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Das Münnerstädter Hochaltarretabel wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg durch einen barocken Aufbau ersetzt. Dennoch blieb nahezu der gesamte figürliche Bestand des Werks von 1490–1492 erhalten, um in unterschiedlichem Zusammenhang wieder verwendet zu werden. Die Vier Evangelisten, in ihrer künstlerischen Qualität herausragende Bestandteile des Riemenschneider- Retabels, gelangten 1706 neu versilbert an die Kanzel. Matthäus und Johannes sind in antikisierender Gewandung wie dergegeben und darin als Jünger Christi und unmittelbare Zeugen seines Wirkens von Markus und Lukas – den Schülern von Petrus und Paulus – unterschieden, die in spätmittelalterlicher Gelehr-tentracht, auf dem Haupt das Birett, auftreten. In der Schilderung unterschiedlicher Verhaltensweisen gegenüber der Offenbarung gelangt ein Reichtum an Einzelbeobachtungen zur Anschauung.

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