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Hekate

Unbekanntum 1500

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Zu den künstlerisch bedeutendsten und thematisch ungewöhnlichsten Kleinbronzen der Renaissance zählt die in energischem Schritt weit ausschreitende Frauenfigur, die mit einem langen, gegürteten Gewand bekleidet ist. In den Händen hält sie Attribute, die später ergänzt wurden: in der vorgestreckten Linken ein brennendes Herz, in der gesenkten Rechten eine Fackel. Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei der dreiköpfigen Gestalt um Hekate, die der Paduaner Humanist Pierio Valeriano als eine Verschmelzung des Mondes mit Diana und Proserpina bezeichnete. Die Kleinbronze lässt sich bereits im Inventar der Sammlung des humanistisch gebildeten Patriziers und Kunstchronisten Marcantonio Michiel (1484–1552) nachweisen, in dem »una figura con tre faccie« aufgeführt ist. Der drei verschiedene Lebensalter symbolisierende Kopf der Bronzefigur lässt allerdings auch die Deutung als Prudentia – als Allegorie der Weisheit – zu, wobei die verschiedenen Gesichter Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft symbolisieren.

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