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Weibliche Heilige aus einer Grablegung Christi

Unbekanntum 1515

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Berlin, Deutschland

Die beiden prachtvoll herausgeputzten Frauen, kokett in ihrer Haltung und geschmückt mit fantasievoll gestalteten Hauben, wirken wie Figuren aus dem profanen Bereich. Die Kostüme stehen in der Tradition exaltierter Mode, wie sie sich im luxuriösen Milieu des burgundischen Hofes entwickelt hatte und sodann in den zu Burgund gehörigen niederländischen Städten übernommen worden war. In Wirklichkeit stammen diese Standbilder aber aus einer großfigurigen Darstellung der Grablegung Christi, entstanden in einer Brabanter, vielleicht Brüsseler Werkstatt. Sie sind charakteristisch für das Bestreben niederländischer wie zum Teil auch französischer Kunst zu Beginn des 16. Jahrhunderts, mit den christlichen Inhalten zugleich eine glanzvolle Darstellung zeitgenössischen Lebensstiles zu vermitteln. Es handelte sich in diesem Fall um ein für den Export geschaffenes Ensemble. Die beiden Frauengestalten befanden sich zuletzt in Moncheux, einem lothringischen Dorf, dürften jedoch ursprünglich für einen prominenteren Ort bestimmt gewesen sein.

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  • Titel: Weibliche Heilige aus einer Grablegung Christi
  • Ersteller: Unbekannt
  • Datierung: um 1515
  • Typ: Figur
  • Material: Eichenholz, gefasst
  • Sammlung: Skulpturensammlung | Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Inv.-Nr.: 11/69
  • ISIL-Nr.: DE-MUS-815614
  • Externer Link: Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Foto: © Skulpturensammlung | Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Jörg P. Anders

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