„Die Stimme seines Herrn"

Deutsche Grammophon

Die Geschichte der visuellen Identität der Deutsche Grammophon im Laufe der Zeit

Das erste Logo der Deutschen Grammophon
Am 6. Dezember 1898 gründeten die Brüder Berliner die „Deutsche Grammophon Gesellschaft mbH“. Das ursprüngliche Logo war „Schreibender Engel“.

Der „Schreibende Engel" war auch als Markenzeichen auf DG-Grammophonen angebracht.

„Die Stimme seines Herrn"
1900 wählte die Deutsche Grammophon als Firmenzeichen das Gemälde „His Master’s Voice” von Francis Barraud. Es zeigt einen Hund, der vor einem Schalltrichter sitzt und „die Stimme seines Herrn“ hört. Der deutsche Slogan “Die Stimme seines Herrn” ersetzte ab 1909 das ursprüngliche Logo.
Nipper
Dieser kleine Hund war ein Foxterrier und hieß Nipper. Er lebte bei dem pensionierten Bühnenbildner Marc Barrand in London. Herrchen und Hund lauschten oft gemeinsam den Tönen aus dem Phonographen. Als Marc starb, nahm sein Bruder Francis Barrand, ein Maler, den kleinen Hund zu sich. Eines Tages machte Francis eine merkwürdige Entdeckung. Immer, wenn er zu seiner Zerstreuung einen Phonographen spielen ließ, kam der Hund und setzte sich lauschend vor den Trichter, so wie er es früher zusammen mit seinem Herrchen getan hatte. Francis fand diesen Anblick so rührend, dass er Nipper vor dem Phonographen sitzend malte.

Dieses Bild zeigt eine von vielen Aufnahmen von Caruso (1873-1921) aus dem Jahr 1907.

Das gelbe Label
Schon 1948 hatte jedes Label seine eigene optische Identität, der auch ein jeweils charakteristisches Repertoire entsprach. Gelb (Deutsche Grammophon), Rot (Polydor) für leichte und Unterhaltungsmusik und schließlich Silber (Archiv Produktion) für alte Musik.

Originalskizze der Tulpenkrone, die der renommierte deutsche Graphiker Hans Domizlaff (1892-1971) entwarf und die seit Ende der 1940er-Jahre die Plattenhüllen der Deutschen Grammophon unverwechselbar macht.

Das Warenzeichen “Die Stimme seines Herrn“ wurde an die Electrola, den deutschen Zweig der EMI, veräußert. Eine Nuance, die den Zeitenwandel relativierte: Der Schrifttyp der alten Marke und der des neuen Logos waren identisch. Das gelbe Band in der Mitte mit dem Logo war in den 1950ern charakteristisch für LP-Hüllen.

Die Verteilung der umrandenden Tulpen war so berechnet, dass sie durch einen stroboskopischen Effekt unbeweglich erschienen, wenn die Umdrehungsgeschwindigkeit des Plattentellers exakt geregelt war.

Am Vorabend seines 60-jährigen Bestehens gab sich das Gelblabel ein neues Erscheinungsbild in Form einer kleinen Kartusche. Der Schriftzug „Deutsche Grammophon Gesellschaft“ erstreckte sich über drei Zeilen, gekrönt von einem Tulpenkranz. Erschienen 1958, blieb es mit leichten Veränderungen in dieser Form bestehen.

Das stilisierte Tulpen-Emblem wird heute auch für historische Aufnahmen genutzt.

Und heute?
Im Laufe ihre Geschichte hat sich die visuelle Identität der Deutsche Grammophon weiterentwickelt. Jede Veränderung im Logo spiegelt ihre Entwicklungsschritte und Visionen wider. Für das 120-jährige Jubiläum wurde ein spezielles Logo designt.
Mitwirkende: Geschichte

Text: Rémy Louis

Quelle: Alle Medien
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