1999 bis 2013

Die Deutsch-Französische Hochschule

Franco-German University

„Der Reichtum Europas liegt in den Talenten der Menschen, die Deutsch-Französische Hochschule ist so ein Talentschuppen.“
Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung bei der 10-Jahres-Feier der DFH 2009

Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) ist eine binationale Einrichtung und wurde 1997, anlässlich des deutsch-französischen Gipfels von Weimar, gegründet. Die DFH ist ein Netzwerk von über 180 Hochschuleinrichtungen aus Deutschland und Frankreich, die insgesamt über 140 integrierte binationale und trinationale Studiengänge mit jährlich ca. 5.000 Studierenden anbieten. 

Ziel der DFH ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich in den Bereichen Hochschule, Forschung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. 

Die DFH wird auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Kultusministerkonferenz sowie dem Auswärtigen Amt und auf französischer Seite vom Ministère des Affaires étrangères und dem Ministère de l'Enseignement supérieur et de la Recherche finanziert. 

Karte des DFH-Netzwerks

Im Mai 2009 feierte die DFH ihr 10-jähriges Jubiläum in Berlin.

Die Deutsch-Französische Hochschule blickt auf 10 Jahre Entwicklung und transnationale Kooperation zurück.

(v.l.): Pierre Monnet, Peter Ammon, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Staatsminister Bruno Le Maire und Otto Iancu beim Anschneiden der Geburtstagstorte
(v.l.): damaliger Präsident Pierre Monnet, damaliger Bundespräsident Horst Köhler, Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit, damaliger franz. Botschafter in Deutschland, Bernard de Montferrand

„Die Deutsch-Französische Hochschule hat den akademischen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern (...) weiter vertieft, ohne ihr Engagement gäbe es viele deutsch-französische Hochschulpartnerschaften (...) nicht.“ - Annette Schavan

„Der Bologna-Prozess (...) wird zum Jahr 2020 weitergehen und da wird die Deutsch-Französische Hochschule eine wichtige Rolle spielen.“             

 – Dr. Jochen Hellmann

Videoausschnitt: Dr. Jochen Hellmann, Generalsekretär
Dr. Jochen Hellmann, Generalsekretär (seit 2009)
Prof. Dr. Pierre Monnet, ehemaliger Vizepräsident und Präsident (2008-2011)
(v.l.): Prof. Dr. Patricia Oster-Stierle, Vizepräsidentin und Prof. Dr. Patrice Neau, Präsident (seit 2013)
Die DFH wird 10 Jahre alt und feiert ihr Jubiläum in der Landeshauptstadt Berlin

Anlässlich ihres 10. Jubiläums wurden der DFH viele Glückwünsche ausgesprochen und auch Zukunftspläne, wie zum Beispiel die Weiterentwicklung der Programme und Ausweitung der Einflussmöglichkeiten, gemacht.

Doch wie kam es zur Entstehung der DFH? Ein Rückblick

Die 10-Jahres-Feier in Berlin lockt viele hochrangige Besucher und an.

„ Aufgabe der Deutsch-Französischen Hochschule ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Vertragsparteien im Hochschul- und Forschungsbereich. Zu diesem Zweck wird sie bestrebt sein, die Beziehungen und den Austausch zwischen deutschen und französischen Hochschulen zu fördern, Aktivitäten und Projekte von gemeinsamem Interesse in Lehre, Erstausbildung und Weiterbildung, Forschung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses durchzuführen.“ 

Artikel 3 des „Weimarer Abkommens“ geschehen zu Weimar am 19. September 1997

1999 wurde die DFH im Rahmen des „Weimarer Abkommens“ gegründet. Für den offiziellen Sitz der Institution wurde die „Villa Europa,“ in der grenznahen Stadt Saarbrücken, gewählt.

Die Villa Europa in Saarbrücken
http://www.uni-saarland.de/verwalt/presse/campus/2000/3/29-DF-Hochschule-f.html

Das Ziel der DFH ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich im Hochschul- und Forschungsbereich.

Die DFH hat hierbei eine Expertenfunktion und Mutterrolle inne und achtet darauf, dass

- möglichst viele Disziplinen und Hochschultypen berücksichtigt  werden und

- ein möglichst umfassendes und geografisch ausgewogenes Angebot an deutsch-französischen Hochschulkooperationen gewährleistet ist.

Entdecken Sie die DFH!

Was hat die Deutsch-Französische Hochschule ihren Studenten in diesen 10 Jahren geboten?                                                                          - Deutsch-Französisches Forum                                                                - Bi- und trinationale Studiengänge                                                            - Doktorandenkollegs, Cotutelle, Sommerschulen                                    - Interkulturelles Bewerbertraining                                                              - Alumni-Vereine/wirtschaftliche Kontakte

Die DFH bietet ein weites Feld an Aktivitäten in den Bereichen der Hochschulbildung und Forschung
Das Deutsch-Französische Forum – seit 2003 eine jährliche Messe in Straßburg für deutsche und französische Schüler und Studenten.

Jährlich reisen hunderte von Schülern an, um sich in der Wahl ihrer Studiengänge von Fachleuten und Absolventen beim Deutsch- Französischen Forum beraten zu lassen und sich über alle Möglichkeiten eines integrierten deutsch-französischen Studiums zu informieren. 

Das Forum bietet sich ebenso für Studierende an, um Kontakte zur Wirtschaft zu knüpfen oder bereits bestehende zu pflegen.

Bildung
Forschung

Der akademische Zweig der DFH besteht aus Forschung und Hochschulbildung/Studium.

Der Bereich der Hochschulbildung umfasst rund 145 deutsch-französische und europäische Studiengänge sowie ca. 5.000 Studenten.

Der Bereich Forschung setzt sich zusammen aus 25 Doktorandenkollegs, 14 Sommerschulen, 47 Ateliers und 8 geförderten Partnerschaften deutsch-französischer Forschungsgruppen.

                                                                             (Stand 2012)

Hochschulbildung: Porträts von Studierenden und Absolventen der DFH
In der Informatik-Bibliothek der Universität des Saarlandes
Mobilität

Die 22-jährige Julia Druelle studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Potsdam und Nanterre. Mittlerweile ist sie Nachwuchsjournalistin der Tageszeitung „Le Monde“ und interessiert sich für das Schicksal Europas. Um es besser nachvollziehen zu können, schreibt sie über das Alltagsleben der Menschen, vor allem in Deutschland und in Frankreich. Weitere Informationen über das junge Nachwuchstalent finden Sie auf unserem Blog: http://ufadfh.blogspot.de/2012/11/schreibende-spurensuche.html 

Julia Druelle, Nachwuchsjournalistin
Zwei französische Architekturstudenten berichten von ihren Erfahrungen mit einem integrierten DFH-Studiengang.

 Standortbeispiele für integrierte Studiengänge:

• Universität Würzburg & CPE Lyon: Chemie/Verfahrenstechnik

• Universität Karlsruhe (KIT) & ENSAM Metz: Maschinenbau

• ESCP Europe Berlin & ESCP Europe Paris: European Business

• Universität zu Köln & Université Paris I: Deutsch-Französisches

  Recht

• U Eichstätt-Ingolstadt & IEP Rennes: Politikwissenschaften

• PH Freiburg & UHA Mulhouse: Lehramt an Grund- und Hauptschulen  

Björn Kern, Romanautor

Björn Kern, DFH Absolvent, studierte Germanistik in Tübingen und Aix en Provence. Mittlerweile ist er Romanautor. Ein Interview finden Sie ebenfalls auf unserem Blog: http://ufadfh.blogspot.de/2011/04/das-literarische-talent-des-tubaix.html

Interkulturelle Zusammenarbeit

Emilie erzählt im folgenden Video von ihren Erfahrungen als Studentin eines integrierten Studiengangs zwischen der Universität Heidelberg und der EHESS Paris.

Emilie, ehemalige Geschichtsstudentin

Die Forschung der DFH –

    ein weites Spektrum an Möglichkeiten

Netzwerk
Weltoffenheit
Porträt von Claire-Lise Buis,  Preisträgerin des Dissertationspreises 2009
Dr. Claire-Lise Buis

Dr. Claire-Lise Buis schrieb ihre Doktorarbeit in Politikwissenschaft am Otto-Suhr Institut/Freie Universität Berlin und der Écoles Doctorales de Sciences Po Paris, im Rahmen einer Cotutelle de thèse.

Ein Film über Nadia Foisil, deutsch-französische Doktorandin in „Theatralischer Anthropologie“ an den Universitäten Straßburg und Berlin. Ihre Doktorarbeit „Mit Händen und Füßen“ führte sie im Rahmen einer Cotutelle (doppelt betreute Promotion) durch.

Nadia Foisil, Doktorandin

Deutsch-Französische Doktorandenkollegs (DFDK) Informationen zum Förderinstrument 

Die Ausschreibung dient dem Auf- bzw. Ausbau deutsch-französischer Kooperationen im Bereich der strukturierten Doktorandenausbildung. Folgende Institutionen können grundsätzlich Antragsteller sein: • auf französischer Seite eine oder mehrere Ecole(s) doctorale(s) • auf deutscher Seite alle Träger einer strukturierten Doktorandenausbildung. 

Interessierte Kooperationen haben die Möglichkeit sich im Vorfeld einer Antragstellung mit der DFH in Kontakt zu setzen. Berufliche Eingliederung von Doktoranden: Die ABG-DFH ist ein gemeinsames Projekt der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) und der Association Bernard Gregory (ABG), das gegründet wurde, um die berufliche Eingliederung von Promovierten in Deutschland und Frankreich zu begleiten und zu unterstützen.   Für Unternehmen und Promovierte stehen ein vielgenutzter Stellenpool sowie eine Bewerberdatenbank mit internationalen Kandidaten aller Fachrichtungen zur Verfügung. 

Wir unterstützen Promovierte bei der professionellen Gestaltung ihrer Bewerbung und bereiten sie durch spezifische Förderprogramme auf den Berufseinstieg vor. 

Forschungsatelier

Im Rahmen der Netzwerkbildung von Nachwuchswissenschaftlern und der Entwicklung des interkulturellen deutsch-französischen wissenschaftlichen Dialogs fördert die DFH die Ausrichtung deutsch-französischer Ateliers für Nachwuchswissenschaftler.

Die deutsch-französischen Ateliers für Nachwuchswissenschaftler sollen im Rahmen einer wissenschaftlichen Thematik oder eines relevanten  und innovativen interdisziplinären Ansatzes den Austausch zwischen deutschen und französischen Wissenschaftsgemeinschaften fördern.

Expertenmeinungen zu den DFH Sommerschulen

Erfahren Sie mehr über die Sommerschule „Soft Matter Science: Concepts for the Design of Functional Materials" in unserem Video mit Thomas Witten von der University of Chicago und Philippe Pincus von der University of California Santa Barbara.

Neben einem wissenschaftlichen Austausch auf hohem Niveau sollen die Sommerschulen allen Teilnehmern einen umfassenden Einblick in die deutsch-französische Lehr- und Forschungslandschaft, die Förderinstitutionen und die Systeme der Doktorandenausbildung in beiden Ländern gewähren, um ihnen einen nachhaltigen Kontakt zu deutschen und französischen Forschungsinstituten zu ermöglichen.

Durch ihre Teilnahme an den Ateliers, Konferenzen etc. im Rahmen der Sommerschulen der Deutsch-Französischen Hochschule soll den Teilnehmern darüber hinaus die Möglichkeit geboten werden, den Stand der Forschung kennen zu lernen und ihr Wissen zu komplettieren.

Die Sommerschulen stehen allen Fachrichtungen offen.

Workshop im interkulturellen Bereich

Was bietet die DFH ihren Studenten außer einem weitreichenden Studienprogramm und vielen Aktivitäten in den Bereichen der Forschung, Doktorandenausbildung, akademischen Weiterbildung und Unterstützung, vor, während und nach ihrem Studium?

Die DFH verleiht jährlich zum Ansporn und zur Ehrung ihrer besten Studenten die Dissertations- und Exzellenzpreise.

Das Preisgeld für den Exzellenzpreis liegt bei 1500€, die Dissertationspreisträger erhalten sogar 4500€.

Die Jury setzt sich aus Professoren und Sponsoren zusammen. 

Preisträger der Dissertations- und Exzellenzpreise 2012 in der französischen Botschaft in Berlin. Die Exzellenzpreise der DFH zeichnen jährlich die besten Absolventen aus.
Matthias El Nemer: Preisträger 2012

Matthias El Nemer: Exzellenzpreisträger 2012 im Bereich Wirtschaftswissenschaft mit der These: „Lobbyismus in Brüssel am Beispiel des Verbands der Automobilindustrie im Hinblick auf das Freihandelsabkommen mit Indien“ Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann absolvierte Matthias El Nemer, Jahrgang 1985, einen deutsch-französischen Doppelabschluss in International Management an der Reims Management School und der ESB Business School - Hochschule Reutlingen. Matthias El Nemer war von 2008-2012 Studierendenvertreter der DFH.

Der 2008 ins Leben gerufene Dissertationspreis wird für die besten von der DFH geförderten deutsch-französischen Dissertationen verliehen. Die Ausschreibung richtet sich an promovierte Forscher, die im Rahmen eines individuellen Cotutelle de thèse-Verfahrens (binationale Promotion) oder Deutsch-Französischen Doktorandenkollegs ihre Promotion erfolgreich abgeschlossen haben. Mit diesem gemeinsamen Projekt bringen die DFH und ihre Kooperationspartner ihr Anliegen zum Ausdruck, Wissenschaftler beim Berufseinstieg zu unterstützen und den Stellenwert der Forschung in der deutschen wie auch französischen Wirtschaft zu stärken. 

Zu den diesjährigen Sponsoren und Förderern gehören der Rotary Club Berlin Brandenburger Tor und Paris, die Apec (Association pour l’emploi des cadres) und die Robert Bosch Stiftung.

Fabien Théofilakis - Doktorand der Université Paris Ouest Nanterre La Défense und der Universität Augsburg. Für seine Doktorarbeit „Deutsche Kriegsgefangene in französischer Hand zwischen 1945 und 1949“ erhielt er den Dissertationspreis 2011
Prof. Dr. Jochen Mecke

„Die Idee integrierter Studienprogramme, bei denen deutsche und französische Studenten gemeinsam studieren, war ein Traum, den ich bereits in meiner eigenen Studienzeit gehegt habe. Dank der DFH ist er Wirklichkeit geworden: Unsere Studenten beherrschen die andere Sprache, leben und studieren in der anderen Kultur, helfen sich gegenseitig und verändern –  ganz nebenbei – die deutsche und französische Universitätskultur. Später arbeiten sie zumeist in binationalen Institutionen und Unternehmen. Sie sind zu beneiden, denn sie sehen nicht nur die andere Kultur mit eigenen Augen, sondern auch sich selbst mit den Augen der anderen Kultur.“     Prof. Dr. Jochen Mecke

Das Interkulturelle Bewerbertraining (IKB):

Das IKB bereitet DFH-Studenten und Absolventen auf alle Bereiche einer Bewerbung im deutsch-französischen Berufsumfeld vor und fördert den Austausch der Studierenden aller Fachrichtungen.

Interkulturelles Bewerbertraining
IKB Business Diner

Partnerschaften mit Wirtschaftsakteuren spielen für die DFH eine wichtige Rolle – sei es in Form von Sponsoring-Maßnahmen oder der Teilnahme von DFH-Studierenden an Business Games oder Fallstudien.

Für beide Partner ergeben sich dabei positive Effekte:

Für die Firmen besteht die Möglichkeit, sich Studierenden mit binationalem Abschluss vorzustellen – und somit Praktikanten und potenzielle Mitarbeiter anzuwerben. Studierende und Absolventen der DFH werden ihrerseits gefördert und für ihre guten Leistungen ausgezeichnet.

Francis Mer - ehemaliger franz. Finanzminister, Schirmherr vom DFH Freundeskreis

Die Alumni-Vereine ermöglichen den Absolventen auch nach Studienabschluss miteinander in Kontakt zu bleiben, organisieren Alumni-Treffen sowie thematische Veranstaltungen.

Die DFH unterstützt die Alumni-Aktivitäten im Rahmen ihrer binationalen und trinationalen Studiengänge mit einer maximalen Förderung in Höhe von 2.500 Euro pro Jahr und pro Verein.

Im DFH-Netzwerk sind derzeit über 20 Alumni-Vereine aus unterschiedlichen Fachbereichen vertreten. Jedes Jahr kommen neue  Vereine hinzu.

Wie geht es weiter mit der DFH?

Eine Zukunftsvision

„Heute, zu Beginn eines neuen Jahrzehnts, müssen sich unsere Länder den neuen Herausforderungen, die sich aus dem Kampf gegen den Klimawandel, wirtschaftlichen und finanziellen Ungleichgewichten sowie der Bedrohung von Frieden und Sicherheit ergeben, gemeinsam stellen.

In einer Welt, in der neue globale Akteure zunehmend selbstbewusst agieren, sind wir überzeugt, dass eine möglichst enge deutsch-französische Partnerschaft für unsere beiden Länder und für Europa von höchster Bedeutung ist.

Deutschland und Frankreich teilen dieselbe Vision für unsere gemeinsame Zukunft auf dem Weg ins Jahr 2020.“  - Agenda 2020, 4. Februar 2010

Logo der DFH

Die Deutsch-Französische Hochschule –

Sinnbild der deutsch-französischen Freundschaft und Motor in den Bereichen der Entwicklung im akademischen Hochschulbereich und der wachsenden Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich.

Die Agenda 2020 - Deutschland und Frankreich für eine gemeinsame Zukunft

Deutschland und Frankreich haben sich in Paris gemeinsame Ziele für die Zukunft gesetzt. Das Bundeskabinett und der französische Conseil des Ministres beschlossen am 4. Februar 2010 eine "deutsch-französische Agenda 2020". 

Insgesamt 80 Projektvorschläge werden die Zusammenarbeit in den kommenden zehn Jahren vertiefen, darunter viele aus dem Bereich Bildung und Forschung. Mit der "Agenda 2020" stellen sich beide Regierungen gemeinsam den neuen Herausforderungen: Klimawandel, Wirtschafts- und Finanzkrise und der Bedrohung von Frieden und Sicherheit. Beide Länder streben eine nachhaltige Entwicklung an, durch die sie Wachstum, Beschäftigung und sozialen Zusammenhalt fördern wollen. 

Die deutsch-französische Agenda 2020 umfasst sechs große Themenfelder: 1. Wirtschaft, Finanzen und Beschäftigung, 2. Energie, Klima und Biologische Vielfalt, 3. Wachstum, Innovation, Forschung, Bildung und Hochschulwesen, 4. Außen-, Verteidigungs- und Sicherheitspolitik 5. Engere Kontakte zwischen den Bürgerinnen und Bürgern beider Länder und 6. Institutioneller Rahmen. 

Neben der Schaffung eines deutsch-französischen Büros für erneuerbare Energien, berichtete die Bundeskanzlerin von einem weltweit einmaligen Projekt für Elektroautos. In der Region zwischen Straßburg und Stuttgart soll es zukünftig eine Teststrecke zur Förderung des umweltschonenden Straßenverkehrs geben. Weitere Projekte, auch in anderen Bereichen als Wissenschaft und Technologie, sind in Agenda 2020 aufgeführt. Aus der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise gestärkt hervor zu gehen, sei eins der wichtigsten Ziele beider Länder. 

Deshalb wollen sich Deutschland und Frankreich für eine Koordinierung wirtschaftspolitischer Maßnahmen in der Europäischen Union (EU) stark machen. Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy wollen die EU auf dem Sondergipfel am 11. Februar auffordern, eine geeignete Wirtschaftsstrategie für die Zukunft zu erarbeiten. Dazu sollen beispielsweise die Wirtschaftsweisen beider Länder künftig zusammenarbeiten und bis zum Ende des Jahres einen Bericht zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen  Lage vorlegen.

 

DFH-Student

Das Budget 2011 der Deutsch-Französischen Hochschule wird um eine Million Euro erhöht und somit im Vergleich zum vergangenen Jahr um 10% zunehmen. Die für die DFH zuständigen Ministerien beabsichtigen damit im Rahmen der im Februar 2010 vom deutsch-französischen Ministerrat verabschiedeten Agenda 2020 die deutsch-französische Zusammenarbeit im universitären und wissenschaftlichen Bereich zu fördern. „Dieses außergewöhnliche Engagement erlaubt es, die Mobilität von einer stetig wachsenden Zahl von Studierenden und Forschern zu unterstützen, wissenschaftliche Exzellenz zu fördern und Talente von morgen zu entdecken", erklärt Prof. Dr.-Ing. Otto Iancu, ehemaliger Präsident der DFH. Außerdem fügt er hinzu: „Dies ist ein essentielles Element der Wachstumsstrategie der DFH. Unser Ehrgeiz liegt darin, die Zahl der Studierenden und Doktoranden gemäß den in der deutsch-französischen Agenda 2020 festgelegten Zielen der DFH bis 2020 zu verdoppeln.” 

Deutschland und Frankreich...

„Nutzt die Chancen eines integrierten deutsch-französischen Studiengangs, ihr werdet es nicht bereuen.“ - Anne-Sophie Morvan, DFH Studentin

                                                                                                                                           ...zwei Länder, eine Zukunft.
Prof. Dr. Neau, Präsident
Prof. Dr. Oster-Stierle, Vizepräsidentin 

„Auch in Zukunft wollen wir die deutsch-französische Freundschaft, die treibende Kraft der europäischen Integration, gemeinsam mit unseren Partnern durch die Förderung von Mobilität, Exzellenz und Weltoffenheit weiter voranbringen. 

Wir hoffen, auch Ihr Interesse geweckt zu haben.“ 

Die Hochschulleitung und das Team der DFH

Mitwirkende: Geschichte

Projektleiter — Elsa-Claire Élisée 
Text/ Gestaltung / Übersetzung — Laura Sennica, Annika Thies, Elise Verneyre
Fotos — David Ausserhofer, Michael Fahrig, Iris Maurer 
Videos — Alexander M. Groß (DFH Film, 10-jähriges Jubiläum, Porträt Emilie Gourdon, Claire-Lise Buis, Architekurstudium, Studium der Kunstgeschichte, Porträt Théofilakis, Video Forum), Sophie Kolb (Sommerschule, Portrait Nadia Foisil)
Website — http://www.dfh-ufa.org/de/
Facebook — www.facebook.com/UFADFH  
Twitter — http://twitter.com/DFHUFA
Blog — http://ufadfh.blogspot.com/
Youtube — www.youtube.com/user/UFADFH 
Website Deutsch-Französisches Forum — http://www.dff-ffa.org/de/

Quelle: Alle Medien
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