Die Karriere von Sir Paul Smith

British Fashion Council

Klassisches mit dem gewissen Etwas.

SIR PAUL SMITH
Paul Smith ist kein Firmenname oder eine Figur, die sich eine Fokusgruppe ausgedacht hat. Paul Smith ist ein realer, sehr lebendiger Designer und Geschäftsinhaber, der seit den 1970er Jahren Kleidung herstellt und verkauft. Paul ist der kreative Kopf hinter allem, was bei Paul Smith geschieht, und er hält eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen, das er 1970 gründete. Individualität ist für Paul sehr wichtig. Diese Eigenschaft teilt er mit seinen bevorzugten Künstlern, Musikern und anderen unabhängigen Köpfen, die ihn im Laufe der Jahre inspiriert haben. Indem er die Unabhängigkeit von Paul Smith bewahrt, besitzt Paul die Freiheit, Dinge zu tun, die größere Unternehmen nicht tun können.
DIE FRÜHEN JAHRE: EINE UNFALLBEDINGTE KARRIERE
Bis zum Alter von 17 Jahren drehte sich das Leben von Paul ums Fahrradfahren. Leider bedeutete ein schlimmer Unfall das Ende von Pauls professionellen Ambitionen als Radrennfahrer und er musste sechs Monate im Krankenhaus verbringen. Während der Genesung lernte er neue Freunde kennen, die seine Augen für eine bunte Welt voller Ideen und Begeisterung öffneten. Sie sprachen über Mondrian, Warhol und Kokoschka und hörten die Rolling Stones, Miles Davis und viele andere. Zwar änderte der Unfall Pauls Leben, aber seine Liebe zum Radfahren blieb. In seinen Designarbeiten finden sich immer wieder Verweise auf diesen Sport.

PAUL SMITH "Vêtement Pour Homme"

Pauls erstes Geschäft in Nottingham maß gerade einmal 3 x 3 Meter. Es nannte sich "Paul Smith Vêtements Pour l’Homme" und wurde 1970 in der Byard Lane Nr. 6 in Nottingham eröffnet.

Es war ein kleiner Raum ohne Fenster, aber Paul nannte es ein Geschäft. Sein afghanischer Windhund Homer war der erste Ladenmanager.

DAS CHARM-SHIRT

Das Charm-Shirt wurde ein frühes Erkennungszeichen für Paul Smith. Die Geschichte des Charm-Shirts begann, als Paul in der Via Montenapoleone in Mailand auf seine Frau Pauline wartete. Er kaufte einige Anhänger von einem Verkaufsstand, die eigentlich für Armbänder gedacht waren, aber er hatte die Idee, sie auf die Knopfleiste zu nähen.

Das Charm-Shirt wurde wieder in die Paul Smith-Kollektion für Herbst/Winter 2016 aufgenommen. Die kleinen Glücksbringer – unter anderem Friedenssymbole und Regenbögen – passen hervorragend zu Pauls Botschaft von Frieden und positivem Denken.

Ein Regenbogen-Knopf von einem Paul Smith-Charm-Shirt für die Herrenkollektion Herbst/Winter 2016

JEDER PAUL SMITH-SHOP IST ANDERS

Es gibt zwar wiederkehrende Motive wie die überall vorhandene Kunstwand als Referenz auf die mit Bildern behängten Wände in Pauls Büro, aber Paul war immer der Ansicht, dass jeder Shop den Charakter der jeweiligen Gegend widerspiegeln sollte.

Diese Vorstellung von Paul wirkt sich auf das Shop-Design, das Warenangebot und das Merchandising aus. Das Betreten eines Paul Smith-Shops ist somit immer eine einzigartige Erfahrung.

Aus diesem Grund unterscheidet sich der Londoner Vorzeige-Shop in der Albemarle Street Nr. 9 sehr stark vom modernistischen rosa Kasten von Paul Smith LA oder dem neu renovierten Shop in der Rue Saint-Honoré von Paris.

NÄCHSTE STATIONEN: PARIS UND LONDON
1976 reiste Paul nach Paris, um seine erste Herrenkollektion vorzustellen. In der Wohnung eines Freundes auf dem Boulevard de Vaugirard wurde die Modenschau veranstaltet. Auch die Models und Hilfskräfte waren Freunde. Es war sehr voll, sehr erfolgreich und sehr aufregend. Seit dieser Zeit unternimmt Paul diese Reise zweimal im Jahr. 1979 eröffnete er dann sein zweites Geschäft in Covent Garden, London. Aus diesen Anfängen entwickelte sich ein globales Unternehmen mit einem Vertrieb in über 70 Ländern und mehr als 17.000 Fachhändlern überall auf der Welt.

Paul Smiths erste Modenschau im Jahr 1976. Obwohl die Vorführung in der Wohnung eines Freundes stattfand, war sie ein großer Erfolg und Paul organisiert seitdem immer wieder Präsentationen in Paris.

Der berühmte modernistische rosa Kasten von Paul Smith LA auf der 8221 Melrose Avenue – das Gebäude in LA, das auf Instagram am häufigsten geteilt wird

DAS SPAGHETTI-SHIRT

Paul war einer der ersten Designer, die in den 1980er Jahren Textilien mit Fotos bedruckten. Das Verfahren spiegelte Pauls großes Interesse an der Fotografie wieder. Für frühe Drucke in den 80ern wurden eigene Fotografien von Paul verwendet.

Das setzt sich bis auf den heutigen Tag fort, wie man in Pauls persönlichem Instagram-Konto @paul_smith sehen kann. Motive auf frühen Fotodrucken waren zum Beispiel Äpfel, Eicheln, Blumen, Holzstapel, eine mit Efeu bewachsene Wand und Wolken.

Der Teller Spaghetti kam aus Japan, wo Paul auf einer seiner vielen Reisen einen Laden entdeckte, der Lebensmittel aus Wachs für Restaurant-Schaufenster verkaufte.

NEUER RUHM: KLASSISCHES MIT DEM GEWISSEN ETWAS
In den 80er Jahren baute Paul sein Geschäft stetig weiter aus. Zeitgleich mit Giorgio Armani war Paul Vorreiter für einen lässigeren Schnitt und eine zwanglosere Silhouette beim formellen Herrenanzug. Die Freude von Paul an eigenwilligen Details und kontrastreichem Futter ist allerdings einmalig. Dieser verspieltere, weniger formelle Ansatz für klassische Schnitte fing das neu gefundene Selbstbewusstsein der Dekade ein und brachte Paul treue Kunden auf der ganzen Welt.

Paul Smith wird von japanischen Anhängern begrüßt, die ihn um ein Autogramm bitten.

ARTIST STRIPE

Seit den Anfängen des Unternehmens waren Streifen ein zentrales Element der Designarbeiten von Paul Smith. Der Artist Stripe, der im Herbst/Winter 2016 eingeführt wurde, ist die neueste Inkarnation des Paul Smith-Streifens.

Der Artist Stripe wurde durch die Farbkombinationen in der expressionistischen Kunst inspiriert. Der Artist Stripe findet sich als kräftiger Druck oder als subtiles Detail auf Manschetten, Taschenfutter oder Zierstreifen im Inneren von Jacken.

WAS FRAUEN WOLLEN

Nachdem er feststellte, dass 15 % seiner Kleidung von Frauen gekauft wurden, die ihren Schnitt und ihre Qualität schätzten, entschied sich Paul dafür, sein Angebot zu erweitern.

Pauls Bestehen darauf, dass "die Dinge richtig gemacht" werden in Verbindung mit seiner wesenseigenen Vorsicht bedeutete allerdings, dass das Unternehmen sich nicht Hals über Kopf auf diese neue Gelegenheit stürzte.

Erst im Jahr 1993, als Paul das traditionsreiche aber insolvente Unternehmen R. Newbold (gegründet 1885) übernahm und viele von dessen berühmten Schnitten in seine Kollektion integrierte, wurde das Angebot für Damenmode eingeführt.

KOOPERATIONEN: LEICA-KAMERA

Kooperationen gehörten immer zum Geschäft von Paul Smith. Sie erlaubten es Paul, das breite Spektrum seiner Interessen zu demonstrieren und seine Kreativität auf andere Bereiche auszudehnen.

Andere Kooperationen umfassten Projekte mit Land Rover, John Lobb, Maharam, Anglepoise, Caran d’Ache, Mercian-Fahrräder, dem Giro d’Italia und Penguin Classics.

Die Fotografie war stets zentraler Bestandteil von Pauls Arbeit, deshalb entsprach diese Kooperation einem starken persönlichen Interesse. Verspieltes britisches Design wurde hier mit deutscher Präzisionstechnik kombiniert.

Das Design bestand aus einem dunkelgrünen Gehäuse mit kräftigen hellgrünen und orangen Akzenten sowie einer handschriftlichen Kritzelei von Paul auf der Blitzabdeckung. Bei dem Modell handelte es sich um die Digitalkamera Leica X2, die im Einzelhandel für 1.750 £ verkauft wurde. Sie wurde im September 2012 auf den Markt gebracht.

PAUL SMITH HEUTE: IMMER NOCH EINE BRITISCHE MARKE
Alles, was von Paul Smith produziert wird, wird nach wie vor in Großbritannien entworfen. Einen Steinwurf von Pauls erstem Geschäft in Covent Garden entfernt, das 1979 eröffnet wurde, befindet sich der Hauptsitz von Paul Smith, in dem das Designteam arbeitet. Pauls Büro ist im obersten Stockwerk. Jedes Paul Smith-Produkt nimmt seinen Anfang in diesem Londoner Büro und Paul ist an jeder Entscheidung beteiligt. In Nottingham ist Paul Smith mittlerweile auf zwei Geschäfte und zwei große Lagergebäude angewachsen, in denen sich Produktions- und Vertriebsabteilungen sowie andere Arbeitsbereiche befinden, die für einen reibungslosen Unternehmensbetrieb sorgen.

EIN ANZUG FÜR DIE REISE

"A Suit To Travel In" (ein Anzug für die Reise) verkörpert Pauls Vorstellungen von Zuschnitten, das heißt, ein solcher Anzug sollte elegant aussehen und sich bequem tragen lassen. "A Suit To Travel In" wurde also im Hinblick auf Bewegungsfreiheit und Komfort entwickelt.

"A Suit To Travel In" wurde vom britischen Olympiaturner Max Whitlock im August 2015 vorgestellt, der die Flexibilität und Knitterfestigkeit des Anzugs demonstrierte, indem er eine Reihe eindrucksvoller Turnübungen vollführte, während er einen solchen Anzug trug.

Der Anzug wird aus hochgedrehtem, hundertprozentigem Wollgarn mit natürlicher Dehnung und Knittererholung gefertigt. Der fantastischen Vitalität dieses Stoffes verdankt der Anzug seine einzigartigen Eigenschaften. Der Wollstoff des Anzugs ist natürlich atmungsaktiv und feuchtigkeitsableitend, ist so kühlend und bequem und sorgt für ein entspanntes, cooles Aussehen.

INSPIRATION VON ÜBERALL

Paul führt einen großen Teil seines Erfolgs auf seine Sammelleidenschaft zurück. Außerdem ist er von Design fasziniert und ein wissbegieriger Schüler der Mode.

Paul ist ein passionierter Instagram-Nutzer. Er war schon immer ein visueller Denker. Er fand schnell Gefallen an Instagram und veröffentlichte sein erstes Bild im Jahr 2012. Seitdem gewann Pauls persönliches Konto fast 300.000 Follower.

In Pauls Büro befindet sich eine enorme Sammlung an Kuriositäten und Erinnerungsstücken. Paul erhält ständig interessante Dinge von seinen Freunden und Fans. Außerdem fügt Paul auf seinen Reisen um die Welt seiner Sammlung ständig Neues hinzu.

Paul führt einen großen Teil seines Erfolgs auf seine Sammelleidenschaft zurück. Außerdem ist er von Design fasziniert und ein wissbegieriger Schüler der Mode.

Mein Premium-Tipp: Lass es ruhig angehen. Das Leben ist eine Freude. Du musst nicht gleich reich und berühmt werden. Bleib locker und nutze deine Chancen, dann wirst du ein wunderschönes Leben haben.
Sir Paul Smith

Mitwirkende: Geschichte

Diese Ausstellung wurde vom British Fashion Council in Zusammenarbeit mit Paul Smith erstellt. Paul Smith ist im Besitz aller Rechte, es sei denn, etwas anderes ist ausdrücklich angegeben. Alle Modelle und Fotografen wurden genannt, sofern sie bekannt sind.

Quelle: Alle Medien
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