1831 bis 1834

Palmettenornamentik im Jenisch Haus

Jenisch Haus, Historische Museen Hamburg

Eine Sammlung der Palmettenornamente des Jenisch Hauses

Der junge Hamburger Franz Gustav Forsmann und der ältere, damals sehr berühmte Karl Friedrich Schinkel aus Berlin waren nicht die einzigen Architekten, die die Palmette als Stilform einsetzten. Zu seiner Zeit wurden viele Stilmittel aus dem Bestand der griechisch-römischen Antike entnommen, da die damals sensationellen archäologischen Grabungen in Pompeji und Herculaneum die Bürger begeisterten.

Verbreitung fand die Palmette als antikes Motiv durch die Musterblattsammlung „Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker“, zusammengetragen in den Jahren 1821 bis 1837 von unterschiedlichen Architekten und Künstlern, u.a. von Schinkel.

Die Palmette ähnelt den fächerförmigen Blättern einer Palme. In der Regel besteht der obere Teil des Motivs aus fünf oder mehreren Blättern oder Blütenblättern. Die Auffächerung verläuft rhythmisch nach oben, aus einer einzigen beinahe dreieckigen Basis.

Die Palmette hat eine weitreichende Geschichte, den Ursprung wohl im alten Ägypten mit einer nachfolgenden Entwicklung durch die Kunst in Europa vor allem in Griechenland.

Die Palmette ist in den meisten künstlerischen Medien bekannt, aber vornehmlich als architektonisches Ornament oder wie hier, als Dekorationselement auf Möbeln.

Ob geschnitzt oder gemalt, es ist sehr häufig Bestandteil des Aufbaus eines Frieses von Grabsteinen, an Säulen, Gesimsen und Decken.

Auf dem Kronleuchter im weißen Saal, der von Karl Friedrich Schinkel entworfen wurde, sind ebenfalls Palmetten zu sehen. Die Ornamentik erinnert an die vergoldeten Fenstergitter des Jenisch Hauses.

Die Vorbilder hierfür finden sich auf einem Pilasterkapitell des Apollontempels in Didyma bzw. auf einem Geison des Athena-Tempels in Priene.

Mitwirkende: Geschichte

Projektkoordination und Umsetzung: Anna Symanczyk, Martina Fritz
Texte: Dr. Nicole Tiedemann
Fotos: Michaela Hegenbarth

Quelle: Alle Medien
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