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Ländliches Fest im 18. Jahrhundert

Josef Scheurenberg1878

Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin

Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin

Im Zusammenhang mit dem gesteigerten Geschichtsbewußtsein in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs auch in der Malerei das Bemühen um eine möglichst exakte Wiedergabe historischer Details; gleichzeitig spezialisierten sich die Künstler zunehmend auf einzelne Epochen. Der in Düsseldorf geborene und ausgebildete Maler Josef Scheurenberg wandte sich in seinen frühen historisierenden Genrebildern bevorzugt Motiven des Barock oder Rokoko zu. In der Arbeit »Ländliches Fest im 18. Jahrhundert« von 1878 griff er das Motiv der ›fêtes champêtres‹ auf, das durch Antoine Watteau seine vielleicht nachhaltigste Prägung erfahren hatte. Nicht zuletzt mit dem Gitarrenspieler im Vordergrund verweist Scheurenberg auf die Pastoralen des französischen Meisters. Im Park eines Gutshofes zeigt er eine ausgelassene adelige Gesellschaft bei Gespräch, Musik und Spiel. Eine vorbereitende Studie zu dem jungen Paar, das unter einem großen Baum sitzt und dem Gitarrenspieler lauscht, war 1913 auf der Frühjahrsausstellung der Berliner Akademie der Künste zu sehen (Verbleib unbekannt). – Vgl. die zwei Jahre später entstandene, thematisch verwandte Arbeit des Münchner Malers Wilhelm von Diez (»Waldfest«, 1880, Nationalgalerie, Inv.-Nr. A I 313). | Regina Freyberger

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  • Titel: Ländliches Fest im 18. Jahrhundert
  • Ersteller: Josef Scheurenberg
  • Datierung: 1878
  • Abmessungen: 71 x 92 cm
  • Typ: Gemälde
  • Technik und Material: Öl auf Leinwand
  • Sammlung: Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin - Erworben 1971
  • Künstlerdaten: 7.9.1846 - 4.5.1914
  • Inv.-Nr.: A I 935
  • ISIL-Nr.: DE-MUS-815114
  • Externer Link: Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Foto: © Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Jörg P. Anders

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