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Der Kultwagen von Kition

UnbekanntSpätzyprisch III, 12. Jahrhundert v. Chr.

Neues Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Neues Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Nach Angabe des Vorbesitzers stammt der Kesselwagen aus der Nähe von Larnaka, dem antiken Kition. Ähnliche Kesseluntersätze, die in der ausgehenden Bronzezeit besonders beliebt waren und in kultischem Zusammenhang benutzt wurden, fand man auch in Enkomi (in der Nähe des heutigen Salamis) und anderen Orten auf Zypern.
Der bewegliche Untersatz für einen Kessel besteht aus einem viereckigen Aufbau, auf dessen Ecken kleine plastische Vögel sitzen. Den oberen Abschluss bildet ein ringförmiger Aufsatz, der mit Doppelspiralen in durchbrochenem Relief verziert ist. Ebenfalls in »à jour«- Technik sind die Reliefs der vier Bildfelder gearbeitet, in denen jeweils zwei antithetisch angeordnete Sphingen eine Säule flankieren.
Seit der Bronzezeit war Kupfer in Barrenform der wichtigste Exportartikel der Insel Zypern, die sich zu einer bedeutenden Handelsmacht im östlichen Mittelmeer entwickelte. Der Rohstoff wurde auch auf Zypern selbst in bestimmten Zentren wie Enkomi und Kition weiterverarbeitet. Dabei gelangten die zyprischen Metallurgen zu einer hohen technischen Vollendung und künstlerischen Fertigkeit bei der Herstellung bronzener Statuetten, Geräte und Gefäße, plastisch verzierter Stabdreifüsse und Kesselwagen mit durchbrochenen Reliefs.

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  • Titel: Der Kultwagen von Kition
  • Ersteller: Unbekannt
  • Datierung: Spätzyprisch III, 12. Jahrhundert v. Chr.
  • Herkunft: Erworben 1900
  • Typ: Kesselwagen
  • Material: Bronze
  • Sammlung: Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Inv. Nr.: Misc. 8947
  • ISIL Nr.: DE-MUS-814319
  • Externer Link: Neues Museum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Foto © Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin, Ingrid Geske. || Text © Staatliche Museen zu Berlin, Die Antikensammlung: Altes Museum, Neues Museum, Pergamonmuseum, Eine Publikation der Antikensammlung der Staatliche Museen zu Berlin herausgegeben von Agnes Schwarzmaier, Andreas Scholl, and Martin Maischberger, S. 284-287, || Text: Sylvia Brehme, Übersetzung: Stephanie Pearson.

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