Residenzgalerie Salzburg ÖSTERREICHISCHER BAROCK

DomQuartier Salzburg | Residenzgalerie Salzburg

Österreichischer Barock
Wegweisend für die österreichische Barockmalerei ist die Kunst Italiens. Die Inspiration vieler heimischer Künstler resultiert aus ihrer Ausbildung im Süden. Aufgrund der Türkenkriege im 17. Jh. setzt die kulturelle Entwicklung in Österreich später an. Erster Auftraggeber der Künstler neben dem Hochadel ist der Klerus, der seine Stifte im Sinne eines umfassenden Gesamtkunstwerkes zu barocken Klosterresidenzen ausbaut. Mitte des 18. Jh.s mündet der Barock im von französischen Schäferszenen beeinflussten Rokoko.

Eine Pestepedemie hat die Stadt heimgesucht und schon einige Opfer gefordert. Nach dem Vorbild des Heiligen Borromäus versucht man mit der Verteilung der Eucharistie die Krankheit zu bekämpfen.

Der Ort des Geschehens wird von Rottmayer klar definiert. Es handelt sich um die Stadt Salzburg. Zu erkennen ist die Kollegienkirche und in der Ferne die Spitze des Untersbergs.

Als Vermittler zwischen dem Dies- und dem Jenseits schwebt der Heilige Borromäus auf einer von Engeln getragenen Wolke.

In der Himmelssphäre wird er von Christus dem Weltenherrscher und seiner Engelsschar in einem gleisenden, hellen Licht empfangen.

Bei diesem Gemälde handelt es sich um eine Ölskizze für eines der Altarbilder der Kollegienkirche in Salzburg. Jenes Altarbild zählt zu den wichtigsten der späteren Werke Rottmayers.

„Nehmet, esset; das ist mein Leib, ... Trinket alle daraus; das ist mein Blut ...“
Sind die Worte Jesu beim letzten Abendmahl. Doch kündigt er auch den Verrat an seiner Person an.

Das sorgt für Aufruhr unter den Aposteln. Maulbertsch zeigt sie mit stark verkürzten Gesichtern und überbordenden Gesten. Einzig Johannes verschläft den Moment. Wer unter ihnen wird die Tat begehen?

Nur ein Apostel blickt herausfordernd aus dem Bild zum Betrachter. Es ist Judas, der hinter seinem Rücken den Beutel mit den dreißig Silberlingen verbirgt.

Der Beutel und der Hund zu Judas Füßen stehen für seinen Verrat. Das Messer vor ihm auf dem Tisch lässt den Ausgang der Geschichte erahnen.

Maulbertsch ausgefeilte Helldunkeltechnik und sein skizzenhaft-expressiver Farbauftrag machen ihn zu einem wichtigen Ideengeber für die österreichische Moderne.

Noch mit Brille auf der Nase und den Kopf auf den Arm gestützt ist ein alter Mann vom Genuss des Weins eingeschlafen. Somit ist er in seiner Position als Anstandswächter nachlässig geworden.

Das zu bewachende Gut ist eine junge Dame, deren lächelnder Blick noch auf dem Schlafenden ruht. Ihre Hand hat sie jedoch bereits einem jungen Galan geben.

Hinter ihr steht eine alte Frau, die als Kupplerin fungiert. Den Finger an den Mund gelegt, mahnt sie zur Vorsicht, um den Bewacher nicht zu wecken und damit das Entkommen des Paares zu gewährleisten.

Die barocke Brunnenskulptur im Hintergrund zeigt einen wasserspeienden Delphin mit breitem Maul in Begleitung zweier Amoretten. Der Ausblick links in den Garten präsentiert eine Venusstatue.

Meeresgeschöpf und Göttin versinnbildlichen und unterstützen die in der Luft liegende Erotik und Verführung. Solche mehrdeutigen Kuppelszenen sind beim Publikum der damaligen Zeit äußerst beliebt.

Meisterwerke. Residenzgalerie Salzburg
Quelle: Alle Medien
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