweite Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts datieren und Hans von Kulmbach zuordnen. Kulmbach war ein wichtiger Schüler und enger Vertrauter Albrecht Dürers. Die Federzeichnung schuf er zu einem Zeitpunkt, als er bereits eine eigene Werkstatt in Nürnberg unterhielt. Bei der Ausführung der Glasarbeit arbeitete er wie Dürer eng mit Veit Hirschvogel zusammen; in diesem Fall sind jedoch deutliche Unterschiede zwischen dem Entwurf und dem fertigen Fenster festzustellen.

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  • Titel: Der heilige Augustinus im Gespräch mit der heiligen Monika
  • Ersteller: Hans Süss von Kulmbach
  • Datierung: um 1519
  • Abmessungen: 309.0 x 200.0 mm
  • Typ: Zeichnung
  • Rechte: Kunsthalle Bremen - Der Kunstverein in Bremen. Kupferstichkabinett
  • Material: Feder in Braun, grau und braun laviert, über Bleigriffel

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