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Textilien besaßen im Inka-Reich einen besonderen Stellenwert. Bei diesem Männerhemd – unku genannt – ist die untere Rückenpartie nicht vollständig erhalten. Die eigentlich geschlossenen Seitennähte sind daher durchtrennt. Es ist aus der sehr feinen Wolle des Vicuña – einem wild lebenden Verwandten des Alpakas – gewebt. Das treppenförmig um den Halsausschnitt laufende Muster zeigt stilisierte Schmetterlingspaare. Solche hochwertigen Hemden wurden als Auszeichnung an ranghohe Männer verliehen. Als Geschenke dienten sie auch dem Auf- und Ausbau politischer Allianzen. Die rechteckigen Verzierungen auf Bauchhöhe des Hemds sind vermutlich Teil des tocapu genannten Symbolsystems der Inka. Es wird angenommen, dass die zu ihm gehörenden Muster Auskunft über den gesellschaftlichen Status und die Herkunft des Trägers gaben. Ihre Verwendung unterlag strengen Vorschriften.

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  • Titel: Unku (Männerhemd)
  • Datierung: 15./16. Jh.
  • Typ: Bekleidung
  • Herausgeber: Museum für Völkerkunde Hamburg
  • Rechte: Museum für Völkerkunde Hamburg | Foto: Paul Schimweg
  • Externer Link: Homepage Museum für Völkerkunde Hamburg
  • Material: Vicuña-Wolle
  • erworben: 1920 (als Leihgabe; 1952 erworben)
  • ausgestellt: Schätze der Anden
  • Sammlung: Slg. H. Rödinger
  • Herkunftskontext: Inka-Kultur – Peru

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