Residenzgalerie Salzburg FRANZÖSISCHER BAROQUE

DomQuartier Salzburg | Residenzgalerie Salzburg

Französischer Barock
Um 1600 prägen noch italienische, flämische und holländische Maler die französische Kunstlandschaft. Mit dem Aufstieg Frankreichs zu einer europäischen Großmacht unter den absolutistisch regierenden Königen Ludwig XIII. und Ludwig XIV. rücken heimische Künstler in den Mittelpunkt des Interesses. Zur Ausbildung der Maler wird 1648 die Pariser Académie Royale gegründet. Nur wer sich den strikten Regeln unterwirft, erhält königliche Aufträge oder einen Ausbildungsplatz. Anfang des 18. Jh.s befreit sich die französische Malerei von den akademischen Vorgaben. Genre- und Landschaftsmalerei finden großen Anklang. Gegen Mitte des 18. Jh.s steigt jedoch erneut die Begeisterung für eine strenge akademische Ausbildung, die in Folge das Ende der romantisch verklärten Sichtweise bedeutet und zum Klassizismus überleitet.

Eingebettet in einen erdfarbenen Vordergrund positioniert Dughet seine Figuren, welche Skulpturen gleich aus der Antike zu entspringen scheinen.

Auf den zweiten Blick erkennt man weitere Personen, die sich um und im Gewässer ausruhen, waschen und verweilen. Am linken Ufer nähert sich ein vollbepackter Esel dem Wasser.

Ein Hirte führt seine Schafherde den linken Hügel hinauf. Die Landschaft und die einzeln stehenden Gebäude auf den Hügeln im Hintergrund werden von der tiefstehenden Sonne warm beleuchtet.

In Dughets Bildern ist die Landschaft das Hauptmotiv. Allerdings entspringt sie nicht der Realität, sondern ist eine fiktive Vorstellung von Arkadien, einer Traumlandschaft.

An der Steinküste haben sich zahlreiche Fischer versammelt. Einige sind noch mit dem Einholen der Netze beschäftigt, während andere bereits ein Feuer für den Abend gemacht haben.

Bei einer holländischen Fregatte sind die Anker schon geworfen und die Segel zum Teil eingeholt worden. In den zu Wasser gelassenen Beibooten sind die Seeleute bereit für ihren Landgang ...

... Dieser wird sie voraussichtlich in die Küstenstadt führen, die vom sanften Licht der untergehenden Sonne beleuchtet wird.

Hoch oben über dem dunklen Felsen thront markant eine hell erstrahlte Festung. Der Himmel ist vom Dunst der südlichen Atmosphäre erfüllt und changiert in den Farben Weiß, Grau, Blau und Gelb.

Loutherbourgs Darstellung von südlichen Gefilden mit seinen atmosphärischen Lichtstimmungen ist ein beliebtes Motiv bei den europäischen Auftraggebern und steigert deren Sehnsucht nach der Ferne.

Mit geschlossenen Augen hat das junge Mädchen den Kopf auf die Hand gestützt. Die roten Wangen und ihre entspannten Gesichtszüge lassen auf einen schönen und sinnlichen Traum schließen.

Rechts von ihren bloßen Füßen steht ein duftender Blumenkorb. Auf der andren Seite ein kleiner Ziegenbock, der sie als Schäferin ausweist.

Umgeben von grünem Dickicht und einer überwachsenen Steinmauer scheint die Schäferin vor fremden Blicken geschützt. Nur dem Betrachter wird der intime Reiz der leicht geöffneten Bluse und des tiefen Dekolletés präsentiert.

Boucher ist ein Meister dieser sinnlichen Motive, die er mit Farbe, Stofflichkeit und der richtigen Ausleuchtung in Szene setzt.

Meisterwerke. Residenzgalerie Salzburg
Quelle: Alle Medien
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