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Zwei bemalte Gefäße

Unbekannt6./5. Jahrhundert v. Chr.

Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin

Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin

Die erstmals auf dem Tell Halaf gefundene Buntkeramik gehört zu einer Gruppe, die ungefähr gleichzeitig mit der Töpferware von Samarra in Obermesopotamien und Nordsyrien hergestellt wurde. An Hand der Bemalung kann man verschiedene lokale Varianten und zeitliche Differenzierungen feststellen. Die in einer frühen Entwicklungsphase bemerkbare Vorliebe für naturalistische Tierdarstellungen, wie Leoparden, Stiere, Hirsche, Vögel und Schlangen, wurde abgelöst von einem rein geometrischen Dekor, wie er bei den beiden hier abgebildeten Gefäßen vertreten ist. Die Stierfiguren wurden in dieser Zeit auf stilisierte Stierköpfe reduziert. Die Malfarben, bei denen man zuerst Rot oder Schwarz auf aprikotfarbenem Grund bevorzugte, wurden in der Endphase der Halaf-Buntkeramik zu einer weit gefächerten Polychromie erweitert. Die ausgezeichneten handwerklichen Fähigkeiten der Töpfer werden nicht nur durch die Bemalung, sondern auch durch die Tonqualität der oft dünnwandigen Gefäße sowie durch die perfekte Oberflächenbehandlung und den technisch gut durchgeführten Brand belegt.

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  • Titel: Zwei bemalte Gefäße
  • Ersteller: Unbekannt
  • Datierung: 6./5. Jahrhundert v. Chr.
  • Ort: Tell Halaf (Guazana), Syrien
  • Abmessungen: w16 x h8.5 cm
  • Typ: Gefäß, Keramik
  • Material: Keramik
  • Sammlung: Vorderasiatisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Inv.-Nr.: VA 12402, 12468
  • ISIL Nr.: DE-MUS-815718
  • Externer Link: Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyrights: Foto © bpk - Foto Agency / Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz || Text © Das Vorderasiatische Museum Berlin, herausgegeben von den Staatlichen Museen zu Berlin, Philipp von Zabern, Mainz am Rhein 1992 / Evelyn Klengel-Brandt

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