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Erforschung der Vielfalt des Erdsystems
Das Senckenberg Naturmuseum Frankfurt ist nicht nur ein spannender Lernort für Besucher, sondern gehört auch zur Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, einer der wichtigsten Einrichtungen, die die Vielfalt des Erdsystems erforscht. Über 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen an verschiedenen Standorten in Deutschland sowie in internationalen Projekten auf der ganzen Welt. Sie finden heraus, wie die Teilsysteme der Erde miteinander zusammenhängen und helfen mit dieser Grundlagenforschung unsere Umwelt zu bewahren. In klassischer Feldforschung sammeln und bestimmen sie dafür etwa Pflanzen und Tiere und untersuchen sie später mit moderner Technik im Labor. Anhand der Messdaten können dann schließlich Erkenntnisse gewonnen und sogar Vorhersagen über die Entwicklung des Erdsystems getroffen werden.
Sammlungen
Die Sammlungen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung finden ihre Anfänge vor über 400 Jahren und verfügen inzwischen über mehr als 38 Millionen Objekte. Sie gehören damit zu den größten und ältesten Sammlungen der Welt und können zoologische, botanische sowie geologische Entwicklungen besonders gut dokumentieren. Die Sammlungen geben nicht nur interessante Objekte für Ausstellungen her, sondern bilden auch eine unverzichtbare Grundlage für Forschungstätigkeiten.
Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Neben der Präsentation der eigenen Forschungstätigkeit und der Behandlung naturkundlicher Themen greift das Naturmuseum Frankfurt auch kulturelle und soziale Fragen auf, die unsere Umwelt betreffen. Abwechslungsreiche Fotoausstellungen, Multimediainstallationen und zahlreiche Originalexponate werden durch ein breites museumspädagogisches Programm ergänzt, das die Ausstellungen zum Sprechen bringt, die Forschungsergebnisse der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung der Öffentlichkeit zugänglich macht und so eine „Wissenschaft für alle“ stiftet.
Anakonda – der Besucherliebling
Die Große Anakonda ist neben dem Netzpython die größte Riesenschlange und kann eine Gesamtlänge von über neun Metern erreichen. Unsere Anakonda verspeist gerade ein Wasserschwein, das größte Nagetier der Welt. Nach einer solchen Mahlzeit kann sie monatelang ohne Nahrung überleben. Das Leben der im Regenwald des tropischen Südamerikas verbreiteten Anakondas ist stark ans Wasser gebunden. Das Beutespektrum dieser Riesenschlange umfasst Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere. Anakondas sind lebendgebärend und die Weibchen bringen nach einer Tragezeit von sieben bis acht Monaten 15 bis 70 Jungtiere von 60 bis 80 Zentimetern Geburtslänge zur Welt.
Diplodocus – Längenrekord
Mit einer Länge von bis zu 28 Metern ist Diplodocus der längste aller vollständig gefundenen Dinosaurier. Sein Hals und Schwanz waren länger als bei den anderen langhalsigen Formen, beispielsweise dem Brachiosaurus. Aufgrund seiner luftgefüllten Wirbel wog er trotz seiner gewaltigen Größe nur ca. zehn Tonnen. Das Diplodocus-Skelett im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt ist das einzige echte Skelett dieser Dinosaurierart, das außerhalb der USA zu sehen ist.
Dodo – ausgestorbene Riesentaube
Die Dronte, ein flugunfähiger Taubenvogel, war einst auf der Insel Mauritius östlich von Madagaskar beheimatet, bevor er Ende des 17. Jahrhunderts ausstarb. Die Flügel der Dronte waren winzig und der Brustbeinkamm, an dem bei flugfähigen Vögeln die kräftige Flugmuskulatur ansetzt, war entsprechend klein. Die massigen Tiere konnten ein Körpergewicht von über 20 Kilogramm erreichen.
Edmontosaurus – die Dino-Mumie
Das nahezu vollständige Originalskelett des Edmontosaurus im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt gehört zu den bedeutendsten Dinosaurierfossilien weltweit. Bei diesem Exemplar ist selbst die Struktur der Haut als versteinerter Abdruck überliefert. In diesem Erhaltungszustand gibt es weltweit nur zwei Edmontosaurus-Exemplare. Hals und Vorderfüße sind stark nach hinten gekrümmt. Die verkrampft wirkende Körperhaltung des Tieres lässt vermuten, dass dieser Dinosaurier bereits zur Mumie vertrocknet war, bevor den Körper sandige Ablagerungen zudeckten. Dadurch konnte sich die verhärtete Haut dem Sediment aufprägen und als versteinerter Abdruck erhalten bleiben.
Finnwal – Riese des Meeres
Der Finnwal ist nach dem Blauwal das zweitgrößte heute existierende Tier. Das im Frankfurter Senckenberg Naturmuseum ausgestellte Skelett ist 22 Meter lang. Der Körperumriss an der Wand verdeutlicht die gewaltigen Ausmaße dieses Tieres. Das Maul ist so groß, dass eine kleine Besuchergruppe bequem darin Platz findet. Beim lebenden Tier befinden sich am Gaumendach, lamellenartig angeordnet, lange Borsten. Mit diesen sogenannten Barten filtert es seine Nahrung aus dem Meer, z.B. kleine Krebstiere.
Triceratops – beliebter Hornträger
Der Dreihornsaurier Triceratops ist eines der bekanntesten Exponate im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt. Triceratops war ein Pflanzenfresser mit einer Länge von bis zu neun Metern. Er lebte im heutigen Nordamerika. Die Hörner und das große Nackenschild dienten der Verteidigung. Der Schädel war über ein Kugelgelenk mit der Halswirbelsäule verbunden. Dadurch war der Kopf sehr beweglich und die Hörner konnten in alle Raumrichtungen zustoßen.
Urpferd – Miniaturpferde aus Hessen
Berühmt geworden ist die Grube Messel vor allem durch Funde fossiler Urpferdchen. Entdeckt wurden mehr als 40 Skelette von Hengsten, Fohlen und Stuten, letztere zum Teil trächtig. Die größten Pferde aus dem Maarsee erreichten eine Schulterhöhe von nur 60 Zentimetern, einige Arten lediglich 35 Zentimeter. An den Vorderbeinen trugen sie noch vier, hinten je drei Hufe.
Placodus gigas – Ein Meeressaurier im Schotter
Das Skelett des Pflasterzahnsauriers Placodus gigas ist weltweit das einzige dieser Meeresreptilien. Der Rumpf war durch dicht stehende Rippen und Bauchrippen sowie eine Kette rundlicher Hautverknöcherungen über den Wirbelfortsätzen versteift. Zur Fortbewegung dienten dem Meeresraubtier daher nur die Beine. 1915 entdeckte ein Fossiliensammler in einem Steinbruch bei Heidelberg in schon zerschlagenen Schottersteinen Skelettreste. Alle auffindbaren Bruchstücke wurden zusammengefügt, über mehrere Jahre in mühevoller Arbeit aus dem harten Gestein herauspräpariert und zu einem Skelett montiert.
Quagga – Comeback einer ausgestorbenen Zebra-Form?
Das Quagga, eine Unterart des Steppenzebras, wurde im späten 19. Jahrhundert ausgerottet. Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen, den Gencode dieser Tiere zu entschlüsseln und das Quagga von Zebras zurückzuzüchten. Das Exemplar im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt befindet sich bereits seit 1830 in der Sammlung. Von den weltweit nur 23 als Vollpräparat vorhandenen Quaggas gehört es zu den am besten erhaltenen.
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Mitwirkende: Geschichte

Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Quelle: Alle Medien
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