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Kugelspiel mit Szenen von Wagenrennen

Unbekanntum 500

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Das Kugelspiel wurde 1834 beim Hippodrom von Konstantinopel gefunden. An drei Seiten schildern Reliefs Ereignisse eines Renntages.
Rechte Seite von oben nach unten: Pferdestatue, Aulosspieler und Männer beim Hissen des Banners, Zirkusdiener an der Losmaschine beim Auslosen der Gespanne, Beginn des Wagenrennens. Unter der Kugelbahn Verfolgungsjagd zweier Viergespanne.
Linke Seite von unten nach oben: Ankunft des siegreichen Gespanns, Überreichung der Siegespalme und Ehrenumritt des Siegers. In einem Fenster die Büste einer zuschauenden Frau. Zirkusdiener, Musikanten und Tänzer beim Einholen des Banners.
Die Rückseite gibt das Kathisma-Tor wieder, das vom Hippodrom in den Kaiserpalast führte. Oben das ›Amtslokal‹ der Rennbeamten mit angehäuften Kränzen.
Spielautomaten dieser Art wurden 534 durch Kaiser Iustinian I. verboten. In einem erklärenden Kommentar heißt es zu den sog. equi lignei (griech. xylinon hippikon): »Die Wettparteien legten bei diesem Spiel auf den höchsten Punkt dieser Bahnen vier verschieden gefärbte Kugeln, die sie nach unten laufen ließen. Welche von denen durch die Löcher laufenden Kugeln aber zuerst aus dem letzten Loch herauskomme, diese Kugel verschaffe demjenigen, der auf sie gesetzt habe, den Sieg« (Übersetzung: Dieter Roderich Reinsch). Das Berliner Kugelspiel ist eine ›Luxusvariante‹ solcher Spielautomaten und wurde sicher im Hippodrom benutzt, um Wetten abzuschließen.

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Details

  • Titel: Kugelspiel mit Szenen von Wagenrennen
  • Ersteller: Unbekannt
  • Datierung: um 500
  • Typ: Kugelspiel
  • Material: Prokonnesischer Marmor
  • Sammlung: Byzantinische Sammlung | Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Inv.-Nr.: 1895
  • ISIL-Nr.: DE-MUS-815614
  • Externer Link: Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Foto: © Byzantinische Sammlung | Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Antje Voigt

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