1791

Die Bill of Rights.  Eine Geschichte der Grundrechte.

U.S. National Archives

Eine Ausstellung der National Archives im Rahmen der Initiative „Amending America“.

„Die Grundrechte sind das, wozu jeder Mensch gegenüber jeder Regierung auf der Welt im Allgemeinen wie im Besonderen berechtigt ist und die keine Regierung verweigern oder von etwas abhängig machen sollte. „

Thomas Jefferson an James Madison, 20. Dezember 1787

Fünf Tage bevor der Verfassungskonvent endete, schlug George Mason aus Virginia vor, der Verfassung eine Bill of Rights hinzuzufügen. Nach einer kurzen Debatte stimmten die Delegierten allerdings geschlossen dagegen.

Das gestaltete den Ratifizierungsprozesses problematisch.

Die Befürworter der Verfassung , die Föderalisten, dachten, eine „Bill of Rights“ sei unnötig und sogar gefährlich. Die Autoren der Federalist Papers (Föderalistenartikel), darunter James Madison, befürworteten zwar die Ratifizierung der Verfassung, allerdings ohne die Bill of Rights. Sie dachten, eine Liste mit Rechten könne niemals vollständig sein, deshalb sei es besser, erst gar keine anzufertigen.

Das Weglassen der „Bill of Rights“ erwies sich als ein beinahe fataler Fehler für die Verfassung. New York sowie mehrere andere Staaten vereinbarten, die Verfassung nur dann zu ratifizieren, wenn der erste Kongress der Verfassung weitere Rechte per Änderungsgesetz hinzufügen würde. Diese Staaten hätten die Verfassung ohne das Versprechen einer späteren Ergänzung der „Bill of Rights“ womöglich abgelehnt.

„Und die Versammlung ermahnt ihre Repräsentanten im Kongress im Namen und im Auftrag der Bürger des Staates New York, all ihren Einfluss geltend zu machen und zu allen vertretbaren Mitteln zu greifen, um eine Ratifizierung der folgenden Zusatzartikel zu der besagten Verfassung auf die dort beschriebene Art erreichen zu können und in der Zwischenzeit, bei allen vom Kongress zu verabschiedenden Gesetzen, dem Geist dieser Artikel zu entsprechen, soweit die Verfassung es erlaubt."

Der erste Kongress erweiterte die Bill of Rights um eine Präambel, um zu erklären, warum die Änderungen notwendig waren. Die Präambel legt dar, dass der Kongress die Zusatzartikel vorgeschlagen habe, „um eine Missdeutung oder Machtmissbrauch zu verhindern“ und „das öffentliche Vertrauen in die Regierung“ zu vergrößern. Sie weist auch darauf hin, dass die „Bill of Rights“ die Antwort auf eine Forderung seitens der ratifizierenden Versammlungen der Staaten sind.

Die Gescheiterten ...In diesen Anträgen wurden während der Debatte im Senat weitere Änderungen vorgeschlagen. Sie kamen – wie auch die Mehrheit der von James Madison im Repräsentantenhaus vorgeschlagenen Ergänzungen – von den ratifizierenden Versammlungen der einzelnen Staaten.

Antrag C wurde 1810 erneut durch den Kongress vorgeschlagen, aber nicht ratifiziert. Ein solches Gesetz hätte jedem die Übernahme eines öffentlichen Amtes verweigert, der zuvor von einem König einen Adelstitel angenommen hat.

Der Senat überarbeitete die Formulierung der Zusatzartikel, die das Repräsentantenhaus bereits verabschiedet hatte. Der mit Korrekturen versehene Entwurf verwendete die meiste Tinte auf den dritten und vierten Artikel, die zum ersten Zusatzartikel (First Amendment) zusammengefasst wurden. Dieser schützt die Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit sowie das Versammlungs- und Petitionsrecht.

Der Grundrechtekatalog, die Bill of Rights, ergänzte die Verfassung um die ersten 10 Zusatzartikel, als Virginia sie am 15. Dezember 1791 ratifizierte. Von den 14 Staaten der Union war Virginia war der 11. Staat, der sie ratifizierte. Damit war die verfassungsrechtlich gebotene Mehrheit von drei Vierteln der Mitgliederstaaten gegeben. Seit dem 15. Dezember 1941 wird dieses Ereignis als „Bill of Rights Day“ gefeiert.

Diese Online-Ausstellung wurde unter der Leitung von Lisa Royse (Direktorin des Museums) und Jim Gardner (Executive for Presidential Libraries, Legislative Archives and Museum Programs) erstellt. Die Ausstellung sowie diese Online-Ausstellung wären nicht möglich gewesen ohne die gemeinsamen Bemühungen und das Know-how vieler Mitarbeiter der National Archives.

Die Ausstellung in Washington, DC wurde unter anderem präsentiert von The National Archives Foundation, AT&T, HISTORY® und The Lawrence O'Brien Family.

Deutsche Übersetzung von Craig A. Ellefson, Bildungsabteilung/Intern Koordinator, Richard Nixon Presidential Library & Museum

Mitwirkende: Geschichte

Co-Curator — Christine Blackerby, Education and Public Outreach Specialist, Center for Legislative Archives
Co-Curator — Jennifer Johnson, Curator, Exhibits Division
Amending America — http://archives.gov/amending-america/
German Translator — Craig Ellefson, Richard Nixon Presidential Library and Museum
Traditional Mandarin Translator — Katherine Chin, Education and Public Programs

Quelle: Alle Medien
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