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Philipp Lenard Tagebuch Nr. 20

Deutsches Museum1895/1896

Deutsches Museum

Deutsches Museum

Philipp Lenard führte seit seiner Kindheit Tagebuch. Im Gegensatz zu den späteren wissenschaftlichen Experimentierbüchern sind die Tagebücher nicht durchgängig erhalten; vielleicht wurden sie auch nicht regelmäßig geführt. 37 Hefte dokumentieren die Jahre zwischen 1878 und 1944, mit einer Lücke in der Zeit von 1909 bis 1919. Die Tagebücher sind in ihren Aussagen wesentlich knapper als die wissenschaftlich geführten Experimentierbücher. Sie berichten über berufliche wie private Angelegenheiten, ohne sehr persönlich zu werden. In der Regel sind die Einträge kurz. Lediglich die Reisetagebücher sind ausführlicher gehalten. Dennoch stellen die Tagebücher eine wertvolle Ergänzung zu den Experimentierbüchern dar und bieten zusätzliche Informationen zu Lenards Werk und Biografie. In zahlreichen Fällen verweist Lenard auf seine Experimentierbücher und sonstige im Nachlass erhaltene Akten. Auffällig ist, dass er manche Verweise offensichtlich noch in späteren Jahren eingefügt hat. Das letzte Tagebuch schließt am 1. Dezember 1944, kurz vor der Evakuierung aus Heidelberg, mit dem Eintrag: »Tagebücher noch mal durchgesehen (die alten)« (vgl. Tagebuch 1935–1944, S. 109). Das zeitlich parallel zum Experimentierbuch E 17 (vgl. Katalog- Nr. 52) geführte Tagebuch Nr. 30 präzisiert die in den Experimentierbüchern teilweise ungenauen Datierungen. So geht daraus hervor, dass Lenard Röntgens erste Mitteilung über seine Entdeckung am 4. Januar 1896 erhielt. Während das Experimentierbuch nur von den folgenden Versuchen spricht, Röntgens Ergebnisse zu reproduzieren, ist das Tagebuch genauer: "1896 […] 6. Röntgens Versuche Strahlen zu erhalten gemacht, ohne Erfolg, mit alten Röhren […] 31. […] Mit der Röhre von Müller-Unkel sogleich die neuen Strahlen erhalten."
218 × 166 mm

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  • Title: Philipp Lenard Tagebuch Nr. 20
  • Creator: Deutsches Museum
  • Date: 1895/1896

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