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Ramasseuses de varech (II) (Bretonische Tangsammlerinnen (II))

Paul Gauguin1889

Museum Folkwang

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Als Paul Gauguin sich 1874 autodidaktisch der Malerei zuwandte, hatte er bereits ein wechselvolles Leben hinter sich. In Paris geboren und in Peru aufgewachsen arbeitete er zunächst als Matrose und Kaufmann. Als Wertpapierhändler einer Pariser Bank (bis 1883) erlangte Gauguin schließlich Ansehen und Wohlstand. Auf Einladung Camille Pissarros und Edgar Degas beteiligte sich Gauguin 1880 erstmals an den Ausstellungen der Impressionisten. Schließlich kündigte Gauguin seine Anstellung und lebte zunächst in Rouen und Kopenhagen, bevor er für kurze Zeit nach Paris zurückkehrte. Von dort ging er 1886 für einen ersten Aufenthalt nach Pont-Aven, an den sich nach seiner Rückkehr aus Martinique 1888 ein zweiter Aufenthalt anschloss. Das Gemälde Bretonische Tangsammlerinnen entstand in einer Zeit, in der sich der Maler vor der Unruhe der bretonischen Malerkolonie von Pont-Aven in das Dorf Le Pouldu zurückgezogen hatte. Die dekorative Kraft der Linien, die in bestimmter und fester Weise die klaren Flächen umreißen, schafft eine für Gauguin neue Monumentalität. Selbst einfachste Tätigkeiten des Alltags erhalten unter seiner Hand eine stille Würde. Er löste sich mit solchen Arbeiten von der analytischen Auffassung der Impressionisten und begab sich auf den Weg einer neuen Synthese, die seinen Kompositionen Festigkeit und Eindeutigkeit verleihen sollten. Gauguin suchte in der Bretagne nach der Ursprünglichkeit eines einfachen, ja primitiven Lebens, das in den Rhythmus der Natur eingebunden war. Nicht zuletzt auch durch die bretonische Volkskunst angeregt, vereinfachte er die Formen seiner Darstellungen und betonte ihre flächenhafte, fast dekorative Wirkung, durch die auch die Bretonischen Tangsammlerinnen charakterisiert sind.

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  • Titel: Ramasseuses de varech (II) (Bretonische Tangsammlerinnen (II))
  • Ersteller: Paul Gauguin
  • Datum: 1889
  • Sammlung: Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Copyrights: © Museum Folkwang
  • Abmessungen: w123,1 x h87 cm
  • Herkunft: Erworben 1903 für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen
  • Typ: Gemälde
  • Material: Öl auf Leinwand

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