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Der Telephosfries auf der Südseite des Altarhofs: Telephos bedroht den kleinen Orest

Unbekannt2. Viertel 2. Jh. v. Chr.

Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin

Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin

Die Griechen nehmen den Unbekannten zunächst gastlich auf. Als Telephos sich aber zu erkennen gibt, entsteht eine so gefahrvolle Situation für ihn, dass er sich auf den Altar des Hauses flüchten muss, wo ihm Asyl und Unversehrtheit sicher sind. Den Sohn des Hauses, den kleinen Orest, nimmt er als Geisel. Die dramatische Situation wird auch im Aufbau des Bildes [...] sichtbar. Der Altar ist schräg in den Raum gestellt. Telephos sitzt mit weit auseinander gespreizten Beinen darauf. Sein Körper ist heftig nach rechts vorn gebeugt, den Kopf hatte er zur linken Seite gedreht. Er hält das zappelnde Baby mit dem Kopf nach unten unter dem linken Arm und bedroht es mit der geballten rechten Faust. Sein Mantel fällt im Rücken herab und bauscht sich auf dem Altar. Ein flaches Band am linken Oberschenkel deutet den Verband der Wunde an. Die Bewegung des Telephos wiederholt sich in der Figur der Amme, die neben dem Altar erschrocken in die Knie gebrochen ist. Weiter links eilt Agamemnon herbei, als König kenntlich am Zepter in seiner linken Hand. Von ihm ist auch der Kopf erhalten. Das Gesicht, von langen Locken umrahmt, spiegelt seine Erregung. Die Wunde des Telephos wird geheilt. Sie schließt sich durch einige Späne von der Lanze des Achill. Diese Szene gehört zu den vollständig verlorenen Teilen des Frieses.

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  • Titel: Der Telephosfries auf der Südseite des Altarhofs: Telephos bedroht den kleinen Orest
  • Ersteller: Unbekannt
  • Datierung: 2. Viertel 2. Jh. v. Chr.
  • Ort: Pergamon / Türkei
  • Abmessungen: w97 x h92.5 x d28 cm
  • Typ: Fries
  • Material: Marmor
  • Sammlung: Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Inv.-Nr.: T.I. 72
  • ISIL Nr.: DE-MUS-814319
  • Externer Link: Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyrights: Foto © bpk - Foto Agency / Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Johannes Laurentius || Text © Verlag Philipp von Zabern / Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Volker Kästner

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