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Liebespaar mit Teufel und Amor

Bernhard Strigel1503

Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin

Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin

Die lateinische Aufschrift läßt bei der Deutung der Darstellung keine Unklarheit: »lernt von mir, da ich schändlich bin und ganz verdorbenen Herzens«. Jeder der beiden sündig Liebenden, Mann oder Frau, könnte die Worte sprechen. Sie ist jung und schön und hält eine große Geldkatze in der Hand, die der lüsterne Alte ihr gegeben hat. Der Teufel umklammert beide von hinten, was sie aber anscheinend nicht bemerken; sie folgen dem munteren Winken des Amorknaben. – Das moralisierende Thema des »ungleichen Paares« war im frühen 16. Jahrhundert besonders häufig. Als Pendant zur vorliegenden Form gab es auch die alte Frau, die die Liebe eines Jünglings erkauft. – Die dunkle Grundierung des Papiers zeigt, daß man den Bildträger kostbarer erscheinen lassen wollte, als weißes Papier es ist. Die akribisch daraufgesetzte Zeichnung ist als selbständiges Kunstwerk gemeint.

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Details

  • Titel: Liebespaar mit Teufel und Amor
  • Ersteller: Bernhard Strigel
  • Datum: 1503
  • Abmessungen: w17.6 x h22.5 cm
  • Typ: Zeichnung
  • Material: Weiß und rot gehöhte Tuschzeichnung auf schiefergrau grundiertem Papier
  • Sammlung: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Künstler Sterbeort: Memmingen, Deutschland
  • Künstler Lebensdaten: 1460 - 1528.05.04
  • Künstler Geschlecht: Männlich
  • Künstler Geburtsort: Memmingen, Deutschland
  • Inv.-Nr.: KdZ 4256
  • ISIL Nr.: DE-MUS-018511
  • Externer Link: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Foto © bpk - Bildagentur / Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Jörg P. Anders │ Text © Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Hans Mielke

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