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Teller (Gefäßkeramik) mit den Granatäpfeln

Unbekannt1530 - 1550

Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin

Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin
Berlin, Deutschland

Gebrauchskeramiken aus der westanatolischen Stadt Iznik (das antike Nicäa) in der heutigen Türkei gehören zu den bekanntesten Zeugnissen osmanischer Kunst, die seit dem 19. Jahrhundert zunehmend auch von Europäern gesammelt werden. Ab dem Ende des 15. Jahrhunderts werden in Iznik verschiedenartige Gefäße mit einem hellen, harten Scherben (Quarzfritte) hergestellt, auf den in unterschiedlichen Farben vor allem florale Dekore aufgetragen und mit einer transparenten farblosen Glasur überzogen wurden. Orientieren sich die frühen Iznik-Waren an chinesischem Blau-Weiß-Porzellan, so nimmt im Laufe des 16. Jahrhunderts die Palette an Farben und Dekoren deutlich zu. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts tritt zu Blau, Grün, Mangan und Schwarz ein charakteristisches, kräftiges Rot (sog. Bolus-Rot), das zumeist als Schlicker aufgetragen wurde und sich plastisch abhebt. Der große Teller steht auf einem Ringfuß und weist eine gewölbte Wandung und einen flachen, schmalen Rand auf. Dominierend sind die den Spiegel füllenden sechs großen Granatäpfel in Olivgrün und die Ranken entspringenden Kelchblüten in leuchtenden Blautönen. Darstellungen von Granatäpfeln waren in osmanischer Zeit beliebt, ihre geschuppte Musterung erinnert an gleichzeitige Textilien, z.B. osmanische Seiden.

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  • Titel: Teller (Gefäßkeramik) mit den Granatäpfeln
  • Ersteller: Unbekannt
  • Datierung: 1530 - 1550
  • Ort: Iznik, Türkei
  • Abmessungen: w37,5 x h8 cm
  • Typ: Keramik
  • Material: Quarzfritte, Bemalung unter Glasur
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin
  • Inv.-Nr.: I. 1992.2
  • ISIL Nr.: DE-MUS-814517
  • Externer Link: Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyrights: Photo © bpk - Photo Agency / Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Petra Stüning || Text © Scala Publishers / Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin / Gisela Helmecke

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