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Dose

Unbekannt1. Hälfte 19. Jahrhundert

Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin

Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin

Getriebene Dose aus Silber mit graviertem/ziseliertem Dekor. Der Deckel der runden Dose ist durch konzentrische Kreise gegliedert. Im Zentrum erscheint in der Form eines magischen Quadrates die Basmala, die Anrufung Gottes „Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes“. Die Inschriften in den folgenden Kreisen geben innen Koranverse aus den Suren 112 und 61 wieder, während im großen Außenkreis Verse aus Sure 68 erscheinen. Auf der Wandung der Dose verläuft ein schiitisches Gebet.
Der Deckel ist mit einem kleinen Scharnier befestigt; seitlich sind zwei herzförmige Ösen befestigt. Im Boden befindet sich der wohl später hinzugefügte Vermerk „Kerbela März 1849“. Die Stadt Kerbela im Irak zählt zu den heiligsten Orten der Schiiten.
Derartige dosenförmige Behältnisse wurden für Miniaturkorane oder Gebete verwendet, die dann mit einem Riemen oder Band am Oberarm befestigt und von Männern als Amulett getragen wurden (vgl. I. 3618).

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Details

  • Titel: Dose
  • Ersteller: Unbekannt
  • Datierung: 1. Hälfte 19. Jahrhundert
  • Ort: Irak
  • Material: Silber, getrieben, graviert/ziseliert
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Inv.-Nr.: I. 6175
  • ISIL Nr.: DE-MUS-814517
  • Externer Link: Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyrights: Foto © Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Christian Krug

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