Aktivistin und Ikone: Katharine Hamnett, CBE

British Fashion Council

Erfinderin des Slogan-T-Shirts, Ikone der 80er-Jahre und frühe Verfechterin für mehr Nachhaltigkeit in der Modebranche

KATHARINE HAMNETT, CBE
Die Designerin Katharine Hamnett gehört zu den Pionieren in der modernen britischen Modebranche. Sie kreierte das oft kopierte Slogan-T-Shirt und war die erste Designerin, die Jeans im Used-Look verwendete. Lange bevor sich viele der Schäden bewusst wurden, die ein herkömmlicher Baumwollanbau in der Umwelt verursachte, setzte sie sich für die Verwendung von Biobaumwolle ein. Katharine Hamnett hatte mit ihren Arbeiten insbesondere in den 80er-Jahren großen Einfluss auf die britische Populärkultur und Politik. Zudem war sie die erste Designerin, die 1984 den Preis "Designer of the Year" des British Fashion Council gewann.

DIE FRÜHEN JAHRE

Katharine Hamnett wurde 1947 geboren. Ihr Vater war Diplomat und sie wuchs in ganz Europa auf. Sie besuchte 10 Schulen, darunter das Cheltenham Ladies College.

Sie studierte Mode an der Saint Martin’s School of Art und machte sich nach ihrem Abschluss mit ihrer College-Freundin Anne Buck selbstständig. Zusammen gründeten sie das Label "Tuttabankem". Die Partnerschaft dauerte 5 Jahre.

Anschließend arbeitete sie als Freiberuflerin in London, Paris, Rom, Hongkong und New York, bevor sie 1979 ihr eigenes Label gründete: Katharine Hamnett London.

DAS SLOGAN-T-SHIRT
Die berühmteste Kreation von Katharine Hamnett ist das Slogan-T-Shirt. Mit ihren politischen Botschaften, die sie in großen Druckbuchstaben auf schlichte T-Shirts drucken ließ, gelang Katharine Hamnett in den 80er-Jahren eine Sensation. Die T-Shirts wurden so designt, dass sie einfach nachzumachen waren. Ziel war, dass so viele Menschen wie möglich ihre Botschaft sehen sollten. Eines der berühmtesten Slogan-T-Shirts von Katharine Hamnett war das CHOOSE LIFE-T-Shirt, das von George Michael und Andrew Ridgeley von der Band Wham! getragen wurde. Mit der Zeit rückten die Not in Afrika und ökologische Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der Botschaften – zwei Themen, die Katharine Hamnett in den 2000er-Jahren immer wieder aufgreifen würde.

EIN TREFFEN MIT DER PREMIERMINISTERIN

1984 traf Katharine Hamnett die damalige britische Premierministerin Margaret Thatcher. "Endlich! Ein Original", war die Antwort der Premierministerin auf die Anti-Raketen-Botschaft von Katharine Hamnett, als die beiden sich bei einem Regierungsempfang trafen.

FASHION AID

Fashion Aid war ein Ableger von Band Aid, um Geld für die Opfer der Hungersnot in Afrika zu sammeln. Zu der Veranstaltung in der Royal Albert Hall in London erschienen sehr viele Stars.

Katharine Hamnett entwarf für die Veranstaltung verschiedene Slogan-T-Shirts mit Botschaften wie "PROTEST AND SURVIVE" und "SAVE THE WORLD".

Auf der Veranstaltung waren auch viele andere weltbekannte Modedesigner wie Armani und Yves Saint Laurent vertreten, deren Kreationen von Topmodels wie Grace Jones, Jerry Hall und Boy George präsentiert wurden.

Herbst-/Winterkollektion von Katharine Hamnett auf der London Fashion Week 1986

WERBUNG
Katharine Hamnett hat vielen der weltbesten Modefotografen zu ihrem ersten kommerziellen Auftrag verholfen. Ellen von Unwerth, Juergen Teller und Terry Richardson arbeiteten zu Beginn ihrer Karriere alle für Katharine Hamnetts Werbekampagnen. Sie legte außerdem den Grundstein für die Karriere vieler der berühmtesten Supermodels: Claudia Schiffer, Nadja Auermann und Naomi Campbell waren alle in Katharine Hamnetts Werbekampagnen zu sehen und liefen für sie über den Laufsteg.

Frühlings-/Sommerkollektion von Katharine Hamnett aus dem Jahr 1989, vorgestellt auf der London Fashion Week

AFRIKA UND AKTIVISMUS
Ein Besuch in Mali in Westafrika im Jahr 2003 mit der Wohltätigkeitsorganisation Oxfam hinterließ einen tiefen Eindruck bei Katharine Hamnett. Hier sah sie nicht nur, welche Auswirkungen AIDS auf die lokale Bevölkerung hatte, sondern auch die Umweltschäden, die durch den Baumwollanbau verursacht wurden. Nach ihrem Besuch in Mali setzte Katharine Hamnett es sich zum Ziel, für ihre Arbeit ausschließlich Produkte zu verwenden, die ethisch und so umweltfreundlich wie möglich hergestellt wurden. Lange bevor es in Mode kam, kämpfte Katharine Hamnett für mehr Nachhaltigkeit in der Modebranche.

KATHARINE HAMNETT HEUTE

Katharine Hamnett hat seit mehr als drei Jahrzehnten einen ungeheuren Einfluss auf die Modebranche. Sie kämpft ohne Unterlass dafür, die Modebranche von innen heraus zu ändern. Sie beteiligte sich an vielen umweltfreundlichen Initiativen und hielt auf der ganzen Welt Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit. 2010 wurde sie in der New Year Honours List für ihre Leistungen in der Modebranche zum CBE ernannt.

2017 bringt sie ihre Marke zurück auf den Markt. Alle Artikel werden nachhaltig und gemäß EU-Arbeitsrecht in Europa hergestellt. Der Verkauf erfolgt international über ausgewählte Händler und direkt über ihren Onlineshop.

"Die Bekleidungsindustrie ist eine der größten Branchen weltweit. Eine Milliarde Menschen arbeiten in dieser Branche, das ist jede 6. Person der Weltbevölkerung. Zugleich ist diese Branche einer der größten Umweltverschmutzer mit negativen Auswirkungen auf den Klimawandel und die Erderwärmung. Beschäftige im Bekleidungssektor arbeiten in vielen Teilen der Welt nach wie vor unter Bedingungen, die an Sklaverei grenzen. Wir müssen einen besseren Weg für die Herstellung unserer Kleidung finden.

Ich verpflichte mich dazu, dies zu ändern. Deshalb stelle ich Kleidung ethisch und so umweltfreundlich wie möglich her, greife ich auf traditionelle Fertigkeiten zurück und zeige, wie es gemacht werden kann.""

Katharine Hamnett, CBE

Mitwirkende: Geschichte

Diese Ausstellung wurde vom British Fashion Council in Zusammenarbeit mit Katharine Hamnett und Modus Publicity zusammengestellt.

Alle Rechte gehören Katharine Hamnett oder dem British Fashion Council, sofern nicht anders angegeben. Alle Fotografen und Models wurden namentlich genannt, sofern bekannt.

Quelle: Alle Medien
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