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Kesselkapitell

Unbekannt6. Jahrhundert

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Das Kapitell besteht über dem als Taustab gebildeten Halsring aus einem korbförmigen Kapitellkörper, auf dem unvermittelt eine hohe, zu den Seitenmitten eingezogene Deckplatte (Abakus) mit klotzförmigen Mittelknäufen aufsitzt. Die Mittelsenkrechte der Kapitellseite bilden zwei zu Schlaufen verschlungene Ranken, von denen waagerecht gezackte Blattlappen von Akanthus wegstreben, deren Spitzen sich untereinander und mit denen der benachbarten Seiten berühren. Mit Blättern sind auch die Abakusknäufe belegt.
Breite, rechtwinklige, senkrechte Einlassungen auf zwei gegenüberliegenden Seiten beweisen, dass das Kapitell in einer Tür oder Fensteröffnung saß. Die Schlitze dienten zur Aufnahme des hölzernen Rahmens. Dass diese Vertiefungen ursprünglich sind, geht daraus hervor, dass der Reliefschmuck auf diese Vertiefungen Rücksicht nimmt.
Die Anordnung der Akanthusblätter wie auch das tiefe Zurückarbeiten der Zwischenräume zwischen den Blättern ahmt vereinfachend iustinianische Vorbilder aus der Hauptstadt des byzantinischen Reiches, aus Konstantinopel nach, wie sie etwa in der Hagia Sophia erhalten sind; provinziell wirkt aber die Art, in der die Deckplatte plump und unorganisch dem Kapitellkörper aufgesetzt ist.

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  • Titel: Kesselkapitell
  • Ersteller: Unbekannt
  • Datierung: 6. Jahrhundert
  • Typ: Kapitell
  • Material: Kalkstein
  • Sammlung: Byzantinische Sammlung | Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Inv.-Nr.: 4468
  • ISIL-Nr.: DE-MUS-815614
  • Externer Link: Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Foto: © Byzantinische Sammlung | Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Antje Voigt

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