SAMMELN FÜR MORGEN

MUSEION

Die Ausstellung stellt Arbeiten vor, die in den letzten Jahren als Ankäufe, Schenkungen oder Leihgaben in die Sammlung des Museion aufgenommen wurden. Auch wenn sie Forschungsschwerpunkte des Hauses repräsentieren wie etwa die zeitgenössische Skulptur, zeigt die Ausstellung wie durchlässig die Grenzen zwischen traditionellen Kunstkategorien geworden sind.

LANGUAGE IN ART
Die Sektion Language in Art umfasst Werke, die ganz unterschiedlichen Tendenzen angehören und die nur verbindet, dass in ihnen Schrift in zentraler Funktion auftritt. Language in Art erlaubt mit der Darstellung hybrider Werke zwischen Kunst und Schrift, Bild und Text, zeichnerischer Linie und Schrift einen exemplarischen Ausblick auf die grundsätzliche Hybridität moderner und zeitgenössischer Kunst. Vertreten sind dabei konzeptuelle Positionen wie diejenigen von VALIE EXPORT, Maurizio Nannucci und Haroon Mirza. Language in Art umfasst auch narrative und politische Formen, sowie Werke die z. B. mit den Prinzipien der Werbung arbeiten. Eine Rolle spielen in diesem Kontext Werke visueller und konkreter Dichtung sowie Fluxus-Arbeiten, die vornehmlich über die Dauerleihgabe der Sammlung "Archivio di Nuova Scrittura".

Bei More than meets the eye handelt es sich um eine große Installation, die aus einer blauen und einer roten Version desselben Textes besteht. Zwischen einem roten und einem blauen Farbraum lässt dieses leuchtstarke Werk eine violette Mischzone entstehen. Wie fast alle Texte Nannuccis besteht die Schrift dieses Werkes aus einer (tautologischen) Aussage über das Werk selbst, und zwar über das vom Neon erzeugte visuelle Ereignis.

Nanni Balestrini, Dichter, Künstler und Schriftsteller, hat die italienische Kunst und Literatur in den vergangenen 50 Jahren entscheidend mitgestaltet. Als aufmerksamer Beobachter des Zeitgeschehens, erschuf er, neben Romanen und Künstlerbüchern, eine Vielzahl an visuellen Poesien. Darunter die Arbeiten mit Zeitungsausschnitten: Der Künstler kombiniert hier Abbildungen, Buchstaben und Titelfragmente und erzeugt dadurch pointierte Sinnzusammenhänge, die das politische und kulturelle Klima einer ganzen Epoche widerspiegeln. Diese Arbeiten sind aber nicht nur ein bedeutendes Beispiel visueller Poesie, sondern setzen auch eine zentrale Technik ein, die Nanni Balestrinis Werk prägt: die Collage oder die Arbeit mit fragmentarischem Material.

ARBEIT MACHT KAPITAL verwendet den Schrifttyp „K Font“ aus fluoreszierenden Leuchtstoffröhren. Der Name „K Font“ ist eine Hommage an Franz Kafka und dessen unvergessliche Romanfigur K, Protagonist des literarischen Fragments Das Schloss (1926). Diese Version des Werkes ist eine Nachbildung des Originals, dessen Größe von den Maßen der Neonröhren bestimmt ist, aus denen die Buchstaben bestehen. Die drei Wörter der Leuchtschrift lassen verschiedene Deutungsebenen entstehen, je nach dem, ob sie einzeln, kombiniert oder als Satz wahrgenommen werden. So erinnert ARBEIT MACHT KAPITAL einerseits an die Toraufschriften der NS-Konzentrationslager, andererseits an die Tatsache, dass diese Begriffe in der Sprache unserer Demokratien allgegenwärtig sind.

Die Led-Schrift Automation is Dead, die eine deutliche Anspielung auf die Arbeiten der Künstlerin Jenny Holzer enthält, ist dahingehend modifiziert worden, dass sie einen bestimmten Klang hervorbringt. Dieser wird von einem Rhythmus begleitet, der sich aus den Interferenzen zwischen einer Sparlampe und einem Transistorradio ergibt. 'Automation is dead' bedeutet, dass ein Kontrollsystem ausgefallen ist, das es zum Funktionieren von Maschinen braucht, die wiederum menschliche Handlungen ersetzen.

LIGHT WORKS
Die Sektion der Licht-Arbeiten, deren Anfänge auf eine Ausstellung zu den Gruppen N und Zero vom Jahr 1996 zurückgehen (ENNE&ZERO motus etc.), ist ein wichtiger Aspekt in der Sammlung des Museion. Die danach in die Sammlung gelangten Licht-Arbeiten haben von Mal zu Mal den installativen, sozusagen „hybriden” Charakter offenbart, der in den Werken von Uecker, Piene, Mack und Biasi, um nur einige Vertreter der beiden Künstlergruppen zu nennen, angelegt ist.

Das Lichtballet (Lichtkugel) von Otto Piene ist keine Skulptur im traditionellen Sinn, sondern eine Installation, die mit Bewegung und insofern mit Zeit arbeitet – ein Charakteristikum, das dieses Werk etwa mit dem Videofilm teilt.

Spiral Betty von Rosemarie Trockel, ist eine Licht-Arbeit, die über ihren Titel einen doppelten ironischen Bezug herstellt: einerseits zum monumentalen Landart-Werk Spiral Jetty (1970) von Robert Smithson, andererseits zum weiblichen Körper.

Das Werk von James Turrell steht im Zeichen der unablässigen Auseinandersetzung mit Licht. Licht ist bei Turrell nicht eine Lichtquelle, die etwas beleuchtet, sondern es zeigt sich unabhängig von Objekten, sozusagen aus sich selbst heraus. Untitled (12NOG+C) gehört zu einer neueren Werkgruppe, bei welcher der Künstler anhand von Hologrammen die Wirkung von Licht untersucht: dabei wird Dreidimensionalität durch Projektion von Licht auf einen bildartigen Körper erzeugt.

Goodnight Eileen from ‘Here to Go’ by Terry Wilson/ Brion Gysin (1982), dem im Morse-Alphabet pulsierenden Kronleuchter von Cerith Wyn Evans, einem faszinierenden Licht-Objekt, das die Kodifizierung von Sprache und unsere Wahrnehmungsgewohnheiten thematisiert.

Philippe Parreno arbeitet mit ganz verschiedenen Medien: mit dem Film, mit Skulptur, Performance, Zeichnung, Text und der Ausstellung als Medium. Marquee gehört zu einer Gruppe von Werken, die einem mit Lichtern besetzten Vordach ähneln, wie sie sich manchmal über Eingangstüren finden. Diese Form von Skulptur integriert sich in reale Architekturen und markiert den Übergang in einen grundsätzlich anderen Wahrnehmungsraum. Ironie über den Glamour bestimmter Kunstauffassungen schwingt mit.

M’illumino d’immenso: die Worte eines der berühmtesten Gedichte des italienischen Dichters Giuseppe Ungaretti aus dem Jahr 1917 sind hier in Rhythmus und Licht übertragen. Ein grüner Laserstrahl unterstreicht in sieben Takten den phonetischen Ablauf, also die Produktion und Wahrnehmung der Sprachtöne, wie sie sich beim Lesen der Verse von Ungaretti ergeben. Die senkrecht in vier Takten aufsteigende Linie zieht sich vertikal zusammen, um sich dann horizontal in drei nachklingenden Bewegungen auszudehnen. Die Präzision des grünen Laser-Lichtzeichens stellt physisch die für Ungaretti typische telegrafische Kürze dar.

VIDEOS
Die seit den 1970er Jahren immer stärker zum Einsatz kommende Videotechnik ist das geeignete Medium für die Fixierung von Aktionen und Events mit stark temporalem Charakter. In der Sammlung vertreten, neben wichtigen historischen Positionen wie Vito Acconci, Bruce Nauman, Gordon Matta Clark und Dan Graham, finden sich in der zweiten Generation auch Künstler wie Bill Viola, bei welchem die Videokunst trotz des experimentellen Forschungscharakters mehr Selbstbewusstsein erlangt. Zeitgenössische Künstler wie Mario Garcia Torres und Deimantas Narkevicius arbeiten mit Video auf einer narrativen Weise, Sonia Leimer und Stefano Cagol befassen sich mit dem Konzept der Grenze und des Limits, während Allora & Calzadilla und Francesco Jodice einen gesellschaftspolitischen Ansatz verfolgen. Francesco Vezzoli widmet sich stattdessen der Dekonstruktion der Filmsprache und erweitert seine Aufmerksamkeit auch auf die Sprache des TV.

Das Video bezieht ihre Inspiration aus der Bildwelt des Westernfilms. Die Thematik des Territoriums wird dabei von einem geografischen, kulturellen und physischen Standpunkt aus aufgerollt. Western beginnt mit einem langsamen Schwenk der Kamera über die Landschaf t, die an die Naturwelten von Westernfilmen erinnert, bis sie schließlich bei einem Orchester angekommen ist, das nur aus Frauen besteht. Dieses spielt die bekannte Filmmusik, die Elmer Bernstein für Die glorreichen Sieben (1960) des Regisseurs John Sturges komponiert hat . Tatsächlich handelt es sich bei der Landschaf t um ein Konf liktgebiet in Georgien, das zwischen Europa und Asien liegt. Die Künstlerin enthüllt so das Paradoxon: Georgien, das gegenüber dem Mythos des Wilden Westens geografisch gesehen im Osten liegt, wird als Schauplatz für einen Film gewählt, der vom Genre des Western inspiriert ist und, von Männern und Pferden bevölkert, zur Eroberung neuer Territorien bestimmt ist.

Tea 1391 ist ein Dokumentarfilm, der im Auftrag der dOCUMENTA (13) entstanden ist und den Garcia Torres im Rahmen eines Projekts über das One Hotel in Kabul (Afghanistan) realisierte. Das Hotel war von 1971 bis 1977 Wohnsitz und Atelier des italienischen Künstlers Alighiero Boetti. Dreißig Jahre, nachdem Boetti das One Hotel verlassen hatte, und wenige Jahre nach den Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit Afghanistans, besucht Garcia Torres 2010 das Gästehaus. Das Video erzählt von seinen Erlebnissen, von der Veränderung des Ortes und davon, wie sich der Künstler hier als Gast und Betreiber zugleich fühlte.

Der Titel des Videos ist dem Werk Un homme qui crie n’est pas un ours qui danse (1939) von Aimé Fernand David Césaire nachempfunden. Im Video wechseln sich Landschaften des Mississippi-Deltas mit Innenansichten eines Hauses in New Orleans ab, das 2005 vom Hurrikan Katrina beschädigt wurde. Die Ruhe des stillen Gewässers und der düsteren Räume des Hauses wird von einem ohrenbetäubenden Rhythmus unterbrochen, der vom Trommeln mit Schlagzeugstöcken auf die Jalousien eines Fensters herrührt: Der Lärm und die ihn begleitenden Lichtschimmer verleihen dem gesamten Video ein Gefühl von Dringlichkeit und Not. Die Arbeit ist einerseits eine Hommage an New Orleans, andererseits eine Reflexion über Natur-, Wirtschafts- und Humankatastrophen.

An Embroided Trilogy ist ein Projekt von Francesco Vezzoli bestehend aus drei Videos, die zwischen 1997 und 1999 gedreht wurden, in welchen Vezzoli selbst als Sticker neben großen Diven aus dem Bereich des Films und des TV auftritt. Wie Francesco Vezzoli selbst erzählt: „Wenn ich nun für mich selbst eine Definition geben müsste, dann möchte ich als stickender Regisseur gelten, auch weil es in der Geschichte des Films alles schon gegeben hat uns das Sticken dazu dient, die Fäden von dem, was schon gemacht worden ist, zusammen zu fassen und die verschiedenen Bilder und Persönlichkeiten zusammen zu halten und ihnen eine neue Form zu geben."

Die Doppeldeutigkeit und dunkle Seite unseres Alltags sind feste Elemente von Cagols Arbeiten, die sich stets eine ureigene Schlichtheit und Unmittelbarkeit bewahren. im Video steht der Kontrast zwischen Eis und Schnee und anderen Elementen wie Luft, Feuer, Licht und Wasser im Mittelpunkt. Der Künstler ist über den arktischen Polarkreis hinweg bis nach Kirkenes in Norwegen gereist – dorthin, wo Norwegen, Finnland und Russland aneinandergrenzen. Eine Reihe von Überlegungen zum Grenzbegriff treten hier in Aktion.

FOTOGRAFIE
Die Sektion der Fotografie läuft quer durch die thematischen und künstlerischen Bewegungen innerhalb der Sammlung und dokumentiert die vielfältigen Ansätze der zeitgenössischen Fotografie: von den fotografischen Dokumentationen der Aktionen österreichischer Künstler wie Günter Brus, Otto Muehl oder Rudolf Schwarzkogler aus den sechziger und siebziger Jahren, bis zu konzeptuellen Arbeiten von Künstlern wie Vincenzo Agnetti, Heinz Gappmayr, Dan Graham oder Gordon Matta-Clark. Einigen Künstler, wie zum Beispiel Roni Horn, ist das fotografische Medium ein Vorwand, um das Oszillizieren der menschlichen Identitäten und die Veränderung von Orten und Landschaften zu dokumentieren. Künstler wie Nan Goldin und Wolfgang Tillmans bieten uns intime Details aus ihrem Privatleben, während Joan Jonas und Vera Comploj sich mit dem Thema der Körper- und Geschlechterfragen befassen. Die Arbeiten von Zanele Muholi und Santu Mofokeng zeugen außerdem von einer Öffnung der Sammlung in Richtung außereuropäischer Kunst.

Roni Horn, die sich künstlerisch zwischen Zeichnung, Skulptur und Fotografie bewegt, beschäftigt sich seit jeher mit dem Thema Identität und Differenz, mit dem unbegreiflichen Wesen der Dinge und Geschehnisse. Es geht darin um den Menschen und dessen unvermeidliche „Existenz im Werden“, aber auch um die Veränderung von Orten, wie in der im Lieblingsland der Künstlerin, in Island, aufgenommene Fotoserie. Roni Horn sieht Island als Verb, nicht als Objekt, gerade wegen der fortwahrenden Veränderung seiner Orte und Landschaften, die nie ruhen, sondern ständig im Wandel sind.

Vera Comploj verbindet ihre Tätigkeit als Modefotografin mit einem persönlichen Studium der Themen Identität, Geschlecht und körperlicher Veränderung. Mit ihrer Arbeit nähert sich die Künstlerin der fotografischen Tradition, die sich zwischen Ende der 1960er Jahre und Beginn der 1980er Jahre der Darstellung des Körpers und Genderfragen widmete:
Die Foto-Serie, aus der die in der Ausstellung gezeigten Aufnahmen stammen, trägt den Titel In Between. Es handelt sich um ein 2009 kurz nach ihrer Ankunft in New York begonnenes Projekt. Die Bilder lassen uns in die Welt der US-amerikanischen Drag Queens eintreten, die genau in jenen Momenten fotografiert wurden, in denen die Verwandlung vom Mann zur Frau, vom Tag zur Nacht, vom normalen Leben zur Bühne erfolgt.

Forbidden Zone wurde für die Sammlungsausstellung „New Entries“, die 2009 bis 2010 im Museion stattgefunden hat, entwickelt. Junge Künstler/innen waren eingeladen, sich mit der Sammlung des Hauses auseinander zu setzen. Michael Fliri wählte eine Arbeit der amerikanischen Künstlerin Eleanor Antin, die sich in den 70er Jahren mit dem Phänomen der Transformation beschäftigt hatte: Fliri hatte hierzu eine Performance konzipiert, bei welcher er sich als affenähnliches Wesen inszenierte. Das gezeigte Foto entstand anlässlich der Performance.

Die Werke von Nan Goldin erzählen besonders unmittelbar von intimen Momenten im Leben von Freunden, Familienmitgliedern und Partnern, denen sie mit ihrer Kamera in öffentliche und private Sphären folgt. Die Fotografin zeigt Prostituierte, Transvestiten, Drogenabhängige, Menschen am Rande der Gesellschaft, zu denen sie stets einen persönlichen Bezug hat. Den Hintergrund ihrer Aufnahmen liefert ein von Aids, Sex, Luxus und Not, Unzucht und Unschuld gekennzeichnetes Amerika.

INSTALLATIONEN
Die künstlerische Praxis, die dem Willen eines aktiven Betrachters am besten entgegen kommt, ist die der Installation. Die Installationskunst verträgt sich nicht mit der Idee der ästhetischen Autonomie, die die Moderne vertrat, das heißt: Die Werke lassen sehr oft eine klare Tendenz erkennen, die Grenzen der Kunst zu überschreiten und sich mit dem Leben, mit der Gesellschaft, mit der Politik zu vermischen. Im Grunde kann man sagen, dass die Installationen das Gegenteil eines Werk-Objekts sind: Dahinter steht nicht mehr die Idee, eine Geschichte oder ein Ding „darzustellen“, sondern sie stattdessen direkt zu „präsentieren“ und damit eine kritische Reaktion in Gang zu setzen. Die Vorstellung von einem aktiven Betrachter, der sich in den Kunstwerken und/oder um diese herum bewegt und die Dauer der Werke miterlebt, impliziert auch einen Betrachter, der sich sozial und politisch aktiver engagiert.

Der „Kameramann“ der Video-Installation ist ein Jack Russell Terrier namens Stanley. Jana Sterbak montierte die Bilder, die die auf dem Kopf des Hundes angebrachte Kamera aufnahm, während dieser spontan durch den Schnee und das Unterholz entlang der Uferdämme des St. Lawrence-Flusses in Montreal und den Venediger „Calli“ lief. In einer auf sechs Videos aufgeteilten Projektion kreuzt der menschliche Blick jenem des Tieres. Jana Sterbak lenkt die Aufmerksamkeit auf Fragen der menschlichen Wahrnehmung sowie auf die Beziehung zwischen Mensch und Tier, Natur und Technologie.

Dischi di Dei ist eine Installation von 93 mit Nylonfäden an der Decke befestigten Schallplatten und einem Wandstreifen aus ebenfalls 93, mit Reißnägeln an der Wand befestigten Schallplattencovern. Die Schallplatten stellen eine ganz bewusst getroffene Auswahl quer durch die verschiedensten Musikgenres dar; bei der Auswahl berücksichtigt der Künstler aber auch die Cover. Mit einem feinen Bohrer zieht Arienti Loch um Loch die Linien der einzelnen Plattencovers nach, wodurch auf den Platten so etwas wie Verdoppelungen bzw. Variationen der Coverbilder entstehen.

Die Installation bezieht sich auf die Jahre des Zweiten Weltkriegs. Die Stimme, die man im Raum hört, ist die des Künstlers, der sagt: „Kommt, meine kleinen Neapolitaner [...] schaukelt, schaukelt”.
Das Werk verweist auf den Einzug der alliierten Streitkräfte in die Stadt, untermalt durch die typische Tanzmusik der Besatzungszeit. Die Schaukel, auf die das Publikum zum Sitzen eingeladen wird, deutet auf den Umschwung von einer zur anderen Seite; die Aufteilung der Farben in Blau und Rot ist ein Hinweis auf die amerikanische Fahne. Es handelt sich also um einen „Gedächtnisraum“, um eine körperliche Erinnerung an die Ankunft der Amerikaner in Neapel im Jahr 1943. Wie die Soldaten damals ihre Musik und ihre Kultur mitbrachten, so brachte der Künstler Vito Acconci 1977, als er von der Galerie Modern Art Agency nach Neapel eingeladen wurde, die amerikanische Kunst mit.

Stonewall III war eines der ersten Werk, in denen gebrochenes Glas einbezogen wurde. Bonvicini erschuf es kurz nach den Unruhen während des G8-Gipfels in Genua, das für die Öffentlichkeit gesperrt war: "Ich dachte auch an Cady Nolands Tore und öffentliche Architektur mit ihrer Zugänglichkeit und ihrer Monumentalität, als ein staatliches Macht-Symbol. Ich wollte zeigen, dass, auch wenn man ein Tor vor sich hat, es nicht bedeutet, dass man nichts damit machen oder es ändern kann."

DIE „NEUEN SPRACHEN“ DER SKULPTUR
Ende der siebziger Jahre schreibt Rosalind Krauss in ihrem berühmten Aufsatz Skulptur im erweiterten Feld: „[...] innerhalb der Situation der Postmoderne definiert sich künstlerische Praxis nicht durch ein bestimmtes Medium – die Skulptur -, sondern eher durch die logischen Operationen mit einer Reihe kultureller Begriffe, für die jedes Medium – Fotografie, Bücher, Linien auf Wänden, Spiegel oder die Skulptur selbst – verwendet werden kann. Somit sorgt das Feld sowohl für eine erweiterte, aber endliche Reihe miteinander verbundener Positionen, die ein bestimmter Künstler besetzen und erforschen kann, als auch für eine Organisation des Werks, die nicht durch die Bedingungen eines besonderen Mediums diktiert wird.“ Der Ausdruck „neue Sprachen der Skulptur” wird hier im Bewusstsein verwendet, dass die aktuelle Herausforderung anzunehmen ist, dem Publikum die Heterogenität und die Elastizität der heutigen Kunstkategorien zu vermitteln.

In ihrer skulpturalen Werkserie L’ergastolo di Santo Stefano (2011–‘14) setzt sich Rossella Biscotti mit einer Arbeit, die aus Bleiabdrücken des Gefägnisfußbodens besteht, mit einem der berühmtesten historischen Zuchthäuser Italiens auseinander. In den Arbeiten Rossella Biscottis erfährt Vergangenes durch die Erzählung persönlicher und kollektiver Erinnerungen eine Neubelebung und bieten die Gelegenheit Vergangenheit und Gegenwart neu zu betrachten.

Der Titel des Projekts We the People leitet sich von den ersten drei Wörtern der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Jahr 1787 ab. Es besteht in dem pharaonischen Unternehmen des Künstlers, im Lauf mehrerer Jahre eine Replik der Freiheitsstatue im Maßstab 1:1 anzufertigen. Das in diesem Fall vom Künstler verwendete Ready-Made besteht aus Hunderten von Kupferteilen, die in der gleichen Technik hergestellt wurden wie das Original.

Die Arbeit Jukebox II besteht aus einer Konsole, 3 CD-Wechslern mit 192 CDs, einem Verstärker und vier Lautsprechern. Ausgehend vom Nullmeridian von Greenwich hatte die Künstlerin den Weltumfang in 8 Segmente zu je 45° unterteilt. Die acht Längengrade berührten eine Anzahl von nahe am Meer gelegenen Städten oder Dörfern in Brasilien, New Orleans, Alaska, Fiji, Japan, Bangladesh und Jemen. An jedem dieser Orte ließ sie genau ab Mittag des letzten Tages des Jahres 1999 für 24 Stunden Klangaufnahmen machen. Die BesucherInnen können auf der Konsole unter 192 CDs, die jeweils 60 Klangaufnahmen enthalten, parallel aufgenommene Außengeräusche aus acht verschiedenen Weltgegenden wählen. Den Sound des gewählten Ortes können mit einer bestimmten Uhrzeit kombiniert werden; über das Hören heterogener Raum-Zeit-Stücke entstehen für den Nutzer diverse Zeiten, welche punktuell die Homogenität und das lineare Fortschreiten der eigenen Zeiterfahrung unterbrechen. Man kann bei Jukebox II von einem zeitlichen Klangkaleidoskop sprechen.

Klara Lidén schafft architektonische Interventionen und Installationen, indem sie bereits bestehende Strukturen und Materialien wie Karton, Werbeplakate, Metallblech, Trockenmauern und Stücke von Teppichböden verwendet. Mit dem Geist einer Aktivistin und Rebellin analysiert die Künstlerin die Orte, die wir beleben und durch die wir uns bewegen, stets in unmittelbarer Herangehensweise: hier zum Beispiel bildeten Skulpturen, die aus Fragmenten eines realen Straßenbelags bestanden, eine neuartige, befremdliche Landschaft.

WERKE ALS RESULTAT VON AKTIONEN
Eine weitere Gruppe umfasst Werke, die einer Aktion entspringen wie die Fotoserien von Rossella Biscotti (Everything is somehow related to everything else, yet the whole is terrifyingly unstable, 2008), wie Vlad Nancas Commemora (2009) oder die Video-Installation von Teresa Margolles (¿Cuanto puede soportar una ciudad? / Quanto può sopportare una città? / Wieviel kann eine Stadt aushalten?, 2010–11). Die Arbeiten erinnern auf je unterschiedliche Weise mit einer Aktion an einen Moment der jüngeren Vergangenheit, interpretieren ihn neu bzw. hinterfragen ihn und setzen dadurch eine Reflexion über Zeitlichkeit in Gang.

Vlad Nanca sieht seine Arbeiten vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Veränderungen, die Rumänien mit der antikommunistischen Revolution von 1989 erfahren hat.
Die Fotoserie Commemora, die aus vier Fotos und einem Schal besteht, soll über die Metapher des Strickens, also des Verflechtens von Fäden, auf fehlende Verbindungen und Ungleichheiten innerhalb des sozialen Gefüges verweisen. Nanca fordert dazu auf, sich mit unzusammenhängenden Geschichten und Reminiszenzen, ungewissen Vergangenheiten und Zukunftserwartungen auseinanderzusetzen, um diese in einen einzelnen und gemeinsamen Faden einzuweben.

Die Arbeiten von Teresa Margolles fragen nach den Ursachen für die zahlreichen Toten, die es in dem sozialen Umfeld gibt, aus dem die Künstlerin selbst stammt – der Gegend um die mexikanische Stadt Juárez. Diese ist durch Verbrechen, die mit Drogenhandel, Armut und politischen Krisen zusammenhängen, völlig zerrüttet. Im Rahmen einer Performance, die in Bozen und Kassel, wo die Ausstellung ebenfalls zu sehen war, sowie in Ciudad Juárez durchgeführt wurde, trugen die beteiligten Personen ein schwarzes T-Shirt mit der weißen Aufschrift „Wie viel kann eine Stadt aushalten?“ und „Wie viel Schmerz kann eine Stadt ertragen?“ Die provokante Frage auf der Rückseite des T-Shirts wurde auf Willen der Künstlerin wie eine Botschaft auf dem Leib ihrer MitarbeiterInnen durch die Stadt getragen. In allen drei genannten Städten herrschen substanziell unterschiedliche Bedingungen, die Schmerz und Gewalt hervorrufen, doch werden sie durch diese Botschaft zusammengeführt.

Der Titel Aui Oi bedeuted im Südtiroler Dialekt so viel wie „rauf und runter“. Konzipiert wurde es für die Rittner Drahtseilbahn in Bozen und anlässlich des Festival Transart Wettbewerbs prämiert. Die BesucherInnen erlebten eine auditive Reise in den Kabinen der Seilbahn. Der Sound wurde vor Ort live produziert und über einen Webstream in die Gondeln der Seilbahn übertragen und erfahrbar gemacht.Für das Museion ist eine Adaption des Hörstücks entstanden und in den beiden Fahrstühlen des Museums installiert, mit denen die BesucherInnen zu den verschiedenen Ausstellungsetagen fahren.

In The King of Solana Beach experimentiert Antin mit einem anderen Selbst, indem sie sich die Idealkonstruktion einer neuen Persönlichkeit mit männlichen Vorzeichen zurechtlegt. Mit einem falschen Bart, einem Samtmantel, Spitzenhemd, Lederstiefeln, Jeans und einem breitkrempigen Hut ausgestattet geht Eleanor Antin durch die Straßen eines kleinen Dorfes nördlich von San Diego und spricht mit einigen Bewohnern – Rentnern, Studenten und Sportlern –, die vor dieser schicksalhaften Begegnung mit ihr keine Ahnung davon hatten, dass sie sich in einem kleinen Königreich befinden, das von dieser zarten Figur regiert wird. Antins "Heldentaten“ sind in einer Serie von acht Schwarzweißfotos und einem Text dokumentiert.

KÜNSTLERBÜCHER
Die Definition des neueren Künstlerbuchs, mit der Museion arbeitet, folgt prinzipiell einer Definition von Michael Glasmeier: Neuere Künstlerbücher oder artist books sind als eigenständige Werke konzipiert, ein künstlerisches Werk nimmt hier Buchform an. Das ist etwas anderes als ein Katalog, der eine Ausstellung oder eine Werkgruppe dokumentiert und in der Regel theoretische Texte enthält. Wie das Multiple vertritt das artist book eine demokratische Perspektive: es will künstlerische Qualität oder Intensität mit Erschwinglichkeit und breiter Verteilung verbinden. Künstlerische Qualität ist deshalb möglich, weil der Schwer punkt solcher Werke nicht auf ihrer einmaligen handwerklichen Realisierung beruht, sondern auf einem Konzept, das von vorneherein auf Vervielfältigung angelegt ist.

Das Künstlerbuch besteht aus insgesamt 20 Bögen - 10 von Andre und 10 von Ana Mendieta. Andre zeichnet je 12 Quadrate in gleichbleibender Anordnung: die Umsetzung des gleichbleibenden Motivs der Steine („Pietre“) auf den verschiedenen Bögen weist nur minimale Unterschiede in der manuellen Ausführung auf. Die 10 Bögen Ana Mendietas („Foglie“), die mit denjenigen Andres alternieren, zeigen jeweils 3 bis 6 Blätter in symmetrischen Arrangements. Was in diesem Künstlerbuch entsteht, ist ein Dialog zwischen zeichnerischer Ästhetik (Andre) und fotografischer Ästhetik (Mendieta), zwischen anorganischem und organischem Material, zwischen geometrischer und nicht geometrischer Anordnung. In diesem gemeinsam mit Ana Mendieta realisierten Künstlerbuch tritt Andres minimalistische Ästhetik in einen Dialog mit dem grundsätzlich stark existenziellen künstlerischen Ansatz seiner damaligen Lebensgefährtin.

1973-74 führt Nannucci eine fotografische Untersuchung durch zu den verschiedenen Grüntönen, die in der Natur vorkommen. Die Mappe bzw. das entsprechende Künstlerbuch von 1977, in denen sechzig Fotos von sechzig verschiedenen Pflanzen auf sieben Bögen zur Abbildung kommen, gehören zu den einprägsamsten und daher am meisten ausgestellten Künstlerbüchern jener Jahre. Jedem Foto ist eine Benennung des spezifischen Grüns zugeordnet von „verde galactites tomentosa“ über „verde ophiopogon jaburan“ und „verde sedum compressum“ bis zu „verde matthiola incana“ und „verde vitis vinifera.“

1995 erschienenes Künstlerbuch mit Offsetreproduktionen nach Martin Kippenbergers bekannten Hotel-Zeichnungen (zweites Band aus der Trilogie Hotel-Hotel, Hotel-Hotel-Hotel und No Drawing No Cry). Kippenberger schuf Hunderte an Zeichnungen auf Hotelpapier, ein Werkkorpus, der als eine Art Reisetagebuch angesehen werden kann.

KLEINES MUSEION "CUBO GARUTTI"
Zu Beginn des Jahres 2000 beauftragte die Abteilung Italienische Kultur der Autonomen Provinz Bozen den Künstler Alberto Garutti mit dem Erschaffung eines Kunstwerkes für das Don Bosco-Viertel. Nach seiner Fertigstellung wurde die künstlerische Leitung des Werkes 2004 dem Museion übergeben. Der Künstler entwarf eine architektonische Struktur für einen öffentlichen Platz, der von Sozialwohnungen umringt ist. Formal betrachtet spiegelt Garutti's Skulptur die Charakteristika der umliegenden Gebäude wider, indem es diese neu interpretiert. Ziel der Konstruktion ist es, nach dem Rotationsprinzip einen Ausstellungsraum für die Werke der Sammlung Museion zu schaffen und dadurch das Publikum im Viertel anzusprechen und zu involvieren. Das kleine Garutti-Museum ist effektiv ein losgelöster Flügel des Museion, geschaffen um den Dialog mit der Lokalbevölkerung zu intensivieren.

Für das Projekt Hotel Cubo verwandelte sich die Außenstelle des Museion im Bozner Stadtteil Don Bosco in ein echtes Miniatur-Hotel. Bis Juni 2014 konnten alle Interessierten eine Nacht in diesem sehr besonderen Haus verbringen. Zu Eggers Angebotspaket gehörte – nach dem Kurzaufenthalt im „Hotel Cubo“ – eine Führung durch das Stadtviertel. Dazu wurde allen „Hotelgästen“ ein Audioguide zur Verfügung gestellt. Egger ausgesprochene Einladung ist klar: Die Gäste des Hotel Cubo sollen dieses Bozner Stadtviertel einmal mit anderen Augen sehen und dabei auf unbekannte Seiten stoßen, die reich an Geschichte und sehr lebendig sind.

Paolo Riolzi zeigte im Kleinen Museum – Cubo Garutti sein 2007 begonnenes Projekt „Vetrinette“. Es ging dem Künstler dabei um eine fotografische Abbildung sozialer Landschaften. Riolzi lud daher Bozner Familien zur Teilnahme an diesem Projekt ein, in dessen Mittelpunkt ein Möbelstück steht, das in vielen Wohnungen eine zentrale Rolle spielt: die Vitrine. Die Vitrine verwahrt als museales Präsentationsmöbel Objekte, die Geschichten transportieren. Die am Projekt Beteiligten stellten eine Auswahl an Objekten aus der privaten Vitrine im Kleinen Museion aus. In einem zweiten Schritt wurden die Erinnerungsstücke in den Wohnungen dann in Originalgröße fotografiert.

Mit dem Projekt „Camera Cubica” entdeckt Nicolò Degiorgis die alte und heute weitgehend vergessene Technik der "Lochblende" neu. Das Kleine Museion wurde zu einem großen Fotoapparat, einer überdimensionalen Camera obscura umgestaltet, die sich in einem öffentlichen Raum befindet. Mehrere Wochen lang lud der Künstler die Anwohner dazu ein, mit der „Camera Cubica” zu fotografieren und sich damit an einem „magischen Spiel” zu beteiligen. Die in diesem Fotoapparat erzeugten Negativ-Bilder zeigen das umliegende Stadtviertel, dessen Architektur, den Stadtraum und – natürlich – die Bewohner.

MEDIENFASSADE
Transparenz und Bewegung: Das Gebäude des Museion gewinnt seine skulpturale und körperhafte Wirkung aus dem Kontrast zwischen der geschlossenen Metallhaut an den Längsseiten und den trichterförmigen gläsernen Eingangsfassaden. Bei Einbruch der Dunkelheit bilden die beweglichen Glaslamellen eine zentral gesteuerte Projektionsfläche. Aus den Ausstellungsräumen des Gebäudes heraus verwandeln 36 Videoprojektoren die Glasfassaden auf beiden Seiten des Museion in große Bildschirme. Auf diesen Projektionsflächen werden eigens für dafür entwickelte Videos, Fotografien oder Animationen gezeigt. Die beiden Fassaden können, abhängig von den jeweiligen Künstlerprojekten, zeitgleich oder auch alternierend bespielt werden. Dabei unterstützt eine unter den steinernen Sitzbänken installierte Lautsprecheranlage die Fassadenbilder. Kunst im öffentlichen Raum, eine überdimensionale und durch Stahlverstrebungen aufgeteilte Bildfläche, eine komplexe und innovative Technologie: Die Fassadenprojektionen stellen jeden Künstler vor eine enorme Herausforderung.

Das Video Physical Examination wurde 2014 auf der Medianfassade des Museion präsentiert. Das Video thematisiert den Übergang von der ungeformten Materie zur skulpturalen Form. Die rechteckige, rigide Holzstruktur steht hier im Kontrast zu der organischen, in ständiger Veränderung begriffenen Form der Tierkörper. Auch die Geräusche, welche von dem Material ausgehen, sind Teil der Narration: die Klänge basieren auf der Verarbeitung von Tonspuren und Geräuschen, welche die Bewegung der Schlangenkörper hervorrufen.

Der Titel des Videos bedeutet so viel wie „das, was unsichtbar ist, sieht aus wie etwas, das du nie gesehen hast“. Im Video dreht sich das Gesicht des Künstlers, der auf einer beweglichen Plattform steht, allmählich einer Lichtquelle zu. Man wartet auf den Moment, in dem das Antlitz als Ganzes zu sehen ist, doch gerade das Licht, das die Identität des Dargestellten preisgeben sollte, blendet und verhindert die präzise Darstellung. Die Betrachter tragen so unfreiwillig zu einer subtilen Ironie über die Figur des Künstlers bei.
Die Videoarbeit ist ursprünglich als Projektion für die Medienfassade des Museion entstanden.

Mitwirkende: Geschichte

MUSEION - Sammlung Archivio di Nuova Scrittura
MUSEION - Sammlung Enea Righi
MUSEION - Sammlung Lodovico Rocca
MUSEION - Sammlung Stiftung Südtiroler Sparkasse
MUSEION - Sammlung Autonome Provinz Bozen - Südtirol

Quelle: Alle Medien
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