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Bereits während der Weimarer Studienzeit entstand dieses frühe Meisterwerk des Malers. Noch fremden Einflüssen unterliegend, läßt es Künftiges doch erahnen. 1871 hatte Liebermann mit Theodor Hagen den Modemaler Mihaly Munkácsy in Düsseldorf besucht. In dessen Atelier sahen sie das fast vollendete Gemälde »Charpiezupferinnen«, das Liebermannn nachhaltig beeindruckte. Als ein Freund von einer Studienfahrt die Zeichnung Gänse rupfender Frauen mitbrachte, hatte Liebermann sein Motiv gefunden.Von dieser Vorlage übernahm er die Gesamtkomposition und von Munkácsy die Malweise. Detailstudien für das Bild fertigte er in Weimar an, als Vorlage für die männliche Figur verwendete er seine Zeichnung des letzten Kutschers von Goethe – Liebermanns Studentenwohnung in Weimar befand sich gegenüber dem Goethehaus. »Gänserupferinnen« ist das erste Bild, das der 25jährige Liebermann öffentlich ausstellte. Es wurde wegen des ›ärmlichen‹ Motivs und der dunklen Farbigkeit abgelehnt und verspottet; in dem Eisenbahnmillionär Strousberg aber fand es einen Käufer. Mit dem Erlös reiste Liebermann nach Paris und sah dort erstmals Bilder von Millet und Courbet.

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  • Titel: Gänserupferinnen
  • Ersteller: Max Liebermann
  • Datierung: 1872
  • Abmessungen: w172.0 x h118.0 cm
  • Typ: Gemälde
  • Technik und Material: Öl auf Leinwand
  • Sammlung: Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
  • Künstlerdaten: 1847-07-20/1935-02-08
  • Künstlerbiographie: Max Liebermann was a German-Jewish painter and printmaker. Together with Lovis Corinth and Max Slevogt he was a key figure in German Impressionism. After having studied law and philosophy at the Berlin’s Humboldt University, he began his training as an artist, first in Weimar (in 1869), then in Paris, as well as in the Netherlands (from 1876 to 1877), during which time he copied the works of Frans Hals. After having served in the Franco-Prussian War (1870–71) he made his first journey to Italy to study the compositions of Carvaggio and Bellini. He lived and worked in Munich before finally settling down permanently in Berlin. It was here that he became famous for his portraits, mostly of the bourgeoisie, which were deeply influenced by Édouard Manet. Liebermann became the leader of the Berlin Secession in 1899 and president of the Prussian Academy of Arts in 1920. He is known for such works as the 'Bathing Boys' (1900).
  • Künstler Sterbeort: Berlin, Deutschland
  • Künstler Geburtsort: Berlin, Deutschland
  • Inv.-Nr.: A I 524
  • ISIL-Nr.: DE-MUS-815114
  • Externer Link: Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyrights: Text: © Prestel Verlag / Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Photo: © b p k - Photo Agency / Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Andres Kilger

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