Wild Planet

Australian Museum

Entdecken Sie Tiere, die in der faszinierenden Ausstellung "Wild Planet" in beeindruckenden Räumlichkeiten gezeigt werden. Die Erde ist unsere Heimat, aber auch die vieler anderer Lebewesen. In der Ausstellung "Wild Planet" erwarten Sie rund 400 der faszinierenden Tierarten, mit denen wir unseren Planeten teilen. In welcher Verbindung stehen sie zueinander? Welchen Einfluss haben wir auf ihre Zukunft? Und in welcher Weise nützen sie uns?Alle Spezies, lebende wie ausgestorbene, sind miteinander verbunden. Wir alle gehören zum Baum des Lebens. "Wild Planet" widmet sich der Erforschung dieses Baums – der Verknüpfung unserer gemeinsamen Ahnengeschichten zu einem Gesamtbild, der Bedeutung der Artenvielfalt und dem Schicksal ausgestorbener Lebewesen.

 
Diese Spezies ist die größte lebende Schildkröte und kann bis zu 250 Kilogramm wiegen. Sie ist außerdem eines der langlebigsten Wirbeltiere und kann in freier Wildbahn über 100 Jahre alt werden. Ein in Gefangenschaft lebendes Tier wurde 170 Jahre alt, vielleicht sogar noch älter.
Die Galapagosinseln wurden im 16. Jahrhundert von Spaniern entdeckt, die sie nach dem spanischen Wort für Schildkröte, "galápago", benannten. Innerhalb des Archipels wurden historisch bis zu 15 Unterarten der Galapagos-Riesenschildkröten nachgewiesen, von denen bis heute allerdings nur elf Unterarten überlebt haben.
Das langsame Wachstum dieser Spezies, ihre späte Geschlechtsreife und der Inselendemismus trugen erheblich zum Rückgang und in einigen Fällen auch zum Aussterben dieser Tiere bei.

 
Dieser erstaunliche Frosch wurde erst in den 1970er Jahren entdeckt. Nur ein Jahrzehnt später verschwand er jedoch auf mysteriöse Weise wieder. Grund dafür war möglicherweise eine Krankheit. Die Weibchen dieser Spezies waren sogenannte "Magenbrüter", die ihre befruchteten Eier hinunterschluckten, sodass sie im Magen heranwuchsen. Während der Brutzeit kam die Verdauung des Weibchens zum Stillstand. Nach rund sechs oder sieben Wochen schlüpften bis zu 25 Jungfrösche aus dem Maul des Weibchens. Vier Tage später arbeitete der Verdauungstrakt des Weibchens wieder ganz normal

 
Geotria australis gehört als Neunaugenart zur Gruppe der primitiven kieferlosen Fische – einer Gruppe, aus der sich alle Wirbeltiere mit Kiefer entwickelt haben sollen. Neunaugen haben Rundmäuler mit Saugscheiben, die mit vielen kleinen Hornzähnen besetzt sind. Ihr Lebenszyklus ist anadrom, das heißt, sie leben im Allgemeinen im Ozean, wo sie andere Fische parasitieren, schwimmen aber zum Laichen ins Süßwasser. Weil die Männchen während der Fortpflanzungsphase an der Unterseite des Kopfs einen vergrößerten Kehlsack haben, werden sie auf Englisch auch "Pouched Lamprey" genannt ("pouch" – Kehlsack, "lamprey" – Neunauge).

 
Diese flugunfähige und nachtaktive Stabschrecke, auch Baumhummer genannt, war auf Lord Howe Island, einer kleinen Pazifikinsel rund 730 Kilometer nordöstlich von Sydney, einmal weit verbreitet. Als im Jahr 1918 jedoch Ratten auf die Insel gelangten, starb die Stabschrecke bis 1935 aus.
Im Jahr 1967 entdeckte Dr. David McAlpine, Mitarbeiter des Australian Museum und jetzt assoziiertes Mitglied eines Forschungsteams, die im englischen Sprachraum "Lord Howe Island Stick Insect" genannte Stabschrecke wieder: Er erkannte ein Exemplar auf einem Foto, das auf Balls Pyramid, einer etwa 23 Kilometer von Lord Howe Island entfernt liegenden Felseninsel, aufgenommen worden war. Anschließend wurden im Jahr 1969 auf Balls Pyramid lebende Exemplare eingesammelt.
 

 
Lungenfische wurden erstmals in dokumentierten Fossilienfunden aus vor etwa 380 Millionen Jahren nachgewiesen. Sie sind Relikte vorzeitlicher Fischgruppen, die mit den Vorfahren von Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren verwandt waren. Der Australische Lungenfisch ist der einzige Überlebende aus der Fischfamilie der Ceratodontidae, die seit dem Dinosaurierzeitalter existieren.
Der Australische Lungenfisch hat nur eine Lunge, alle anderen Lungenfischarten hingegen haben zwei Lungen. Unter den meisten Bedingungen atmet diese Spezies ausschließlich über die Kiemen. Bei zunehmender Austrocknung von Flüssen in Trockenperioden oder bei veränderter Wasserqualität kann der Australische Lungenfisch jedoch an der Wasseroberfläche über seine Lunge auch Luft atmen.

 
Der Beutelwolf oder Tasmanische Tiger sieht wie ein Hund aus, ist aber tatsächlich ein Beuteltier – ein karnivorer Beutler, der eng mit Kängurus verwandt ist. Im Gegensatz zu den meisten anderen Beuteltieren haben sowohl die männlichen als auch die weiblichen Beutelwölfe einen Beutel.
Der Beutelwolf war in Australien einmal weit verbreitet, soll nun aber ausgestorben sein. Auf dem Festland wurde seine Population aufgrund der Konkurrenz zum vor etwa 3.000 Jahren eingeführten Dingo ausgelöscht. Bis in die 1930er Jahre überlebte der Beutelwolf in freier Wildbahn in Tasmanien. Das letzte bekannte Exemplar starb tragischerweise im Jahr 1936 in Gefangenschaft.

 
Der Dodo ist vielleicht eines der weltweit berühmtesten ausgestorbenen Tiere. Dieser flugunfähige Vogel war nur auf der Insel Mauritius zu finden, wo er erstmals im Jahr 1598 von holländischen Seefahrern dokumentiert wurde. Heute ziert er das Wappen von Mauritius. Er fiel der Jagd durch Menschen, dem Verlust des natürlichen Lebensraums und der Konkurrenz mit eingeschleppten Tierarten zum Opfer und wurde in weniger als 100 Jahren ausgerottet.
Es ist nicht genau bekannt, wie der Dodo aussah. In keiner Museumssammlung ist ein vollständiges Exemplar erhalten geblieben und in den Zeichnungen und Gemälden aus dem 17. Jahrhundert variieren die Größe, Form und Farbe erheblich. Wahrscheinlich wurde er etwas über 70 Zentimeter groß.

 
Diese im trockenen Landesinneren Australiens heimische Spezies lebt im Grasland und wird nachts bei der Suche nach Nahrung – Samen und Pflanzen – aktiv. Tagsüber verbirgt sich der Nachtsittich in Spinifexgras oder in dichten Büschen. Mit seinem dezenten Gefieder in den Wüstenfarben Gelb, Grün, Braun und Schwarz ist dieser Vogel perfekt getarnt.
Er ist einer der seltensten australischen Vögel und seit seiner ersten Beschreibung durch John Gould im Jahr 1861 ein ornithologisches Phänomen.

 
Das Zottel-Hasenkänguru oder Mala ist auf dem australischen Festland inzwischen ausgerottet. Die letzten wilden Populationen verschwanden aufgrund von Dürre, Flächenbränden und Nachstellung durch Füchse in den 1980er und frühen 1990er Jahren. Nur auf zwei westaustralischen Inseln und in Gehegen, die gegen Fressfeinde abgesichert sind, existieren noch Populationen von Zottel-Hasenkängurus. Für die Ureinwohner Zentralaustraliens war das Mala eine wichtige Nahrungsquelle und ist heute noch ein sehr wichtiges mythologisches Symbol.

 
Das Rote Rattenkänguru ist das größte Mitglied der Familie der Potoroidae, den engsten Verwandten von Kängurus und Wallabies. Sie sind während der Morgen- und Abenddämmerung aktiv und ruhen tagsüber in flachen, mit Pflanzen bedeckten Nestern. Beim Nestbau nutzen Rattenkängurus ihren Greifschwanz zum Greifen und Transportieren von Nestbaumaterial. Um Fressfeinden aus dem Weg zu gehen, bauen sie Nester an bis zu fünf verschiedenen Orten.

 
Der Kurzschnabeligel ist das in Australien am weitesten verbreitete Landsäugetier und eines von weltweit nur fünf eierlegenden Säugetieren aus der Ordnung der Kloakentiere. Der wissenschaftliche Name Tachyglossus bedeutet "schnelle Zunge". Mit dieser nimmt der Schnabeligel Ameisen, Termiten, Regenwürmer, Käfer und Mottenlarven zu sich.

 
Diese Spezies des Langschnabeligels war in Südostaustralien einmal weit verbreitet, ist aber seit über 10.000 Jahren ausgestorben. Megalibgwilia war groß und robust und wog etwa zehn Kilogramm. Bei Naracoorte in Südaustralien wurden in Höhlenablagerungen mehrere gut erhaltene Schädel dieses Schnabeligels gefunden.


Schnabeltiere leben in Binnengewässern und Süßwasserläufen und sind gut an den aquatischen Lebensraum angepasst: Sie haben Schwimmhäute an den Füßen, ein dichtes, wasserundurchlässiges Fell und einen weichen Schnabel mit Elektrorezeptoren, über den sie elektrische Signale wahrnehmen, die ihre wirbellosen Beutetiere abgeben.
Männliche Schnabeltiere haben an den Hinterbeinen in Knöchelhöhe einen spitzen Giftsporn, den sie vor allem in der Paarungszeit gegen Rivalen einsetzen – sie stechen aber auch andere Tiere, die schnell genug sind, um sie zu erbeuten.

 
Das Obdurodon dicksoni war ein großes Schnabeltier aus der Riversleigh-Region in Nordaustralien und besaß einen löffelförmigen Schnabel. Sein Schädel ist eines der am besten erhaltenen Fossilien, die in dieser Region gefunden wurden. Ältere Obdurodon-Spezies sind aus Zentralaustralien bekannt. Das Obdurodon ernährte sich wahrscheinlich von Insektenlarven, Yabbie-Krebsen und anderen Krustentieren und eventuell von kleinen Wirbeltieren wie Fröschen und Fischen. Anders als das rezente Schnabeltier hatten diese Fossilien funktionierende Molaren.

 
Diese riesige gehörnte Schildkröte erreichte eine Länge von bis zu zwei Metern und lebte auf Lord Howe Island, einer kleinen, bewaldeten Insel vor der Küste von New South Wales. Ihr Schädel war mit knöchernen Erhebungen bedeckt und die beiden großen Hörner verhinderten, dass sie ihren Kopf ganz in den Panzer zurückziehen konnte. Der lange Schwanz trug am Ende eine Reihe von dornähnlichen Zacken.
 

 
Ammoniten waren Kopffüßer und gehörten der Gruppe der Meeresweichtiere an, zu der heute unter anderem Kraken, Tintenfische und Quallen gehören. Sie kamen erstmals im Devon vor über 400 Millionen Jahren auf und waren im Mesozoikum bis zu ihrer Ausrottung am Ende der Kreidezeit vor etwa 66 Millionen Jahren weit verbreitet. Zu dieser Zeit wurden auch viele andere Lebensformen ausgerottet, unter anderem die nicht aviären bzw. nicht vogelartigen Dinosaurier.

Trilobiten gehörten zu den ersten Arthropoden – sogenannten Gliederfüßlern, also wirbellosen Tieren mit Außenskeletten und gelenkig verbundenen Gliedern –, die vor etwa 521 Millionen Jahren in den Ozeanen des Kambriums existierten. Mit über 17.000 beschriebenen Arten waren sie äußerst weit verbreitet und erreichten eine Länge von etwa drei Millimetern bis 70 Zentimetern. Die letzten Trilobiten starben vor etwa 250 Millionen Jahren während des Perm-Massensterbens aus.

Stromatolithen waren eine der frühesten mehrzelligen Lebensformen auf der Erde. Dieser Typ von Stromatolith wurde von Cyanobakterien – blau-grünen Algen – gebildet, die in flachen Gewässern Biofilme bzw. Mikrobenmatten formten. Im Laufe der Zeit blieben im Wasser vorhandene Sedimentpartikel an den Matten hängen und bildeten Schichten. Schließlich entstanden aus diesen Schichten die hügelartigen Strukturen, die Stromatolithen genannt werden.

Quastenflosser unterscheiden sich erheblich von allen anderen lebenden Fischen. Sie haben eine zusätzliche Flosse am Schwanz, paarige gelappte Flossen und eine nicht vollständig ausgebildete Wirbelsäule. Sie erreichen eine Länge von etwa zwei Metern und ein Gewicht von bis zu 100 Kilogramm.


Der Atlantische Pfeilschwanzkrebs ist eine von vier lebenden Arten des Pfeilschwanzkrebses – den einzigen Mitgliedern der Ordnung der Xiphosura, einer der ältesten Gruppen der Meeresarthropoden. Trotz ihres Namens sind Pfeilschwanzkrebse eher mit Spinnentieren wie Spinnen, Zecken und Skorpionen als mit Krebsen verwandt.

Das Blut der Pfeilschwanzkrebse basiert auf Kupfer und enthält eine Substanz namens Limulus-Amöbozyten-Lysat. Diese Substanz gerinnt, wenn sie mit geringen Mengen von Bakterientoxinen in Kontakt kommt, und wird in der Medizin eingesetzt, um zu testen, ob medizinische Geräte steril sind, und um bakterielle Erkrankungen nachzuweisen

Pfeilschwanzkrebse haben ihr Aussehen seit ihrem ersten Aufkommen vor rund 450 Millionen Jahren kaum verändert und sind ein gutes Beispiel für "lebende Fossilien". Ein Grund für ihr Überdauern ist ihr Panzer, der sich seit Hunderten Millionen von Jahren nicht verändert hat. Die harten, geschwungenen Platten schützen den weichen Körper der Pfeilschwanzkrebse und erschweren es Fressfeinden, sie umzuwerfen und die weniger gut geschützte Unterseite freizulegen.

Der Panzer schützt die Pfeilschwanzkrebse so gut, dass er seit Hunderten von Millionen von Jahren unverändert geblieben ist. Die harten, geschwungenen Platten schützen den weichen Körper der Pfeilschwanzkrebse und erschweren es Fressfeinden, sie umzuwerfen und die weniger gut geschützte Unterseite freizulegen. Verlorene Gliedmaßen können bei Pfeilschwanzkrebsen nachwachsen.
Der Panzer schützt die Pfeilschwanzkrebse so gut, dass er seit Hunderten von Millionen von Jahren unverändert geblieben ist. Die harten, geschwungenen Platten schützen den weichen Körper der Pfeilschwanzkrebse und erschweren es Fressfeinden, sie umzuwerfen und die weniger gut geschützte Unterseite freizulegen. Verlorene Gliedmaßen können bei Pfeilschwanzkrebsen nachwachsen.

Die Brückenechse oder Tuatara sieht zwar vielleicht wie eine Echse aus, gehört aber der eigenen Reptiliengruppe der Rhynchocephalia an. Diese Gruppe gedieh im Mesozoikum, doch bis heute überdauert hat nur die Tuatara – ein lebendes Relikt aus dem Zeitalter der Dinosaurier, das auf einzigartige Weise 225 Millionen Jahre evolutionären Erbes repräsentiert. Heute findet man sie nur noch auf den Inseln rund um Neuseeland. Die Populationen auf dem Festland verschwanden vor über einem Jahrhundert, weil ihr Lebensraum urbar gemacht wurde und die Brückenechse von Menschen und Wildtieren gejagt wurde.

Schwarz-weiße Stummelaffen verbringen ihre gesamte Zeit in den Baumkronen dichter afrikanischer Wälder. Sie haben keine Daumen und längere Finger, die eine Art Haken bilden können, sodass sie leichter von Ast zu Ast schwingen können.

Bergbilchbeutler waren über 70 Jahre lang nur als Fossilien bekannt, bevor sie als lebende Spezies entdeckt wurden. Sie sind einzigartig unter den Beuteltieren, da ihr Lebensraum auf die Australischen Alpen beschränkt ist.

 
Obwohl Koalas wegen ihres eingeschränkten Nahrungsspektrums – sie ernähren sich fast ausschließlich von Eukalyptus – gemeinhin als sehr inaktiv gelten, bewegen sie sich nachts regelmäßig zwischen den Bäumen, um Nahrung oder einen Partner zu finden.
Die engsten Verwandten des Koalas sind die Wombats. Beide Gruppen hatten vor rund 30 Millionen Jahren gemeinsame Vorfahren. Der heutige Koala ist nun die letzte verbleibende Spezies aus einer vorzeitlichen und diversifizierten Familie. Fossilienfunde lassen darauf schließen, dass früher in ganz Australien bis zu 18 koalaähnliche Spezies existierten.

Der Kurzschnabeligel ist das in Australien am weitesten verbreitete Landsäugetier und eines von weltweit nur fünf eierlegenden Säugetieren aus der Ordnung der Kloakentiere.

Collettsittiche sind eng verwandt mit zwei anderen "Antillensittichen", dem Goldschultersittich, Psephotus chrysopterygius, und dem ausgestorbenen Paradiessittich, Psephotus pulcherrimus. Sie graben Bruthöhlen in Termitenhügel. Eine Falterart legt ihre Eier ebenfalls im Nest der Sittiche ab. Die Insekten schlüpfen gemeinsam mit den Jungsittichen. Die Larven ernähren sich von Kot und Federn der Jungsittiche und verpuppen sich, bevor die Jungsittiche das Nest verlassen.

 
Dies ist eine der weltweit am stärksten bedrohten Tierarten – in freier Wildbahn leben nur noch weniger als 50 Exemplare.
Goldbauchsittiche nehmen unter den Sittichen eine Sonderstellung ein, weil sie Zugvögel sind, die von ihren Überwinterungsgebieten in den Salzmarschen von Victoria und Südaustralien in ihre Brutgebiete in der Wildnis Südwesttasmaniens ziehen, wo sie in Baumhöhlen brüten.

Der Gattung der Dickichtvögel oder Atrichornis gehören nur zwei Spezies an: der Lärmdickichtvogel und seine Schwesterspezies, der Rostbauch-Dickichtvogel. Beide wurden im Jahr 2014 in den roten Listen von "gefährdet" auf "stark gefährdet" hochgestuft. Dieser Zweig des Lebensbaums bedarf daher besonderer Pflege, um sein Aussterben zu verhindern. In den letzten 35 Jahren wurden erhebliche Anstrengungen zur Erhaltung dieses Vogels unternommen.

Erdferkel sind trotz ihres schweineähnlichen Aussehens, der hasenähnlichen Ohren und des känguruähnlichen Schwanzes sehr eng mit Elefanten verwandt. Sie sind nachtaktiv, ernähren sich von Termiten und können pro Nacht bis zu 50.000 Termiten verzehren.

Männliche Walrosse werden bis zu 3,5 Meter lang, erreichen ein Gewicht von bis zu 2.000 Kilogramm und gehören zu den größten Robbenarten der Welt. Diese ausgesprochen sozialen Tiere gehören zu einer eigenen Säugetierfamilie, den Odobenidae, und bilden dichtgedrängte Kolonien mit bis zu mehreren Zehntausenden von Tieren.

Diese Großlibelle aus der Familie der Petaluridae ist die drittgrößte in Australien und eine der größten weltweit. Vor etwa 190 Millionen Jahren, im Jura, lebten riesige Libellen dieser Familie in Moorgebieten und Sumpfland. Die zehn bis heute überlebenden Spezies haben eine nahezu unveränderte Form und Lebensweise. Fünf davon, darunter diese Spezies, leben in Australien.

Der Kahlkopfgeier ist der einzige lebende Vertreter aus der Gattung Sarcogyps. Sein Beitrag zur Umwelt besteht in der Beseitigung von Tierkadavern und auch menschlichen Überresten.

Obwohl dieser mittelgroße Geier früher als häufigster Greifvogel der Welt beschrieben wurde, erfuhr er während der letzten 20 Jahre einen katastrophalen Bestandsrückgang um 99 %.

Die Lemuren auf Madagaskar lebten über 88 Millionen Jahre von anderen Primaten isoliert und haben sich zu einer Fülle von Primatenarten entwickelt, die aufgrund ihrer Vielfalt sehr viele ökologische Nischen bildeten. Große Makis ernähren sich vorwiegend von Früchten, jungen Blättern und Blüten und gehören zu den wenigen Primaten, die ihre Nahrung bereitwillig mit anderen teilen.

Der große, farbenprächtige und schöne Südafrika- oder Grauhals-Kronenkranich galt einst als dieselbe Spezies wie der weiter nördlich lebende Kronenkranich oder Schwarzhals-Kronenkranich, Balaearica pavonina.  Wie bei allen Kranichen gehören anmutige und eindrucksvolle ballettartige Tänze zum Balz- und Sozialverhalten. Diese Spezies ist als "gefährdet" eingestuft, weil die Populationen in den letzten Jahrzehnten sehr schnell zurückgingen. Gründe dafür sind der Verlust des Lebensraums und das illegale Jagen und Fangen der Vögel bzw. das Einsammeln ihrer Eier.

Das Gilbert-Kaninchenkänguru ist eines der am meisten gefährdeten Säugetiere Australiens. Es galt lange als ausgestorben, bis es im Jahr 1994 zufällig im Two Peoples Bay Nature Reserve in Westaustralien wiederentdeckt wurde.

Schuppentiere nehmen unter den Säugetieren eine Sonderstellung ein, weil sie mit einem Schuppenpanzer bedeckt sind. Wenn sie bedroht werden, rollen sie sich zu einer Kugel zusammen. Schuppentiere sind auch als Tannenzapfentiere bekannt und ernähren sich fast ausschließlich von Ameisen und Termiten.

Wie alle Lemuren ist auch diese Spezies, die sich durch ihren prächtigen Schwanz auszeichnet, nur in Madagaskar zu finden. Lemuren sind Primaten und stellen einen frühen evolutionären Nebenzweig der Primatenfamilie dar.

Waldfrösche reichern Harnsäure im Gewebe und Glukose im Blut an, um die Winterfröste zu überleben. Sie fungieren als eine Art von Frostschutz, da sie die Menge an Eis begrenzen, die sich im Körper des Froschs bildet, und so Zellschrumpfung und Gewebeschäden vermindern. Waldfrösche können viele Winterfröste und -schmelzen überleben, solange nicht mehr als 65 % des gesamten Flüssigkeitsvolumens ihres Körpers gefriert.

Dieser kleine Frosch ist im Sydneybecken endemisch und findet sich dort nur in Entwässerungsläufen und Feuchtgebieten in der Nähe von Kammgipfeln. Er lebt in kleinen Kolonien und der Ruf des Männchens ist fast das ganze Jahr über zu hören.

Der Körper dieses Froschs sieht zwar seltsam aus, doch sein Form hilft ihm, sich vorwärts durch Sand zu graben – anders als die meisten anderen Grabfrösche, die rückwärts graben. Dank seiner muskulären Gliedmaßen kann er außerdem leicht in Termitenhügel eindringen und dort nach Nahrung suchen. Ungewöhnlich an dieser Spezies ist das Fehlen des Kaulquappenstadiums. Stattdessen schlüpfen aus den Eiern direkt winzige Frösche.

Kleine Jungadler werden von beiden Elternteilen gemeinsam etwa zwei Monate lang im Nest versorgt, bevor sie zu voller Größe heranwachsen und ihr vollständiges Gefieder ausbilden. Im Alter von vier bis fünf Jahren sind das Gefieder und der charakteristische weiße Kopf, Körper und Schwanz sowie die grauen Flügel vollständig ausgebildet.

Dieser Frosch ist nach den schwarzen "Reißzähnen" seiner Kaulquappen benannt, die in wassergefüllten Hohlräumen von Bäumen heranwachsen. Da Nahrung dort knapp ist, füttert das Weibchen seine Kaulquappen mit unbefruchteten Eiern, die sie mithilfe ihrer Zähne verzehren.

Der Nördliche Corroboree-Frosch ist grüner als der Südliche Corroboree-Frosch.

Viele noch bestehende Populationen dieses Froschs, vor allem in der Region rund um Sydney, bevölkern beispielsweise Golfplätze, nicht mehr genutzte Industriebrachen und Lehmgruben, unter anderem auf dem Gelände der Olympischen Spiele 2000 in Sydney.

Diese Agame ist nach ihrem bevorzugten Lebensraum an Bächen und Flüssen benannt. Als gute Schwimmer flüchten sie vor Fressfeinden schnell ins Wasser und können bis zu 90 Minuten auf dem Grund ausharren.

Der Cuandu ist ein mittelgroßes Nagetier mit einem von Stacheln überzogenen Körper. Tatsächlich sind diese Stacheln jedoch durch Keratin gehärtete, halb hohle, modifizierte Haare. Zur Verteidigung kann er sich zusammenrollen, um seine Stacheln zu präsentieren. Außerdem kann er durch Zitterbewegungen Geräusche mit den Stacheln machen oder sie zum Schutz vor Fressfeinden in deren Richtung abwerfen. Anders als die mit ihm verwandten Arten ist der Cuandu mit seinem Greifschwanz und langen Greifkrallen sehr gut an das Leben in Bäumen angepasst.

Auch wenn Tenreks vielleicht eine gewisse Ähnlichkeit mit Igeln und Schnabeligeln haben, stammen sie doch von denselben Vorfahren ab wie Elefanten, Erdferkel und Seekühe.

Der Name Ozelot stammt vom aztekischen Wort "ōcēlōtl" ab, das für den größeren Jaguar und nicht für die kleine Raubkatze verwendet wurde, die den Namen heute trägt. Ozelots sind überwiegend nachtaktiv. Sie wurden in einigen Kulturen verehrt, insbesondere von den Peruanern, die sie häufig in Bildern darstellten.

Wenn von Kängurus die Rede ist, die in Bäumen leben, klingt das so unwahrscheinlich, dass viele dies auf den australischen Sinn für Humor zurückführen – ebenso wie die fiktiven Drop Bears (wörtlich "Fallbären"), deren deutsche Entsprechung der Wolpertinger wäre. Es gibt jedoch tatsächlich Baumkängurus. Sie leben in den tropischen Wäldern Australiens und Neuguineas.

Unter den sechs Marderarten ist der Riesenbeutelmarder oder Fleckschwanzbeutelmarder der größte und derjenige, der am meisten auf Bäumen lebt. An den weißen Punkten an Körper und Schwanz ist er gut zu erkennen. Er ist ein karnivores Beuteltier, das nachts auf die Jagd nach kleinen und mittelgroßen Tieren geht, frisst aber auch gelegentlich Aas.

Im 19. und 20. Jahrhundert wurden viele Tausende Exemplare der Gewöhnlichen Tigerotter erlegt – wegen ihrer Haut und um sie von sehr gutem Weideland zu entfernen. Mit der Trockenlegung von Sumpfland und der Umleitung von Wasserläufen ging ihre Zahl weiter zurück, da hierbei der Lebensraum von Fröschen, der Hauptnahrungsquelle der Schlangen, zerstört wurde. Glücklicherweise haben Gewöhnliche Tigerottern in jeder Fortpflanzungsperiode 20 bis 30 Junge.

 
Amazonashokkos sind dank ihrer weiten Verbreitung immer noch ziemlich häufig.

 
Diese Spezies kommt auch in ihrem Verbreitungsgebiet häufig und überall dort vor, wo gutes Wasser und Nahrung wie Grassamen und Insekten zugänglich sind.

Rotluchse stellen die kleinste der vier Luchsarten dar und sind die in Nordamerika am weitesten verbreiteten Wildkatzen. Der Rotluchs ist ein agiler Jäger, der seine Beute bei kurzen Entfernungen mit bis zu 50 Stundenkilometern jagen kann. Daneben nutzt er aber auch Jagdstrategien und pirscht sich z. B. an seine Beute heran oder lauert ihr aus dem Hinterhalt auf.

Dieser Gecko ist nach den sich samtig anfühlenden Schuppen an seinem Körper benannt, die weich, glatt und einheitlich groß sind. Trotz seines grazilen Aussehens überlebt dieser Gecko in einigen der trockensten Gegenden des Landes. Er kann mehrere Monate ohne Nahrung und Wasser auskommen und zehrt dann von Reserven in seinem kompakten Schwanz.

Dieser farbenprächtige Bodenbewohner lebt im Allgemeinen in Regenwäldern, findet sich aber auch in trockeneren Waldgebieten oder Buschland. Trotz seiner leuchtenden Farben ist der Vogel überraschend schwer auszumachen. Seine Anwesenheit erkennt man aber an seinem charakteristischen Ruf, der ungefähr wie "wohktuwöhk" klingt.  Pittas nutzen häufig einen Stein als "Amboss", um Schneckenhäuser aufzubrechen.

Der Andenkondor ist einer der größten Geier. Er gehört zur Familie der Cathartidae oder "Neuweltgeier", die in warmen bis gemäßigten Gegenden Amerikas leben.

Mitwirkende: Geschichte

Australian Museum

Quelle: Alle Medien
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