1950 - 1990

Politische Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg in der DDR

German Federal Archives

Abgrenzung von Westdeutschland und Umgang mit Kriegsgräbern

50 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs war der Nationalrat der DDR davon überzeugt, die richtigen Lehren gezogen zu haben: Die Deutsche Demokratische Republik sei „zu einem stabilen Friedensfaktor in Europa“ geworden, heißt es in einer Deklaration zum Jahrestag. Dagegen drohe aus dem Westen die Gefahr eines dritten Weltkriegs. Die in dieser Ausstellung präsentierten Dokumente spiegeln nicht nur den innerdeutschen Konflikt, sondern auch die Kriegsgräberfürsorge auf dem Gebiet der DDR.

BArch DA 1/3471

Am 27. Juli 1964 übersandte Gerhard Dengler, Stellvertre-tender Vorsitzender des Nationalrats der Nationalen Front, den Entwurf an den Präsidenten der Volkskammer, Johannes Diekmann. Die Deklaration sollte auf der Tagung des Präsidiums am 31. Juli 1964 vorgestellt werden.

Ansprache von Johannes Dieckmann zur 1. Sitzung der Volkskammer, 1950 | BArch, Bild 183-08552-0004 / Ihlius Heilig
BArch DA 1/3471

Verfasser des Briefes ist Albert Norden, hier u.a. in seiner Funktion als Leiter der Agitationskommission beim Politbüro des ZK der SED.

BArch DA 1/3471
 BArch DO 4/895
BArch DO 4/895
BArch DO 4/897
BArch DO 4/897

Auf dem weitläufigen parkähnlichen Südwestkirchhof in Stahnsdorf bei Berlin gibt es große Grabanlagen mit britischen und italienischen Gefallenen bzw. Gefallenen des “British Commonwealth” aus der Zeit des 1. Weltkriegs.

Anlässlich eines Staatsbesuchs in Deutschland besuchte die britische Königin Elizabeth II. 2004 den Südwestkirchhof, um auf dem britischen Soldatenfriedhof der Verstorbenen des 1. Weltkriegs zu gedenken. Dabei dankte sie den Friedhofsmitarbeitern offiziell für die Pflege der Grabanlagen in der DDR. 

Schon 1913 hatte die sogenannte “Friedhofsbahn” ihren Betrieb aufgenommen. Sie verkehrte bis zu Ihrer Stilllegung infolge des Mauerbaus 1961 zwischen dem eigens errichteten Bahnhofsgebäude auf dem Vorplatz des Kirchhofs und dem Bahnhof Wannsee. Eine Wiederbelebung der Strecke wird heute wieder in Erwägung gezogen.

BArch DO 4/895

Die sogenannten “Bestattungsblocks” waren jeweils einer der beteiligten Städte und Gemeinden oder der beteiligten Kirchen-gemeinde zugeordnet, die zur Synode gehörte.

BArch, B 198 Bild 3475 / Barbara Fritsch, Bundesarchiv
BArch, B 198 Bild 3484 / Barbara Fritsch, Bundesarchiv
BArch, B 198 Bild 3486 / Barbara Fritsch, Bundesarchiv
BArch, B 198 Bild 3487 / Barbara Fritsch, Bundesarchiv
BArch DO 4/1108
Credits: Story

Quellen: —
DA 1 - Volkskammer der DDR
DO 4 - Staatssekretär für Kirchenfragen
Auswahl der Quellen: —
Barbara Fritsch, Bundesarchiv

Credits: All media
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