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Kelchblattkapitell

Unbekannt1. Drittel 13. Jahrhundert

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Das rein ornamentale Kapitell ist vollrund und von allen Seiten identisch gearbeitet. Über einem gerundeten Wulst wachsen vier stilisierte Palmetten empor, die jeweils in einer Eckknolle enden; die Kanten werden durch diamantierte Stängel markiert.
Aufgrund der Maße und allseitigen Ausarbeitung dürfte das Kapitell zu einer Kleinarchitektur gehört haben, einem Baldachin oder einer Arkatur. Vielleicht stützte es einst die Arkaden des Doppelfensters einer Hausfassade; die Beschädigungen dürften jedenfalls auf Witterungseinwirkungen zurückzuführen sein.
Das Kapitell zeigt in vereinfachter Form das Vokabular der spätromanischen Kölner Bauskulptur. Kelchform, Palmetten mit Eckknollen und vertikale Diamantbänder als Blattstängel gehören zum Allgemeingut jener Zeit.

(Auszug aus: Tobias Kunz, Bildwerke nördlich der Alpen. 1050 bis 1380. Kritischer Bestandskatalog der Berliner Skulpturensammlung, Petersberg, Michael Imhof Verlag 2014)

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  • Titel: Kelchblattkapitell
  • Ersteller: Unbekannt
  • Datierung: 1. Drittel 13. Jahrhundert
  • Typ: Kapitell
  • Material: Kalkstein
  • Sammlung: Skulpturensammlung | Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Objekterwerb: Erworben 1906 bei L. Massart in Köln.
  • Inv.-Nr.: AE 513
  • ISIL-Nr.: DE-MUS-815614
  • Externer Link: Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Foto: © Skulpturensammlung | Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Tobias Kunz

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