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Salbölgefäß, sog. Mantuanisches Onyxgefäß

um 54 n. Chr.

Herzog Anton Ulrich-Museum, 3Landesmuseen Braunschweig

Herzog Anton Ulrich-Museum, 3Landesmuseen Braunschweig
Braunschweig, Deutschland

Das Salbölgefäß zählt zu den Meisterwerken antiker Steinschneidekunst. Aus den Farbschichten des Steins ist ein Fries herausgearbeitet, der antike Gottheiten zeigt, darunter die Fruchtbarkeitsgöttin Ceres im Schlangenwagen. Das Gefährt lenkt Triptolemos, den sie im Ackerbau unterwiesen hat. Vor ihnen liegt Tellus, die Gottheit der mütterlichen Erde. Über der Gruppe schwebt ein weiblicher Genius mit einem Tuch, das auf die Aussaat hinweist. Die übrigen Figuren sind im Zusammenhang mit verschiedenen Opferriten zu sehen, ihre genaue Deutung ist jedoch strittig.
Das zierliche Salbölgefäß war in nachantiker Zeit hochgeschätzt, da man ihm eine Herkunft aus dem Tempel Salomons zuschrieb. Im 16. Jahrhundert ist es in der Sammlung der Markgräfin Isabella d’Este (1474-1539) in Mantua nachweisbar. Nach der Eroberung Mantuas durch die kaiserlichen Truppen (1630) gelangte es in den Besitz Herzog Ferdinand Albrechts von Braunschweig-Bevern (1636-1687). Gemeinsam mit anderen Kostbarkeiten wurde es nach der Beilegung von Erbstreitigkeiten in die Sammlung des regierenden Herzogs Carl I. von Braunschweig-Lüneburg überführt.

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  • Titel: Salbölgefäß, sog. Mantuanisches Onyxgefäß
  • Datierung: um 54 n. Chr.
  • Ort: Rom
  • Abmessungen: diameter 68mm
  • Typ: Gefäß
  • Rechte: Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig, Kunstmuseum des Landes Niedersachsen
  • Externer Link: Externer Link
  • Material: Sardonyx, mehrfarbig, fünfschichtig

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