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Jakob Muffel

Albrecht Dürer1526

Renaissance und Reformation. Deutsche Kunst im Zeitalter von Dürer und Cranach

Renaissance und Reformation. Deutsche Kunst im Zeitalter von Dürer und Cranach

Der Nürnberger Patrizier Jakob Muffel gehörte der städtischen Elite an und hatte 1502 und 1514 das Amt des Bürgermeisters inne. Er war mit dem genau gleichaltrigen Dürer befreundet, bei dem er das Bildnis kurz vor seinem im Frühjahr 1526 erfolgten Tod bestellt haben muss. Es ist eines von Dürers letzten Porträtgemälden und zeigt seinen monumentalen späten Stil. Ausgehend von einer nicht erhaltenen Porträtzeichnung, hat der Maler die Plastizität des Kopfes und das ausgeprägte Relief der Gesichtszüge kraftvoll modelliert. Zugleich geht Dürer den feinsten Einzelheiten der Physiognomie nach und arbeitet die Beschaffenheit der verschiedenen Oberflächen, etwa der glänzenden Augen, des weichen, dichten Pelzes oder des gestärkten Hemdes brillant heraus.

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Details

  • Titel: Jakob Muffel
  • Ersteller: Albrecht Dürer
  • Datierung: 1526
  • Abmessungen: 48 × 36 cm
  • Technik und Material: Holz, auf Leinwand übertragen
  • Sammlung: Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie
  • Provenienz: 1867 Sammlung Schönborn, Pommersfelden; 1883 in Paris erworben
  • Künstlerdaten: 1471 Nürnberg–1528 Nürnberg
  • Künstlerbiographie: Dürer, zunächst in der väterlichen Goldschmiedewerkstatt ausgebildet, ging ab 1486 bei dem Maler Michael Wolgemut in die Lehre. Seine Gesellenzeit 1490/95 führte ihn an den Oberrhein und nach Norditalien, wohin er 1505/07 (Venedigaufenthalt) ein zweites Mal zurückkehrte. 1520 unternahm er eine Reise in die Niederlande. Dürers Druckgrafiken, seine wichtigste Einnahmequelle, machten ihn europaweit bekannt und das Monogramm AD zum Qualitätssiegel. Seine reiche malerische Produktion umfasst u.a. Altarwerke, Bildnisse – insbesondere des Nürnberger Patriziats – und Selbstporträts. Kaiser Maximilian I. vergab wichtige Aufträge an Dürers Werkstatt, wo Hans Baldung, die Brüder Beham und Hans Schäufelein arbeiteten. Dürer, stets in Kontakt mit bedeutenden Humanisten, befasste sich auch schreibend mit Fragen der Kunsttheorie, vor allem der Proportionslehre. Bereits zu Lebzeiten galt er als künstlerisches Universalgenie.
  • Inv.-Nr.: 557 D
  • ISIL-Nr.: DE-MUS-017018
  • Externer Link: http://www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/gemaeldegalerie/home.html
  • Copyright: Foto © Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders; Text © Renaissance and Reformation: German Art in the Age of Dürer and Cranach, A Cooperation of the Los Angeles County Museum of Art, the Staatliche Museen zu Berlin, the Staatliche Kunstsammlungen Dresden, and the Bayerische Staatsgemäldesammlungen München, Catalogue of the Exhibition at the Los Angeles County Museum of Art, Nov 20, 2016 – March 26, 2017, Munich: Prestel, 2016; Kat. Nr. 99 / Stephan Kemperdick
  • Ausstellungskatalog: https://prestelpublishing.randomhouse.de/book/Renaissance-and-Reformation/Stephanie-Buck/Prestel-com/e504919.rhd

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