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Moas

Naturhistorisches Museum Wien

Naturhistorisches Museum Wien

Dinornithidae. Neuseeland. 1857–1859.

Diese Skelette zweier ausgestorbener Moa-Arten wurden von Ferdinand von Hochstetter während der Novara-Expedition in einer Höhle auf Neuseeland entdeckt und 1859 nach Wien gebracht.

GEHEIMNISVOLLE RIESEN
Mindestens elf verschiedene Moa-Arten lebten einst in den Wäldern Neuseelands. Sie waren reine Pflanzenfresser, hoch spezialisiert und bestens an ihre Umgebung angepasst. Manche Formen wurden über drei Meter hoch und ca. 270 Kilogramm schwer. Lange Zeit waren Adler ihre einzigen natürlichen Feinde.
Als die Polynesier Ende des 13. Jahrhunderts begannen, Neuseeland zu besiedeln, raubten sie durch die Rodung der dichten Waldbestände den Moas nicht nur ihren Lebensraum, sondern machten darüber hinaus eifrig Jagd auf die zutraulichen Tiere. Später zählten Moas auch bei den Maoris zur bevorzugten Jagdbeute. Die riesigen Vögel, die nicht schwimmen konnten, wurden in Seen, Flüsse und ins Meer getrieben und dort erschlagen. Da auch die bis zu 70 Kilogramm schweren Eier ein begehrtes Nahrungsmittel waren und alle Moas jeweils nur wenige Junge aufzogen, waren sie rasch ausgerottet; die großen Arten waren vermutlich schon um die Mitte des 14. Jahrhunderts verschwunden.
Der Geologe und spätere Direktor des k. k. Naturhistorischen Hofmuseums, Ferdinand von Hochstetter, stieß bei seinem neunmonatigen Aufenthalt auf Neuseeland während der Novara-Expedition zwischen 1857 und 1859 nur noch auf Knochenreste. Aus den zahlreichen Funden, die er nach Wien zurückbrachte, wurden unter anderem die beiden vollständigen Skelette eines Riesenmoas, Dinornis maximus, und eines Dickfüßigen Moas, Emeus crassus, zusammengebaut.
Zwar machen in Neuseeland regelmäßig Gerüchte die Runde, in entlegenen Gebieten gäbe es noch immer Moas, aber selbst eine Prämie für ernst zu nehmende Hinweise hat bis heute noch zu keiner Sichtung des „letzten Moas“ geführt.

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  • Titel: Moas
  • Rechte: (c) NHM (Lois Lammerhuber)

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