Die Zukunft vorherzusagen hat eine lange Geschichte und gehört zu den am schwersten zu perfektionierenden magischen Künsten. Im Laufe der Jahrhunderte haben die Menschen mit einer Vielzahl an eigenartigen und wunderbaren Methoden Wahrsagerei betrieben. Einige Ansätze kann man dabei nur als absurd bezeichnen. So steht beispielsweise in The Old Egyptian Fortune-Teller's Last Legacy (Deutsch: Das letzte Vermächtnis des altägyptischen Wahrsagers) geschrieben, dass "ein Muttermal auf der Gesäßbacke einem Mann Ehre, einer Frau Reichtum bringt".

"'Nun, ihr habt euch also für das Studium des Wahrsagens entschieden, für die schwierigste aller magischen Künste.'"
Professor Trelawney in Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Ein chinesischer Orakelknochen
Dieser unscheinbare Knochen ist das älteste genau datierbare Sammlungsstück in Harry Potter: A History of Magic. Auf der Vorderseite stellten die Wahrsager fest, dass in der unmittelbaren Zukunft kein Ereignis von größerer Bedeutung eintreten würde. Auf der Rückseite ist eine Mondfinsternis vom 27. Dezember 1192 v. Chr. verzeichnet, die von Anyang in China aus sichtbar war. Orakelknochen waren früher unter der Bezeichnung "Drachenknochen" bekannt, wodurch ihre magischen Eigenschaften betont wurden.

Die Prophetin von Yorkshire
Über Mother Shipton, auch als die "Prophetin von Yorkshire" bekannt, ist nur wenig überliefert –
tatsächlich ist noch nicht einmal ihre Existenz eindeutig bewiesen. Ihre bekannteste Prophezeiung stammt aus dem Jahr 1530: Damals sagte sie vorher, dass Kardinal Wolsey, der neue Erzbischof von York, die Stadt aus der Ferne sehen, aber nie erreichen würde. Und wirklich wurde Wolsey kurz vor seiner Ankunft in York festgenommen und verstarb kurze Zeit später.

Man sagt, sie sei ungemein hässlich gewesen und habe die Fähigkeit zur Levitation besessen.

"Die Entnebelung der Zukunft. Sehr guter Überblick über alle grundlegenden Methoden des Wahrsagens – Handlesekunst, Kristallkugeln, Vogeleingeweide…" – Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Glück in der Liebe?
Ist man auf der Suche nach Liebe, sollte man im Kopf behalten, dass die Chancen auf eine glückliche Partnerschaft für ein hitziges Paar besser stehen als für einen dämonischen Mann und eine engelsgleiche Frau – so steht es zumindest in diesem thailändischen Manuskript. Im Siam des 19. Jahrhunderts war es üblich, in Liebes- und Partnerschaftsfragen einen Spezialisten für Wahrsagerei (mor doo) zu konsultieren.

Auf diesen Zeichnungen sind die Tiere des chinesischen Tierkreises abgebildet, die zur Erstellung von Horoskopen herangezogen wurden.

Ein magischer Hexenspiegel
Die frühere Besitzerin dieses Spiegels, die Hexe Cecil Williamson, warnte eindringlich, sich unter keinen Umständen umzudrehen, wenn man beim Blick in diesen Spiegel plötzlich jemanden hinter sich stehen sieht.

Wahrsagung mithilfe eines Spiegels oder einer anderen reflektierenden Oberfläche ist eine uralte Praxis, die als Kristallomantie bekannt ist. Der Begriff geht auf das aus dem Griechischen entlehnte Wort "Mantik" zurück, das so viel bedeutet wie "Kunst des Sehens und Wahrsagens".

Kristallkugeln

Kristallomantie
Diesen beliebten Leitfaden verfasste John Melville im 19. Jahrhundert, als das Interesse an der Kristallomantie zunahm. Er empfahl, einen Tee aus den Kräutern Beifuß oder Zichorie einzunehmen: Dieser sollte, gelegentlich bei zunehmendem Mond genossen, den Körper des Experimentierenden in höchst wünschenswerte physische Zustände versetzen. Es bleibt unklar, ob Melvilles Anweisungen auch denen zugutekamen, die nicht die Gabe des Zweiten Gesichts hatten.

Smelly Nelly
"Smelly Nelly" (Deutsch: Stinkende Nelly), die Hexe aus Paignton, der diese Kristallkugel einst gehörte, hatte ihren Namen ihrer Vorliebe für schweres Parfüm zu verdanken. Sie glaubte, sein Duft gefalle den Geistern, die ihr beim Vorhersagen der Zukunft behilflich waren. Ein Zeuge berichtete: "Man konnte sie eine Meile gegen den Wind riechen… Smelly Nelly mit ihrem Kristall bei Vollmond zu begegnen, war eine Erfahrung für sich." Die schwarze Kugel, die als Mondkristall bekannt war, sollte des Nachts befragt werden, damit die Seherin den Widerschein des Mondes im Glas sehen und deuten konnte.

Handlesen

Handmodell zum Handlesen
Für die Handlesekunst, auch bekannt als Chiromantie, muss der Wahrsager Form und Linien der Hand interpretieren. Auf diesem Handmodell aus Keramik sind die wichtigen Linien und Hügel auf Handfläche und Handgelenk zu sehen. Solche Handmodelle wurden seit den 1880ern in Großbritannien für den Unterricht produziert. Ein berühmter Handleser jener Zeit war William John Warner, auch unter dem Namen Cheiro bekannt, der angeblich Ereignisse wie den Untergang der Titanic vorhersagte.

Handlesen
Dieses 700 Jahre alte Manuskript enthält eine Sammlung von Prophezeiungen und Anleitungen zum Wahrsagen. Im hier gezeigten Abschnitt wird das Handlesen erklärt. Bei der rechten Hand steht an einer vertikal über die Handfläche verlaufenden Linie: "Diese Linie repräsentiert die Liebe". Eine vertikale Linie, die zwischen Mittel- und Zeigefinger verläuft, hat eine weniger Glück verheißende Bedeutung: "Diese Linie kündigt einen blutigen Tod an; wenn die Linie bis an die Mitte des Fingers heranreicht, steht das für einen plötzlichen Tod." Andere Linien sagen Krankheiten oder Eigenschaften wie Mut und Bescheidenheit voraus.

Der altägyptische Wahrsager
Bei dieser Schrift handelt es sich angeblich um eine Sammlung ägyptischer Wahrsagetechniken, tatsächlich wurde sie jedoch von einem anonymen Briten zusammengestellt. Wenn die Anleitung auch zweifelhaft ist, so enthält sie doch einen weisen Ratschlag für Harry Potter selbst: Wenn man träumt, dass man "Schlangen bekämpft und zerstört", wird man "einen Sieg über Feinde" erringen. Neben Handlesen wird hier auch erklärt, wie man die Zukunft durch Interpretation der Muttermale am Körper vorhersagen kann: So bringt beispielsweise "ein Muttermal auf der Gesäßbacke einem Mann Ehre, einer Frau Reichtum".

Lesen in Teeblättern

"Manch wundersames Ding ich seh"
Tasseografie – von Französisch tasse (Tasse) und Griechisch gráphein (schreiben) – ist eine Art des Wahrsagens, bei der der Teesatz in Teetassen interpretiert wird. In Europa wurde diese Wahrsagemethode erstmals im 17. Jahrhundert, nach der Einführung des Tees aus China, erwähnt.

Diese Tasse wurde in den 1930er-Jahren in England gefertigt. In ihrem Inneren finden sich Symbole, mit denen sich die Teeblätter interpretieren lassen, und rund um den Rand steht geschrieben: "Manch wundersames Ding ich seh', wenn ich les' in deinem Tee" (übersetzt aus dem Englischen).

Ein praktischer Leitfaden zum Teeblattlesen
Diese detaillierte Anleitung zum Teeblattlesen, die von einem "Seher aus den Highlands" verfasst wurde, enthält Ratschläge zur idealen Größe und Form der Tasse und der zu verwendenden Teesorte. In Der Gefangene von Askaban erfährt Harry von Professor Trelawney, die Präsenz des "Grimms", eines großen Hundes, in seiner Tasse sei ein Omen des Todes. Im Gegensatz dazu gilt in diesem Buch die Erscheinung eines Hundes im oberen Teil der Tasse als günstiges Zeichen und steht für einen treuen Freund.

Verschiedene Formen und ihre Bedeutungen
Diese Schrift führt die Ursprünge des Wahrsagens mittels Teeblättern auf das Jahr 229 v. Chr. zurück, als diese Methode angeblich von einer chinesischen Prinzessin angewendet wurde. Sie ist ein praktischer Leitfaden, der dazu dient, die durch die Teeblätter in der Tasse entstandenen Formen zu entschlüsseln.

Einige dieser Formen sind erstaunlich schwer auseinanderzuhalten, wie beispielsweise die Nummern 38 und 42 – "Du wirst einem Fremden begegnen" und "Du wirst dir jemanden zum Feind machen". Andere Voraussagungen sind auf bizarre Weise spezifisch: Nummer 44 besagt: "Du wirst dich für die Marine interessieren".

Quelle: Alle Medien
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