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Jenny-Spinnmaschine

Ludwig Hölscher1860/1860

Deutsches Museum

Deutsches Museum

Auf dieser Spinnmaschine können 60 Fäden gleichzeitig gesponnen werden. Dies machte die Maschine wesentlich produktiver als die damals gebräulichen Handspinnräder und Flügelspinnräder. So arbeitet man an der Maschine: Die Spinnerin klemmt die Vorgarnfäden mit der "Presse" über die ganze Breite ein und fährt den Wagen aus: das Vorgarn ist nun verstreckt. Die Spinnerin kurbelt nun am Handrad, über die Spindeln erhalten die Fäden ihre Drehung. Beim Einfahren des Wagens wickelt sie die gesponnen Fäden auf. Der Vorgang beginnt aufs Neue. Der Engländer James Hargreaves erfand diese Spinnmaschine. Seine erste "Jenny" von 1767 hatte 8 Spindeln. Wenige Jahre später waren Jenny-Spinnmaschinen mit bis zu 100 Spindeln in Gebrauch. Als die Erfindung bekannt wurde, trieb die Angst vor dem Verlust ihres kargen Lohnes viele Handspinner auf die Straße. Sie bestürmten das Haus von Hargreaves, zerstörten seine Spinnmaschine und drohten ihm Gewalt an. Schließlich verließ der seine Heimatstadt Blackburn. In den folgenden Jahrzehnten benutzen jedoch viele Handspinner die "Jenny" oder die daraus entwickelte vollmechanische Feinspinnmaschine (Selfaktor). Beide arbeiteten aber nicht kontinuierlich und eigneten sich deshalb nicht für das "neue Fabrik- oder Factoreysystem" des 18./19. Jahrhunderts. Stifter: Preußische Höhere Fachschule für Textilindustrie, Cottbus

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  • Titel: Jenny-Spinnmaschine
  • Ersteller: Ludwig Hölscher
  • Datum: 1860/1860
  • Ort: Bramsche

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