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Die Aquarellmalerei nimmt in Cézannes Werk einen großen Raum ein, selten hat er die Blätter datiert, und schon 1927 beachtete Roger Fry in seiner grundlegenden Cézanne-Publikation, daß die Technik des Aquarellierens besonders nach 1885 seine Ölmalerei stark beeinflußt habe. Nach einem Studium in Paris lebte Cézanne von 1873 bis 1879 in Auvers-sur-Oise bei Paris, um dann wieder in die Heimat zurückzukehren. Nach Pissarro, der ihn zum Impressionismus führte, war es immer wieder die Natur selbst, die ihn inspirierte. Er liebte es, bis ins Alter, die in der Nähe von Aix liegenden Gegenden zu durchwandern oder mit dem Wagen zu fahren und aquarellierte im Freien Wege, Wälder, Fluß und Berge, den Blick auf L'Estaque oder das Bergdorf Gardanne, wo er sich 1885/86 auch mehrfach länger aufhielt. […] In der fein nuancierten Aquarellmalerei, die er später nicht mehr Naß in Naß handhabte, sondern lasierend – wie sie in Frankreich erst durch Delacroix verbreitet worden war – mit schichtweisem Auftrag in wechselseitiger Überblendung der Farben, räumte er dem freibleibenden Weiß des Papiers eine wichtige Mitsprache ein.

Details

  • Titel: Landschaft mit Dorfkirche
  • Ersteller: Paul Cézanne
  • Datum: 1885
  • Abmessungen: w43.5 x h31 cm
  • Typ: Zeichnung
  • Material: Aquarell über Bleistift auf Papier
  • Sammlung: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Künstler Lebensdaten: 19.01.1839 - 23.10.1906
  • Künstler Geschlecht: Männlich
  • Inv.-Nr.: SZ Cézanne 1
  • ISIL Nr.: DE-MUS-018511
  • Externer Link: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Foto © bpk - Bildagentur / Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Jörg P. Anders │ Text © Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Marie Ursula Riemann-Reyher

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