What a Body

Frogs & Friends

Der Körper der Frösche ist das Resultat von Millionen Jahren Anpassung an die unterschiedlichsten Lebensräume. Erkunde ihr Innerstes!

Der Körper von Amphibien ist das Ergebnis einer Millionen Jahre währenden evolutionären Anpassung an die unterschiedlichste Lebensräume und -umstände.

Eine interaktive Erkundungsreise durch den Froschkörper können Sie in der Frogs & Friends Webdoc unternehmen.

Tarnung, Abwehr, Schutz - die Haut ist das unentbehrliche Multitool der Amphibien

Der Glasfrosch (Hyalinobatrachium iaspidiense) ist sogar fast ganz durchsichtig und vor natürlichem Hintergrund kaum zu erkennen.

Der Pracht-Riedfrosch (Hyperolius viridiflavus) lagert Partikel in seiner Haut ein, die Sonnenstrahlung reflektieren.

Der Feuersalamander nuzt seine grelle gelbe Färbung, um potenzielle Beutegreifer zu warnen: Achtung, ich bin giftig!

Die Augen sind das wichtigste Sinnesorgan. Die Augen der Rotaugenlaubfrösche (Agalychnis callidryas) erlauben gute Sicht auch tief in der Nacht.

Mit der Metamorphose stellen Amphibienlarven ihre Atmung von Kiemen auf Lungen um. Doch auch die weiche Haut ist nicht nur für Feuchtigkeit, sondern auch für den Gasaustausch durchlässig. Viele Amphibien nehmen so einen großen Teil oder sogar die Mehrheit des benötigten Sauerstoffs auf – der lungenlose Salamander Bolitoglossa mexicana atmet sogar ausschließlich über die Haut.

Frösche verstärken ihre Rufe oft durch Schallblasen. Häufig wird der Kehlsack mit Luft gefüllt und aufgeblasen. Dadurch entsteht nicht nur ein größerer Resonanzraum, die Schallwellen werden auch gleichmäßiger nach allen Seiten abgegeben. Laubfrösche erreichen dank ihrer Schallblase eine besonders große Lautstärke.

Alle Amphibien sind Jäger, die sich von Kleintieren aller Art ernähren. Meistens spielt die hoch spezialisierte Zunge dabei eine entscheidende Rolle. Amphibien haben dabei eine Vielzahl an Fangmethoden entwickelt.

Die Zunge ist am Unterkiefer festgewachsen und liegt umgeklappt im Maul. Beim Beutefang wird sie dann herausgeschleudert. Die Beute bleibt einfach an ihr kleben, wird so ins Maul befördert und anschließend im Ganzen einfach herunter geschluckt, wie in diesem Fall von der Mittelmeer-Erdkröte (Bufo bufo spinosus).

Saugnapf, Paddel, Schaufel - die Füße der Amphibien sind an die unterschiedlichsten Aufgaben angepasst und haben dabei eine Vielzahl an Ausprägungen entwickelt.

Beim ostasiatischen Wallace Flugfrosch (Rhacophorus nigropalmatus) sind die Schwimmhäute besonders stark ausgeprägt und können als Fallschirme eingesetzt werden.

Frösche sind bekannt für ihre weiten Sprünge. Das liegt an speziellen Anpassungen ihrer kräftigen Hinterbeine, die sie zu erstaunlichen Leistungen befähigen.

Die Sprungleistungen von Fröschen sind ganz außerordentlich. Einige Arten können bis etwa das Fünfzigfache der eigenen Länge mit einem Sprung zurücklegen. Grund dafür ist der spezialisierte Skelett-Muskel-Apparat der Hinterbeine sowie die Verlagerung der Antriebskraft ans Körperende.

Der Goliathfrosch (Conraua goliath) ist nicht nur der größte Frosch der Welt, er springt auch am weitesten: bis zu fünf Meter mit einem Satz!

Nützen tut es ihm nicht, als beliebte Delikatesse wird er in seiner kamerunischen Heimat stark bejagd und gilt inzwischen als vom Aussterben bedroht.

Frösche verfolgen eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Fortpflanzungsstrategien, die in 39 verschiedene Grundtypen eingeteilt werden.

Sie haben äußerst individuelle Strategien entwickelt, die teilweise nur bei einer Art beobachtet werden können.

Eine der außergewöhnlichsten Strategien hat der Beutelfrosch (Gastrotheca ovifera) entwickelt. Er hütet seine Quappen in einer Hauttasche im Rücken, bis sie sich zu fertigen Jungfrösche entwickelt haben.

Frogs & Friends
Mitwirkende: Geschichte

Eine Ausstellung von Frogs & Friends
Kuratoren: Björn Encke & Annette Kinitz

Die Inhalte entstammen der Frogs & Friends Webdoc Interaktive Exkursion
Art Director: Sebastian Baurmann
Illustration und Animation: Jonas Lieberknecht
Texte: Lena Thiele, Heiko Werning

Fotografien:
Glass frog, Morley Read
Common reed frog, Ryan M. Bolton
Fire salamander, Czesznak Zsolt
Red eyed tree frog, Aleksey Stemmer
Mexican climbing salamander, Kevin Wells
Tree frog showing its throat sac, Suede Chen
Bufo bufo, Bjoern Encke
Flying Wallace’s frog, Stephen Dalton, Minden Pictures
Goliath frog, Fabian von Poser, imageBROKER
Marsupial frog, Michael & Patricia Fogden, Minden Pictures

Gefördert durch die Interactive Media Foundation gGmbh (IMF)

Quelle: Alle Medien
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