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Saal

Grafik: HG Merz und Graphics: HG Merz

Deutsche Staatsoper Berlin

Deutsche Staatsoper Berlin

Der Paulick’sche Saal erzeugte vor der Sanierung nur wenig Klangwärme und erreichte im besetzten Zustand eine Nachhallzeit von lediglich 1,1 Sekunden. Dieser für Musiktheatervorstellungen nicht optimale Wert hatte zwei Ursachen: zum einen das Verhältnis des geringen Raumvolumens zur Anzahl der Zuschauer, zum anderen die Absorption der hohen Frequenzen sowie das Verhindern von Reflexionen durch die zahlreichen Stoffbespannungen im Saal. Um dennoch einen relativ gleichmäßigen Verlauf des Klangs über den gesamten Frequenzbereich zu erzielen, wurden 1955 sogenannte Helmholtz-Resonatoren installiert. Diese Resonatoren bestanden aus hinter unscheinbaren Öffnungen versteckten Hohlräumen, in denen bestimmte tiefe Frequenzen gleichsam »verschluckt« und damit abgemildert wurden. Zusätzlich wurde 1996 eine elektroakustische Anlage zur Verlängerung der Nachhallzeit in den Saal eingebaut: Kleine Mikrofone nahmen die Musik auf, wandelten die Signale in saalspezifische Reflexionen um und spielten sie über kleine Lautsprecher wieder ein. Zwar konnten seitdem längere Nachhallzeiten erreicht werden, jedoch führte der Wunsch der Künstler und vor allem der Musikliebhaber nach einer Raumresonanz schließlich zur Entscheidung, den Zuschauersaal baulich zu vergrößern. Durch den Ausbau einer Nachhallgalerie erhöht sich das Raumvolumen um 3.000 m³ auf insgesamt 9.500 m³ - mit dem Effekt einer spürbaren Erhöhung der Nachhallzeit. Eines der Hauptziele der Sanierung ist darüber hinaus eine deutliche Verbesserung des Sitzkomforts und des Raumklimas.

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Details

  • Titel: Saal
  • Ersteller: Grafik: HG Merz, Graphics: HG Merz

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