1882 bis 2018

Berliner Philharmoniker

Deutsche Grammophon

Eine kreative Partnerschaft mit den Berliner Philharmonikern seit über 100 Jahren

Der Beginn der Partnerschaft
Die künstlerische Partnerschaft zwischen den Berliner Philharmonikern und der Deutschen Grammophon reicht weit zurück – bis zum September 1913, als das Orchester unter Alfred Hertz Orchesterstücke aus Wagners »Parsifal« aufnahm.

Im November desselben Jahres folgte unter Leitung von Arthur Nikisch die erste Gesamteinspielung von Beethovens Fünfter Symphonie, die auf acht Schellackplatten-Seiten veröffentlicht wurde.

Wilhelm Furtwängler, der dritte Chefdirigent der Philharmoniker, machte im Oktober 1926 die erste Aufnahme mit seinem Orchester. Wie Nikisch wählte auch er Beethovens Fünfte. 1929 folgten Werke von Mendelssohn, Bach und Schubert.

In dieser Anzeige von 1925 sind die größten deutschen Dirigenten und Komponisten der Zeit versammelt.

Dunkle Tage
Die Philharmonie wurde bei einem Luftangriff am 30. Januar 1944 zerstört, aber das Orchester überlebte den Krieg relativ unbeschadet. Zwischen 1939 und 1945 traten die Philharmoniker häufig im Ausland auf, und es gelang dem Orchester, seine künstlerische Integrität zu bewahren.

Sergiu Celibidache dirigiert die Berliner Philharmoniker in der zerstörten alten Philharmonie, Ende 1940er-Jahre.

Entwicklung nach dem Krieg
1949 kam die erste Nachkriegs-Produktion für die Deutsche Grammophon zustande: Der junge, am Anfang einer großen internationalen Karriere stehende ungarische Dirigent Ferenc Fricsay nahm mit den Philharmonikern Tschaikowskys Fünfte Symphonie auf.

1950 begann mit der zunehmenden Aufnahmetätigkeit ein neues Kapitel in der Geschichte des Orchesters. Gastdirigenten spielten dabei eine wichtige Rolle. Eugen Jochum machte erstmals 1951 Aufnahmen mit den Berliner Philharmonikern und spielte im Laufe der Jahre Symphonien von Beethoven, Brahms und Bruckner ein. Karl Böhm gehörte ab 1952 zu den vielen Dirigenten, die Aufnahmen mit dem Orchester machten.

Die neue Philharmonie
Ernsthafte Bemühungen, eine neue Heimat für das Orchester zu schaffen, begannen 1949 mit der Gründung der Gesellschaft der Freunde der Berliner Philharmonie, die entsprechende Mittel einwerben sollte. Mit dem Bau der neuen Philharmonie wurde 1961 begonnen.

Der Konzertsaal wurde am 15. Oktober 1963 mit einer Aufführung von Beethovens Neunter Symphonie unter der Leitung von Herbert von Karajan eingeweiht.

Die Philharmonie heute

Christa Ludwig, Berlin Philharmonic, Herbert von Karajan: Gustav Mahler - Kindertotenlieder - In diesem Wetter
Von Karajans Vision
Kein Name ist mit der Geschichte von Aufnahmen der Berliner Philharmoniker enger verbunden als der Herbert von Karajans. Seine Aufnahme von Strauss’ »Ein Heldenleben« stammt aus dem März 1959 und markiert den Beginn des fraglos produktivsten Abschnitts in der Partnerschaft des Orchesters mit Deutsche Grammophon.

Unter Karajan erreichte das Orchester eine einzigartige internationale Medienpräsenz. Kein anderer Dirigent verstand die Erfordernisse der weltweit expandierenden Musikindustrie so gut wie Karajan, der ganz eigene Vorstellungen hatte, wie Musik klingen und vermarktet werden sollte.

Berlin Philharmonic, Herbert von Karajan: Johann Strauss II - Die Fledermaus Kaiserwalzer, Op.437
Nach Karajan
Sir Simon Rattle, der die Berliner Philharmoniker 2002 als sechster Chefdirigent übernahm, hatte einen Exklusivvertrag mit der EMI. So spielt sein Name in der DG Diskografie des Orchesters nur eine untergeordnete Rolle.

Der jüngste Repräsentant in der Zusammenarbeit von Deutsche Grammophon mit den Berliner Philharmonikern ist der 1981 geborene Venezolaner Gustavo Dudamel. Er dirigierte die Philharmoniker 2008 zum ersten Mal. 2012 leitete er das Europa-Konzert in Wien.

Eine lange und erfolgreiche kreative Partnerschaft
Berliner Philharmoniker und Deutsche Grammophon: die beiden Namen sind untrennbar miteinander verbunden. Die Aufnahmen, die sie seit 1913 gemeinsam gemacht haben, gelten sowohl Standardwerken als auch Raritäten in einem Repertoire, das vom Barock bis zur Gegenwart reicht. Diese außerordentlich produktive und erfolgreiche Partnerschaft besteht jetzt schon länger als ein Jahrhundert, und alles deutet darauf hin, dass sie auch in der vorhersehbaren Zukunft weiterhin blühen wird.
Mitwirkende: Geschichte

Text by: Helge Grünewald

Quelle: Alle Medien
Der vorgestellte Beitrag wurde möglicherweise von einem unabhängigen Dritten erstellt und spiegelt nicht zwangsläufig die Ansichten der unten angegebenen Institutionen wider, die die Inhalte bereitgestellt haben.
Mit Google übersetzen
Startseite
Erkunden
In der Nähe
Profil