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Streitkolben

Unbekannt19. Jahrhundert

Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin

Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin

Gegossener Streitkolben aus Eisen mit vergoldetem und goldtauschiertem Dekor. Ein kantig gearbeiteter Stab ist mit einem angeschraubten Stierkopf bekrönt. Der Stierkopf ist hohl; er hat weite Nüstern und gewellte Hörner, die in den Kopf eingesetzt sind. Die Augen sind mit Gold verziert, und über den Nüstern liegt eine goldene Ranke. Auf beiden Seiten des Kopfes bildet die Ranke jeweils ein Medaillon und läuft dann auf dem Hinterkopf zu einem achtzackigen Medaillon mit Kalligraphie zusammen, einer Signatur. Am unteren Ende schließt der Stab mit einem kleinen Knauf, der als vergoldeter Löwe mit Reißzähnen dargestellt ist, ab.
Im Alten Orient wurden Stäbe mit Stier- oder Dämonenkopf als Keule im Kampf verwendet. Durch persische Miniaturmalereien wurden sie – vermutlich irrtümlich - mit Zeremonienstäben von Derwischen in Verbindung gebracht. Seit dem 19. Jahrhundert sind sie Teil der iranischen Folkloretradition.

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  • Titel: Streitkolben
  • Ersteller: Unbekannt
  • Datierung: 19. Jahrhundert
  • Ort: Iran
  • Material: Eisen, Gold, gegossen, tauschiert, vergoldet
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Inv.-Nr.: I. 6583
  • ISIL Nr.: DE-MUS-814517
  • Externer Link: Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyrights: Foto © Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Christian Krug

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