Residenzgalerie Salzburg ÖSTERREICH 19. JAHRHUNDERT

DomQuartier Salzburg | Residenzgalerie Salzburg

Österreichische Malerei des 19. Jahrhunderts
Das 19. Jh. bringt keinen einheitlichen Stil im Sinne vorangegangener Epochen hervor. Formaler Reichtum prägt die Malerei, in deren Zentrum das vielfältige Bild der Landschaft steht. So werden sowohl imponierende Panoramablicke als Ort großer Gefühle inszeniert, als auch Naturdarstellungen frei von jeglicher gefühlvoller Romantik präsentiert. In der zweiten Hälfte des 19. Jh.s kennzeichnen die Schilderung einer bestimmten Jahres- und Tageszeit sowie das Festhalten der jeweiligen Atmosphäre die österreichische Stimmungsmalerei. Der Geist des Wiener Biedermeier äußert sich am deutlichsten im Aufblühen der Genremalerei mit scharfer moralisierender Gesellschaftskritik, idealisierten Frauenbildnissen und lebensnaher Darstellung des Alltäglichen.

Erzherzog Johann von Österreich gibt um 1830 eine „gesamt-österreichische Landesaufnahme“ in Auftrag. Man beginnt das Gebirge zu erforschen, wie es auch die kleinen Staffagefiguren auf dem Bild tun.

Der 3453m hohe Johannisberg liegt genau auf der Grenze zwischen den österreichischen Bundesländern Salzburg und Kärnten. Seinen heutigen Namen erhielt er zu Ehren des Erzherzogs Johann von Österreich.

Der Großglockner ist mit einer Höhe von 3798 m der höchste Berg Österreichs. Die markante Spitze gehört zur Glocknergruppe, einer Bergkette im mittleren Teil der Hohen Tauern.

Besonders bildwirksam malt Ender das nuancenreiche kühle Kolorit des Gletschereises im Gegensatz zu den dunklen Erdtönen im Vordergrund.

Über das künstlerische Können hinaus bildet die Darstellung ein wichtiges Zeugnis des damaligen Gletscherstandes und zeigt den starken Rückgang des vermeintlich ewigen Eises.

Ein wohlbeleibtes, teuer ausstaffiertes Paar gibt eine Spende nach dem Kirchgang. Nach Aufmerksamkeit suchend geht der Blick des Mannes zu der Frau. Seine Gabe soll demnach nicht übersehen werden.

Die Goldstücke werden gleich in die blecherne Kassa fallen, die von einem unterwürfig buckeligen Kirchendiener gehalten wird.

Nicht nur die stolze Haltung des Paares zeugt von materiellem Reichtum, sondern vor allem die kostbaren Stoffe mit denen sie ausgestattet sind: Gold, Spitze, Pelz und changierende Seide.

Hinter dem Paar erzählt eine andere Szene von wahrer Mildtätigkeit. Ein kleines Kind streckt eine Münze empor ...

... Angehalten von der Mutter in Witwentracht gilt die kleine aber von Herzen kommende Spende einem blinden Bettler. Das Kreuz im Hintergrund unterstützt die Aussage dieser Barmherzigkeit.

Unmissverständlich in Miene und Körperhaltung mit karikaturhaften Zügen, stellt Danhauser die Gegensätze von Reich und Arm sowohl in räumlicher als auch in koloristischer Hinsicht gegenüber.

Fröhliche Kinder drängeln sich aus einem dunklen Innenraum ans offene Fenster. Mit freundlichen Augen blicken sie erwartungsvoll direkt auf ihr Gegenüber.

Grelles Sonnenlicht und harte Schlagschatten prallen aufeinander. Damit erreicht Waldmüller eine bestechend realistische Oberflächenwirkung der unterschiedlichen Texturen.

Gesteigert wird die illusionistische Bildwirkung durch den aus dem Bildraum ragenden Arm des Buben, der mit ausgestrecktem Zeigefinder auf den Betrachter deutet.

Einmal mehr führt Waldmüller die „Pracht des Einfachen“ mit präziser Detailwiedergabe von Rahmen und brüchiger Hauswand. Zarte Kletterrosen mildern die Ärmlichkeit des Sujets und spiegeln das blühende Leben.

Waldmüller hält mit den „Kindern im Fenster“ einen unspektakulären und flüchtigen Moment mit überzeugender Intensität und Lebensnähe fest. Die Freude der Kinder und die Wärme der Sonne scheinen spürbar zu sein.

Meisterwerke. Residenzgalerie Salzburg
Quelle: Alle Medien
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