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Der Sturz des Phaethon

Georg Pencz1534/1534

Museen der Stadt Nürnberg

Museen der Stadt Nürnberg

Gebundene Leimfarbe oder Tempera auf Leinwand. Die bekannteste Schilderung dieser mythologischen Erzählung findet sich in den "Metamorphosen" des römischen Schriftstellers Ovid, die der Maler, Zeichner und Kupferstecher Georg Pencz sich zum Vorbild für seine Darstellung nahm: Phaethon lenkt den Sonnenwagen seines Vater Sol, des Sonnengottes, über den er die Kontrolle verliert und dadurch die Erde in Brand setzt. Um Schlimmeres zu verhindern, schleudert Jupiter einen seiner Blitze auf den Jungen, der getroffen zu Tode stürzt. Diese Art eines Deckengemäldes war hinsichtlich seiner Konzeption zu Zeiten Georg Pencz' etwas vollkommen Neues: Zwanzig Leinwandbilder auf Keilrahmen bilden ohne die sonst übliche Kassettenunterteilung ein großes Gemälde, das den gesamten Raum überspannt und so ein lückenloses Fresko vortäuscht. Es ist damit eines der frühesten illusionistisch angelegten Deckengemälde nördlich der Alpen und stellt im gesamten europäischen Raum eine Novität dar.

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  • Titel: Der Sturz des Phaethon
  • Ersteller: Georg Pencz
  • Datum: 1534/1534
  • Herkunft: Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal
  • Typ: Deckengemälde

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