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Friedland, Sagan und Mecklenburg: Albrecht von Wallenstein (Waldstein)

Albrecht von Wallenstein (1625-1634), Herzog von Friedland, ab 1629 auch Herzog von Mecklenburg1630

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Vorderseite: ALBERT D G DVX ME-GA FRID ET SA PR VA [Albert von Gottes Gnaden Herzog von Mecklenburg, Friedland und Sagan, Fürst zu Wenden]. Drapiertes Brustbild des Albrecht von Waldstein in der Vorderansicht. Unten das Münzmeisterzeichen Sonne mit eingeschriebenem Gesicht (Georg Reick).

Rückseite: COM SVER DO ROS - ET STARGAR 1630 [Graf zu Schwerin, Herr zu Rostock und Stargard]. Fürstenhut über Wappenschild: Büffelkopf, Adler, Engel und Löwe, Büffelkopf im Profil, quadrierter Löwenschild, quer geteilter Schild, Greif, geharnischter Arm mit Diamant. Außen die Kette des Ordens vom Goldenen Vlies.

Kommentar: Wappenschilde: Büffelkopf (Mecklenburg), Adler (Friedland), Engel und Löwe (Sagan-Flinsberg), Büffelkopf im Profil (Wenden), quadrierter Löwenschild (das Stammwappen Waldstein), quer geteilter Schild (Schwerin), Greif (Rostock), geharnischter Arm mit Diamant (Stargard). - Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein (Wallenstein), geb. 1583, ist der bekannteste Feldherr des Dreißigjährigen Krieges. Er kämpfte seit dessen Beginn im Jahre 1618 auf der Seite der Katholischen Liga und des Kaisers Ferdinand II. und machte im Verlauf der 1620er Jahre eine steile Karriere. Seit 1625 war er kaiserlicher General und erhielt neben der Erhebung in den Reichsfürstenstand bedeutende Territorien und Privilegien. Seinen böhmischen Stammsitz Gitschin baute er zu einem Musterbetrieb des Absolutismus aus. Sein Machtzuwachs und Reichtum - sein hinterlassener Besitz wurde auf 10 Millionen Rheinische Gulden geschätzt - schuf ihm allerdings Feinde am Wiener Hof, welche den misstrauisch gewordenen Kaiser die Ermordung Wallensteins am 25. Februar 1634 in Eger gutheißen ließen. Wallenstein ließ in Gitschin in Gold wohl nur Dukaten und ihre Vielfachen prägen, darunter Doppeldukaten, sowie fünffache und zehnfache Stücke. Dieser Berliner Portugalöser gehört nicht nur zu den schwersten Geprägen Wallensteins, er ist auch deshalb bedeutsam, weil er mit der Nennung des mecklenburgischen Herzogtitels zu den eher seltenen Geprägen des 'Friedländers' gehört. Das Herzogtum Mecklenburg war Wallenstein 1630 vom Kaiser übertragen worden.

Literatur: A. Meyer, Albrecht von Wallenstein (Waldstein) Herzog von Friedland und seine Münzen (1886) 81 Nr. 195 Taf. 4 (dieses Stück); E. Nohejlová-Prátová, Das Münzwesen Albrechts von Wallenstein (1969) Taf. 4,36; A. L. und I. S. Friedberg, Gold coins of the world from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) 141 Nr. 142. - Zum Münzmeisterzeichen vgl. E. Nohejlová-Prátová (1969) 18-21.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: http://ikmk.smb.museum/object?id=18201936

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  • Titel: Friedland, Sagan und Mecklenburg: Albrecht von Wallenstein (Waldstein)
  • Ersteller: Albrecht von Wallenstein (1625-1634), Herzog von Friedland, ab 1629 auch Herzog von Mecklenburg
  • Datierung: 1630
  • Ort: Tschechische Republik
  • Typ: Münze
  • Sammlung: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin
  • Inv.-Nr.: 18201936
  • ISIL-Nr.: DE-MUS-814819
  • Externer Link: Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Foto: © Byzantinische Sammlung | Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

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